Früher standen die Menschen schon Stunden vor der Tür, teilweise kamen Familien sogar aus Bayern oder Brandenburg, um ein Fahrrad zu bekommen. Dank der Online-Anmeldung ist das Chaos vergangener Tage inzwischen gebannt. Dabei sei es eine enorme Herausforderung gewesen, auch die Menschen zu versorgen, die von weit her angereist waren, erinnert sich Marie Hoepfner. „Teilweise waren es 400 Menschen, die wegen eines Rades hier waren – wir hatten jedoch nur 150 Fahrräder“, berichtet sie.
Auch finanziell ist das Projekt herausfordernd, da insbesondere die professionelle Prüfung der Fahrräder für den Straßenverkehr kostenintensiv ist, sowie die Beschaffung von Ersatzteilen.
Die Fahrräder werden in den Räumen des Nachbarschaftshauses Urbanstraße von einem vielfältigen Team ehrenamtlich repariert: Menschen unterschiedlichster Herkunft packen dort gemeinsam an. Jeden Mittwoch wird geschraubt, geprüft und sichergestellt, dass die Fahrräder verkehrstauglich sind. Bevor sie an Geflüchtete verschenkt werden, erfolgt immer eine Überprüfung durch einen Profi.
Für die Beteiligten ist das Engagement mehr als nur Hilfeleistung: „Es ist eine Arbeit, die mir sehr am Herzen liegt. Die Freude und Dankbarkeit der Menschen, wenn sie ihr Fahrrad erhalten – das ist für mich jedes Mal unbezahlbar”,”, sagt Martina. Ein Ansatz, der den Geist von Nachbarschaft und Zusammenhalt in Friedrichshain-Kreuzberg sichtbar macht.
Weitere Informationen: mog61 Miteinander ohne Grenzen e.V., Mittenwalder Straße 49, 10961 Berlin, Tel. 0176 99 743 624, E-Mail: kontakt@mog61ev.de
Im Rahmen der Förderung für Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften – FEIN, haben wir im #Bezirksticker über das Engagement des gemeinnützigen Vereins mog61 e.V. berichtet – „Wir sind mehr als dankbar für diese Förderung!“