Fachtag „Inklusiver Gewaltschutz“

Gewltenschutzveranstaltung

Es wurde darüber berichtet, wie Menschen mit Behinderung besser vor Gewalt geschützt werden können.

Gewalt gegen Frauen/FLINTA* mit Behinderung wird in der Beratungs- und Unterstützungsstruktur in Berlin nach wie vor viel zu wenig Beachtung geschenkt – obwohl sie überproportional von Gewalt betroffen sind.

Wie können Menschen mit Behinderungen besser vor Gewalt geschützt werden? Zu diesem Thema fand am 17. September in Friedrichshain- Kreuzberg der Fachtag ,,Inklusiver Gewaltenschutz” statt, bei dem sich Personen über besseren Schutz vor Gewalt austauschen konnten. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gleichstellungsbeauftragten Jamile da Silva e Silva,der Behindertenbeauftragten, Ulrike Ehrlichmann und der Koordinierungsstelle Inklusive Verwaltung, Leo Mainx. Ziel war es, mehr Aufmerksamkeit auf Gewalt gegen Frauen, FLINTA* und Mädchen mit Behinderung zu lenken. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem rechtliche Grundlagen des Gewaltenschutzes, intersektionale Perspektiven sowie Fragen der Zugänglichkeit und Ausgestaltung inklusiver Unterstützungsangebote.

Gewltenschutzveranstaltung

Teilnehmer*innen konnten sich in verschiedenen Workshops informieren.

Teilnehmer*innen konnten sich in verschiedenen Workshops informieren.

In Vorträgen und vier verschiedenen Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten zum Thema inklusiver Gewaltenschutz konnten sich Teilnehmer*innen über verschiedene Formen von Gewalt, Schutzmöglichkeiten und praktische Ansätze informieren. Neben der Vermittlung von, neuen Information spielte auch der Austausch mit anderen Personen eine große Rolle. Die Personen konnten untereinander ins Gespräch kommen und sich vernetzen. Durch den Fachtag wurde noch mal deutlich, dass Gewaltschutz nicht nur den Schutz vor Gewalt bedeutet. Auch die Zugänglichkeit von Hilfsangeboten und die Berücksichtigung von unterschiedlichen Lebenssituationen sind wichtige Bestandteile eines wirksamen Gewaltenschutzes. Die Veranstalterinnen wollten mit dem Fachtag dazu beitragen, das Thema stärker in die gesellschaftliche Diskussion zu bringen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einrichtungen zu verbessern.

Gewltenschutzveranstaltung

Welche Schwierigkeiten haben Menschen mit Behindeung beim Zugang zu Beratungsangeboten?

Gewaltschutz einfach machen

Der Workshop „Gewaltenschutz einfach machen“ wurde von der Fachstelle für inklusiven Gewaltenschutz der Lebenshilfe gGmbH und BIG e. V durchgeführt. Die Referentinnen Ingrid Amschlinger und Helena Elz klärten darüber auf, welche Schwierigkeiten Menschen mit Behinderungen beim Zugang zu Beratungs- und Schutzangeboten haben können. Es wurde über Integration und Inklusion berichtet. Ein wichtiger Punkt des Workshops waren verschiedene Barrieren im Gewaltschutz. Außerdem wurden psychologische und strukturelle Hindernisse thematisiert. Zum Abschluss des Workshops wurden noch Beispiele guter Praxis genannt. Der Workshop machte deutlich, dass Gewaltenschutz nur dann wirklich für alle funktionieren kann, wenn bestehende Barrieren abgebaut werden. Ziel ist es, Menschen unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen einen besseren Zugang zu Schutz, Beratung und Unterstützung zu ermöglichen.

Gewltenschutzveranstaltung

Vorstellung von Beratung und Gruppenangeboten füt Queere Menschen.

Projektvorstellung: L-Support und Interkulturelles queeres Zentrum

Bei dem Projekt „L-Support und Interkulturelles queeres Zentrum“ ging es vor allem um queere Lebensweisen, Geschlechtlichkeit, Diskriminierung und die Frage, wie Beratungs- und Unterstützungsangebote für alle Menschen zugängig gemacht werden können. Es wurden Angebote und Projekte vorgestellt, die queere Menschen durch Beratung und Gruppenangebote unterstützen. Darüber hinaus wurden Themen, wie Geschlechtsidentität, Queerfeindlichkeit, Gewalt, Ableismus (Diskriminierung und Abwertung von Menschen aufgrund ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung) und Inklusion, besprochen wie z.B. die Benachteiligung in der medizinischen Versorgung oder das Verstecken von lesbischen Symbolen.

Es wurde darüber gesprochen, welche Formen von Diskriminierung vorkommen können und welche Barrieren Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Beratungsstellen erschweren. Am Ende wurde gemeinsam darüber diskutiert, wie Beratungsangebote barrierefreier und zugänglicher gestaltet und Betroffene besser unterstützt werden können.

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