Ein FLINTA*- Intensivworkshop für Schauspielerinnen*, die ihre künstlerische Arbeit vertiefen und zugleich ihre persönlichen Handlungsmöglichkeiten erweitern möchten.
Die Mechanismen, die unser Verhalten im Alltag bestimmen, sind dieselben, die Schauspiel vor der Kamera lebendig machen: Status und innere Haltung. Deshalb beginnt dieser viertägige Intensivworkshop nicht bei der Rolle, sondern bei der Haltung, aus der jede Rolle erst entsteht.
Ausgangspunkt sind reale Situationen: Kommunikation unter Druck, Statuswechsel, Machtgefälle, Grenzüberschreitungen und der Umgang mit übergriffgem Verhalten am Set. An konkreten Beispielen untersuchen wir, welche innere Haltung sich körperlich zeigt, wie Perspektivwechsel unmittelbar Wirkung verändern und welche Handlungsspielräume auch in schwierigen Situationen entstehen können. Anschließend übertragen wir dieselben Prinzipien auf Filmszenen und arbeiten an einer Rolle. Dabei wird sichtbar, dass glaubwürdiges Spiel nicht auf Darstellung beruht, sondern auf einer veränderten inneren Position.
Jeanette Wagner begleitet den Prozess aus der Perspektive der Regie: Welche dramaturgischen Möglichkeiten entstehen? Wie verändert sich eine Szene, wenn sich die Beziehung zwischen den Figuren verändert?
Beate Maes vermittelt körperlich-mentale Tools, mit denen innere Zustände bewusst verändert und verkörpert werden können – sowohl für die Arbeit vor der Kamera als auch für reale berufliche und persönliche Situationen.
Während des Workshops werden Szenen und Übungen gefilmt und gemeinsam ausgewertet. Die Kamera dient dabei als präzises Instrument, um Veränderungen in Haltung, Präsenz, Wirkung und Beziehung sichtbar zu machen.
Das Seminar richtet sich ausschließlich an Schauspielerinnen*, die sich als FLINTA verstehen.