Mit smarten Thermostaten Energiekosten sparen

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Das Klimaschutzkonzept hat gezeigt, dass nahezu die Hälfte (42 %) der Emissionen im Bezirk aus privaten Wohnungen kommt.* Der Hauptgrund ist das Heizen. Das liegt zum einen daran, dass noch viele Menschen mit Wärmequellen heizen, die klimaschädlich sind (z.B. Erdgas). Auch die Fernwärme, die viele Teile des Bezirks versorgt, wird aktuell noch zu einem großen Teil aus klimaschädlichen Energiequellen hergestellt. Viele Gebäude sind alt und schlecht gedämmt. Dadurch geht viel Wärme verloren.

** Mehr Informationen zu den Ergebnissen des Klimaschutzkonzepts sind auf dem KlimaDashboard zu finden.

Gleichzeitig wird Heizen immer teurer. Die steigenden Kosten und der hohe Energiebedarf belasten Berliner Haushalte. Die Heiz- und Warmwasserkosten machen einen großen Teil der Nebenkosten aus und steigen seit Jahren spürbar. Viele Bewohner*innen zahlen insgesamt mehr, weil die Energie und CO₂ teurer geworden ist. Manchmal nennt man das eine zweite Miete.

Worum geht es?

Mit smarten Thermostaten können Mieter*innen Heizkosten sparen.
Man montiert sie am Heizkörper anstelle der alten Thermostatregler. Die Geräte sorgen dafür, dass die Heizung besser arbeitet und Energie spart. Die Temperatur passt sich automatisch dem Bedarf an. Die Regelung am Thermostatkopf ist damit genauer.
Man stellt eine Wunschtemperatur ein und die smarten Thermostate sorgen dafür, dass diese Temperatur erreicht und gehalten wird.
Das Thermostat auf Stufe 5 bringt keine schnellere Erwärmung vom Raum. Die Heizung verbraucht dann aber mehr Energie, denn es wird weiter geheizt, bis Stufe 5 erreicht wird. Das sind circa 25 Grad, was sehr warm für eine Wohnung ist.

Mit smarten Thermostaten kann man durch die genaue Regelung der Temperatur, Wenn viel Energie und Geld einsparen. Man spart 6 % Energie, wenn man die Temperatur um 1 Grad senkt.
Ein smartes Thermostat spart Geld und ist auch bequemer, weil die Wohnung immer warm genug ist, ohne dass man die Heizung die ganze Zeit einstellen muss. Funktionen wie Zeitpläne, das automatische Absenken der Temperatur in der Nacht oder die Steuerung über das Handy machen das Heizen einfacher und sparen Energie. Der Einbau ist besonders nützlich, wenn oft geheizt wird oder wo Bewohner*innen die zusätzlichen Funktionen gut gebrauchen können (zum Beispiel im Wohnzimmer, Kinderzimmer oder im Bad am Morgen).

Zusammengefasst heißt das:
  • Mit smarten Thermostate kann man Energiekosten sparen.
  • Smarte Thermostate erhöhen auch den Wohnkomfort.
  • Smarte Thermostate sind einfach zu einzubauen.

Du kommst um 18 Uhr von der Arbeit und möchtest dann schon eine warme Wohnung haben – ohne die Heizung den ganzen Tag laufen zu lassen? Dann programmierst du das Thermostat im Wohnzimmer so, dass es um 17:30 Uhr mit dem Heizen startet. In der Küche sollen es dann zwei Grad weniger sein? Auch das ist kein Problem. Du kannst jeden Raum einzeln regeln und dabei Geld sparen.

Mehr erfahren zu smarten Thermostaten

  • Wie viel kann ich sparen?

    Mit intelligenten smarten Thermostaten kann man Heizkosten sparen. Wie viel man spart, hängt davon ab, wie man heizt, wie gut die Wohnung gedämmt ist und wie viele Heizkörper es gibt. Die Stiftung Warentest sagt, dass man mit smarten Thermostaten man etwa 10 % Heizkosten sparen kann. Bei einer 70 Quadratmeter große Wohnung, die mit Fernwärme versorgt wird, können rund 125 Euro bis 170 Euro pro Jahr gespart werden. Studien zeigen, dass man bis zu 15% einsparen kann. Wenn du in einem Gebäude mit besonders hohem Energieverbrauch wohnst, machen die Einsparungen einen besonders großen Unterschied bei den Kosten. Wenn man Zusatzfunktionen wie die Fenster-auf-Funktion und die Nachtabsenkung nutzt, kann man noch mehr Geld sparen. Man kann außerdem einstellen, wann und wie warm es sein soll (sogenannte Heizprofile). Die Heizung sorgt so automatisch für Komfort und Energieeinsparungen.

  • Wie funktionieren smarte Thermostate?

