„La Voz de Papel“ – die Papierstimme der Hausburgschule

Die Schüler*innen der Friedrichshainer Hausburgschule zeigen den Gewinner*innen-Scheck über 200 Euro, den sie für ihre Schülerzeitungs-Arbeit erhalten haben

Die Schüler*innen der Friedrichshainer Hausburgschule zeigen den Gewinner*innen-Scheck über 200 Euro, den sie für ihre Schülerzeitungs-Arbeit erhalten haben

Der Berliner Schülerzeitungswettbewerb ehrt jährlich die besten Schülerzeitungen aller Schulformen in der Stadt. Drei Schülerzeitungen aus Friedrichshain-Kreuzberg gehören in diesem Jahr zum Kreis der Besten! Eine Gewinner*innen-Redaktion davon ist die „La Voz de Papel“ – die Papierstimme der Friedrichshainer Hausburgschule, die für einen herausragenden Artikel zum Thema „Wie geht ihr miteinander um?“ mit einem Sonderpreis der Unfallkasse in Höhe von 200 Euro ausgezeichnet wurde.

Das ist bereits der dritte Preis, den die spanischsprachigen Schüler*innen zwischen 8 und 12 Jahren beim Berliner Schülerzeitungswettbewerb für ihr Engagement erhalten haben. Zwei der Preise gehören der Sonderpreiskategorie „Wie geht ihr miteinander um?“ an, die die besten Beiträge aus den Berliner Schulredaktionen prämierte.

Seit 2019 ist Publizistin Zulma Angélica Otálora-Nicklich verantwortlich für die Arbeitsgemeinschaft der Schulzeitung der staatlichen Europaschule. „Wir freuen uns als Team sehr darüber, was wir mit unserer Arbeit erreicht haben. Das wir darüber hinaus dafür Anerkennung und sogar Preise bekommen haben, ist toll und ja, wir sind sehr stolz darauf“.

Die Journalismus-AG besteht aus drei Arbeitsteams und trifft sich einmal in der Woche für 45 Minuten in der Bibliothek – ein heller freundlicher Raum mit einem kleinen Schülerzeitungs-Archiv, vielen Büchern und zwei Computern an denen redaktionell gearbeitet werden kann. Manchmal nutzt die AG den Computerraum, in dem es mehrere Computer gibt. „Die Kinder arbeiten so viel wie möglich selbst an den Themen und an ihren Geschichten durch verschiedene geleitete Aktivitäten. Umso glücklicher waren sie, als sie von ihrem Preis gehört haben. Den haben sie sich verdient.“

Publizistin Zulma Angélica Otálora-Nicklich zeigt in der Bibliothek der staatlichen Europaschule die Ausgaben der "La Voz de Papel"

Publizistin Zulma Angélica Otálora-Nicklich zeigt in der Bibliothek der staatlichen Europaschule die Ausgaben der "La Voz de Papel"

Wir legen viel Wert auf Authentizität

Die Hausburgschule ist eine internationale Schule, hier ist die Vielfalt willkommen und niemand wird ausgegrenzt. Zwei Mal im Jahr erscheint die Schülerzeitung, die aus deutschen und spanischsprachigen Inhalten besteht. Die Kolumbianerin erklärt, dass es manchmal schwierig sei, mit einer AG eine regelmäßig erscheinende Zeitung zu machen: „Es gibt verschiedene AGs (Näh AG, Basketball AG, Bastel AG…) und die Kinder dürfen wechseln. Dadurch sind manche Redaktionsteams nicht ganz fest. Immer mal wieder setzt sich das Team der Schülerzeitung aus neuen Mitgliedern zusammen. „Aber wir waren sehr aktiv, und das mit Erfolg. Das zeigt, dass es gut funktioniert!“

Die Redaktion bespricht zunächst alle Themen und legt fest, wer genau etwas macht. „Die Kinder berichten über die Ereignisse in anderen Gruppen und AGs. Wir bieten auch immer leckere Kochrezepte an – zum Beispiel für argentinische Empanadas und legen viel Wert auf Authentizität besonders bei Comics oder beim Schreiben. Auch auf Mut, denn manchmal denkt man, dass man etwas nicht kann, nur, weil man es nicht gewagt hat. Es gibt Berichte über Sportereignisse, aber auch über härtere Themen, wie zum Beispiel Mobbing, Beleidigungen oder generell über den Umgang miteinander.

Die wichtigste Zeitung der Welt

„Die AG setzt sich auch damit auseinander, wenn jemand aufgrund der Herkunft oder Sprache schlecht behandelt wird. In dieser Kategorie haben wir in diesem Jahr den Preis gewonnen.“ Der Gewinnerartikel handelt von eigenen Erfahrungen, die Schüler*innen gemacht haben und hilft bei der Frage „Was sage ich Kindern, die andere beleidigen?“.

Abschließend ordnet Zulma Angélica Otálora-Nicklich noch einmal ein: „Das ist die Zeitung auf die wir gerade Einfluss haben, womit wir was bewegen können. Wir machen das für uns, für unsere Schule. Deshalb ist die „La Voz de Papel“ für uns die wichtigste Zeitung der Welt!“

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Eine weitere Gewinner*innen-Redaktion des Wettbewerbs ist die des Gustav-Meyer-Kuriers die für einen herausragenden Artikel über „Freunde“ ebenfalls mit einem Sonderpreis in Höhe von 200 Euro ausgezeichnet wurde.