Bezirksamt schafft fachliche Grundlage für die Weiterentwicklung des SEZ Verfahrens
Pressemitteilung Nr. 207 vom 26.06.2026
Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat eine Plausibilisierung des städtebaulichen Entwurfs des Bündnisses „SEZ-Quartier neu denken“ beauftragt. Ziel ist es, belastbare Aussagen zur Vereinbarkeit von Bestandserhalt und ergänzendem Wohnungsbau zu gewinnen und damit die fachliche Grundlage für die weitere Entwicklung des SEZ-Areals zu verbessern.
Bereits im städtebaulichen Wettbewerb 2025 hatte sich das Bezirksamt dafür eingesetzt, neben dem vollständig ersetzenden Neubau auch Varianten mit Bestandserhalt weiterzuverfolgen. Damals zeigte ein Wettbewerbsbeitrag, dass Wohnungsbau und der Erhalt wesentlicher Teile des SEZ grundsätzlich miteinander vereinbar sind.(Link) Mit dem inzwischen vorliegenden Entwurf des Bündnisses SEZ-Quartier neu denken liegt nun eine weitere Variante vor, die den weitgehenden Erhalt des Gebäudes mit zusätzlichem Wohnungsbau als vereinbar darstellt.
Florian Schmidt, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen, Kooperative Stadtentwicklung: „Die Fragestellung hat sich weiterentwickelt. Ging es im Wettbewerb vor allem um die Frage, wie auf dem Gelände nach einem
Abriss gebaut werden kann, liegen heute unterschiedliche Konzepte vor, die zeigen, wie Wohnen auch mit dem Bestand verbunden werden kann. Diese Varianten müssen jetzt auf einer vergleichbaren fachlichen Grundlage bewertet werden.“
Die Plausibilisierung soll deshalb nicht die planerische Entscheidung vorwegnehmen, sondern die Voraussetzungen für eine nachvollziehbare Abwägung schaffen. Sie untersucht die städtebauliche,
funktionale und wirtschaftliche Tragfähigkeit des Bündnis-Entwurfs und ergänzt damit die bisherigen Untersuchungen. „Ich begrüße ausdrücklich die Aussage, die im AGH-Ausschuss für Stadtentwicklung,
Bauen und Wohnen geäußert wurde, dass über einen möglichen Rückbau erst entschieden werden kann, wenn das städtebauliche Konzept feststeht. Genau dafür schaffen wir jetzt eine weitere notwendigen Entscheidungsgrundlage. Ziel muss aber ein Verfahren sein, das die unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten des Standorts fair, transparent und auf derselben fachlichen Grundlage miteinander vergleicht. , erklärt Bezirksstadtrat Florian Schmidt.
Die Ergebnisse der Plausibilisierung werden nach Abschluss veröffentlicht, um sie in die weitere Diskussion über die Zukunft des SEZ-Areals einbeziehen zu können.
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