    Ein Heizkörperthermostat hat einen Temperaturfühler und ein Ventil. Es gibt programmierbare und smarte (intelligente)Thermostate. Programmierbare Thermostate öffnen oder schließen das Ventil je nach Einstellung. Sie messen die Raumtemperatur elektronisch und steuern den Warmwasserfluss im Heizkörper über einen kleinen Motor. So gibt der Heizkörper genau die Wärmemenge ab, die gebraucht wird. Man kann eine Wunschtemperatur und einen Zeitplan festlegen, zum Beispiel 21 °C morgens und abends, aber nur 17 °C nachts oder tagsüber, wenn niemand da ist.

    Smarte Thermostate gehen noch einen Schritt weiter. Einige Modelle erkennen, wenn ein Fenster oder eine Tür geöffnet ist. Dann wird Heizleistung automatisch etwas niedriger, damit nicht zu viel Energie verschwendet wird. Manche Modelle analysieren deine Gewohnheiten, etwa wann du zu Hause bist, und passen die Heizleistung automatisch an. Mit smarten Thermostaten kannst du die Heizung über ein App und oft sogar von unterwegs mit deinem Smartphone steuern. Zum Beispiel, wenn du vergessen hast, die Heizung auszuschalten.

  • Kann ich die Thermostate in einer Mietwohnung tauschen?

    Smarte Thermostate sind eine leicht umsetzbare Möglichkeit, um auch in Mietwohnungen Energie zu sparen und den Geldbeutel und die Umwelt zu schützen. Ein großer Vorteil ist: Es ist sehr einfach die Thermostate zu installieren. Man muss nichts am Gebäude umbauen. Man schraubt einfach den alten Regler am Heizkörper ab und dreht das neue Thermostat an. Einfach die alten Thermostate aufbewahren, sodass diese beim Umzug wieder angebracht werden können.

  • Was kann ich beim Kauf beachten?

    Es gibt viele verschiedene smarte Thermostate. Sie unterscheiden sich in der Art der Nutzung. Ein wichtiger Unterschied ist, wie flexibel man Tages- oder Wochenpläne erstellen kann. In manchen Modellen können verschiedene Profile für Arbeitstage und Wochenenden eingerichtet werden. Auch die Anzahl der Heizphasen pro Tag kann unterschiedlich sein, sodass bei manchen Modellen mehrere tägliche Anpassungen möglich sind.

    Mit Zusatzfunktionen wie der automatischen Nachtabsenkung, der Erkennung, wenn ein Fenster offen ist, oder dem Urlaubsmodus kann man Energie und Geld einsparen, ohne zu frieren.

    Außerdem gibt es Unterschiede bei der Bedienung: Einige Thermostate werden direkt am Gerät eingestellt. Viele Modelle kann man auch mit dem WLAN zu Hause verbinden. Dann kann man die Heizung mit dem Smartphone auch von unterwegs oder per Sprachassistent steuern. Manche Thermostate verbinden sich stattdessen per Bluetooth oder über eine kleine Basisstation am Router. Damit du alle Funktionen nutzen kannst, brauchst du einen Internetanschluss (WLAN). Wenn es kein WLAN gibt, kann man das Thermostat trotzdem vor Ort einstellen. Dann funktionieren nur die Fernsteuerung und einige Zusatzfunktionen nicht.

  • Wie wechsle ich meine Thermostate?

    Die Verbrauchzentrale zeigt dir mit Videos wie du die smarten Thermostate anbringst. Auf der Webseite der Verbraucherzentrale gibt es auch weitere Tipps zu smarten Thermostaten.

    Eine Schritt-für-Schritt Anleitung findest du auf der Webseite von CO2online. Auch dort gibt es viele weitere Informationen und Tipps rund um das Thema smarte Thermostate.

    Das Anbringen ist einfach und kann von dir selbst durchgeführt werden. Du benötigst eine Zange, um den alten Thermostatkopf zu entfernen und den neuen zu befestigen. Manchmal wird ein Adapter benötigt. Für komplexere Modelle oder wenn du unsicher bist, findest du auf der Website des Herstellers eine Anleitung. Oder du fragst im Fachhandel nach. Wenn du dort nicht weiterkommst, hol dir Hilfe von einem Fachbetrieb.

Mehr Infos auf dem Flyer

  • Smarte Thermostate Flyer_deutsch

    Ihr wollt mehr erfahren? Eine kurze Anleitung zum Wechsel der Thermostate findet ihr auf unserem Flyer. Teilt diesen gerne in euren Netzwerken, mit Freunden, Nachbar*innen und Familie.

    PDF-Dokument (5.6 MB)

  • Smarte Thermostate Flyer_english

    Want to learn more? You can find brief instructions on how to replace the thermostats in our flyer. Feel free to share it on your social media, with friends, neighbors, and family.

    PDF-Dokument (1.1 MB)

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