Nur kurze Zeit später, im März 2025, startete bei Sonnenschein und blauem Himmel die große Gegen-Demo „Krachmachen gegen Rechts!“ auf der Sonntagstraße. „Wir waren eine große, bunte Gemeinschaft – unsere Nachbar*innen haben alles mitgebracht, was Lärm macht!“ Gemeinsam lernten die Anwesenden zwei schottische Tänze. „Wir tanzten auf der Straße – gegen Rechts!“ und wollten vor allem Krachmachen gegen das angekündigte Rechtsrockkonzert.
Parallel liefen bereits die Planungen für das erste große Straßenfest am Annemirl-Bauer-Platz auf Hochtouren. Eileen berichtet: „Wir haben es tatsächlich geschafft, in so kurzer Zeit das Fest zu organisieren. Die Aufgaben haben wir mit vielen, freiwilligen Helfer*innen abgestimmt und verteilt.“ Das klappt gut, „weil die Aufgaben überschaubar sind und schon im Vorfeld der Veranstaltung verbindlich übernommen werden.“
Neben einem umfangreichen Bühnenprogramm kamen die Besucher*innen bei Musik, Talkrunden und Workshops miteinander ins Gespräch. Die Aktionsflächen boten viel Raum für Improvisationstheater, einen Fahrradkorso und interaktive Spiele.
„Gemeinsam mit vielen Akteur*innen aus dem Kiez zeigen wir, dass Solidarität, nachbarschaftliches Miteinander und Vielfalt stärker sind als Faschismus, Angst und Repression.“
Im Ostkreuz-Kiez sind die Menschen füreinander da: „Wir unterstützen uns gegenseitig, und gemeinsam unterstützen wir auch andere – bezirksübergreifend.“ So steht „Ostkreuz bleibt bunt“ beispielsweise der Kundgebung „Rummelsburg bleibt bunt“ sowie Lichterketten-Initiativen in Lichtenberg nahe. „Wir organisieren auch Mitfahrgelegenheiten zu deutschlandweiten Veranstaltungen – das funktioniert sehr gut!“