Im Dialog: Clubkultur im Wandel – Austausch zwischen Clubszene und Bezirksamt

Mit einem Grußwort von Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann begann die Veranstaltung

Mit einem Grußwort von Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann begann die Veranstaltung

Die Clubkultur ist ein fester Bestandteil des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg und prägt die kulturelle Vielfalt und Attraktivität des Bezirks. Gleichzeitig stehen viele Clubs und Veranstaltungsorte vor großen Herausforderungen. Beim diesjährigen, von der bezirklichen Wirtschaftsförderung organisierten Austausch der Clubbetreibenden im Bezirk kamen rund 50 Vertreter*innen der Clubszene, der BVV und des Bezirksamts in der Kapelle99 in der Boxhagener Straße zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Bedarfe und mögliche Lösungsansätze auszutauschen.

Aktuelle Entwicklungen der Clubkultur

Nach der Begrüßung durch die Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann hob diese die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen Clubszene und Bezirksverwaltung hervor. Auch die Stadträtinnen Annika Gerold, Andy Hehmke und Florian Schmidt nahmen an der Veranstaltung teil und standen an den Thementischen gemeinsam mit den zuständigen Bereichen des Bezirksamts für Fragen und Anliegen der Clubbetreibenden zur Verfügung.
Anschließend stellte Vy Tran die aktuelle Studie „Clubkultur Berlin 2026“ vor. Die Studie untersucht die wirtschaftliche Situation der Berliner Clubkultur und zeigt unter anderem, dass die Branche weiterhin mit wirtschaftlichem Druck und steigenden Kosten zu kämpfen hat.

Daraufhin wurden zwei Praxisbeispiele aus dem Bezirk vorgestellt. Florian Falkenhagen vom Cassiopeia und Zoe Uellendahl von der Renate berichteten über neue Konzepte für die Nutzung ihrer Räumlichkeiten. Dazu gehören unter anderem immersive Ausstellungen sowie die Öffnung von Garten- und Außenflächen mit verschiedenen Programmpunkten am Nachmittag. So können bestehende Flächen auch außerhalb des klassischen Clubbetriebs genutzt und neue Angebote erprobt werden.

Direkter Austausch an Thementischen

Die Moderatorin Stefanie Raab von coopolis lud anschließend zu einem direkten Austausch an vier Thementischen zwischen Clubszene, Bezirksverwaltung und Politik ein. Die Themen reichten von Wirtschaftsförderung, Stadtplanung und Verkehr, Grünflächen, Ordnung und Umwelt bis hin zu bezirkseigenen Liegenschaften sowie Schule und Sport. Dabei wurden unter anderem Fragen zu Fördermöglichkeiten, Genehmigungsverfahren und den Standortbedingungen für Clubs besprochen. Auch die Planungssicherheit bei Sanierungs- und Bauvorhaben war ein Thema. Am Zentrum Kreuzberg ging es beispielsweise um die frühzeitige Information und Beteiligung der dort ansässigen Clubs. Für das RAW-Gelände wurde über die weitere Entwicklung und die Rolle der dort ansässigen Clubs im weiteren Verfahren gesprochen.

Auch die Nutzung von Grünflächen und der Bedarf an weiteren Flächen für Open-Air-Veranstaltungen waren Gegenstand des Austauschs. Darüber hinaus wurden mögliche Kooperationen zwischen Clubs, Schulen, Jugendclubs und sozialen Einrichtungen diskutiert.

Gemeinsam im Gespräch bleiben

Der interaktive Austausch an den Thementischen wurde von den Teilnehmenden gut angenommen. Neben der Möglichkeit, konkrete Anliegen direkt mit den zuständigen Bereichen der Verwaltung zu besprechen, wurden auch weitere Gespräche und Kontakte vereinbart.

Der diesjährige Dialog knüpfte damit an die Veranstaltung des vergangenen Jahres an und bot erneut Raum für den direkten Austausch zwischen Clubszene, Politik und Verwaltung. Ziel ist es, bestehende Herausforderungen gemeinsam zu bearbeiten und die Zusammenarbeit weiterzuführen.