Demografie

Wer lebt in Berlin?

Allgemeine Bevölkerungsdaten zu den Berlinerinnen und Berlinern

Von 2000 bis 2021 sind die Bevölkerungszahlen in Berlin leicht gestiegen. 2021 lebten etwa 3,68 Millionen Menschen in Berlin. Bei Menschen deutscher Staatsangehörigkeit überwiegt der Frauenanteil leicht, bei Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit ist es umgekehrt. Tendenziell ziehen mehr Menschen nach Berlin, als aus Berlin wegziehen – besonders deutlich war der Unterschied in den Jahren 2011 bis 2019. Fast 40 Prozent der Berlinerinnen und Berliner sind verheiratet, etwa 43 Prozent ledig und etwa 11 Prozent geschieden.

Frauen leben im Schnitt etwas länger als Männer. Die Lebenserwartung der Berlinerinnen und Berliner ist in den letzten 20 Jahren auch generell gestiegen. Außerdem steigt die voraussichtliche Lebenserwartung mit zunehmendem Alter an. Die Zahl der Geburten stieg von 2005 bis 2016 und sank bis 2021 wieder leicht ab.

Die Bevölkerungszahl von Berlin ist in den letzten 21 Jahren leicht gestiegen. Von etwa 3,38 Millionen im Jahr 2000 auf etwa 3,68 Millionen im Jahr 2021. Die Zahl der Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit blieb dabei relativ konstant (Männer um 1,4 Millionen, Frauen um 1,5 Millionen). Seit 2019 macht sich ein leichter Trend nach unten bemerkbar.
Die Zahl der Männer und Frauen ohne deutsche Staatsbürgerschaft stieg vor allem ab 2015 deutlich an (0,43 Millionen im Jahr 2000, 0,74 Millionen im Jahr 2020).

2021 lebten insgesamt 2,94 Millionen Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit (davon 1,51 Millionen Frauen) und 0,74 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft (davon 0,36 Millionen Frauen) in Berlin.

Bis auf die Jahre 2000 und 2020 zogen mehr Menschen nach Berlin als fortgezogen sind. Besonders deutlich war dies in den Jahren 2011 bis 2019.

Generell sind Männer häufiger ledig als Frauen. Am höchsten ist der Anteil der Ledigen unter den Männern ohne deutsche Staatsangehörigkeit (58 Prozent).
Unter den deutschen Frauen sind mit 37 bis 38 Prozent etwa gleich viele verheiratet oder ledig. 11 Prozent der deutschen Frauen sind verwitwet und 13 Prozent geschieden. Bei den deutschen Männern sind fast 46 Prozent ledig, etwa 42 Prozent verheiratet, lediglich 3 Prozent sind verwitwet und fast 10 Prozent sind geschieden.

Frauen leben im Schnitt länger als Männer. Über alle Altersgruppen hinweg haben Frauen noch mehr Lebensjahre vor sich.
Bei beiden Geschlechtern steigt die voraussichtliche Lebenserwartung mit zunehmendem Alter: Eine Frau, die 2021 geboren wurde, wird voraussichtlich 83,5 Jahre alt, war sie 2021 bereits 30 Jahre alt, wird sie voraussichtlich 83,9 Jahre alt, und wenn sie bereits 80 Jahre alt war, wird sie voraussichtlich 90 Jahre alt.

Bei beiden Geschlechtern ist die Lebenserwartung in den letzten 20 Jahren gestiegen. Bei Männern ist dieser Anstieg etwas stärker: Wurden im Jahr 2002 geborene Frauen im Schnitt 5,9 Jahre älter als gleichaltrige Männer, sind es für die im Jahr 2021 Geborenen voraussichtlich nur etwa 5,2 Jahre.

Im Jahr 2021 wurden knapp über 39.000 Kinder in Berlin geboren. Etwas mehr als die Hälfte der Eltern-Paare war verheiratet.
2000 wurden nur etwa 30.000 Kinder geboren. Die größte Geburtenzahl gab es im Jahr 2016 mit etwa 41.000 Geburten, die niedrigste im Jahr 2005 mit etwa 29.000 Geburten. 2016 war das einzige Jahr, in dem mehr nicht verheiratete Paare ein Kind zur Welt brachten als verheiratete. Seitdem kamen zunehmend weniger Kinder bei unverheirateten Paaren zur Welt, während die Geburtenzahl bei verheirateten Paaren mehr oder weniger gleichblieb.

Wie leben die Berlinerinnen und Berliner?

Demografische Daten zur Lebensform

Im Jahr 2021 gab es in Berlin etwa 552.000 Haushalte mit zwei Personen, 202.000 mit drei und 199.000 mit vier und mehr Personen sowie über eine Million Einpersonenhaushalte. Mit fast 210.000 werden letztere meistens von Frauen über 65 Jahren geführt. Im Alter von 25 bis 54 Jahren leben mehr Männer als Frauen allein.

Die meisten Kinder werden von Ehepaaren großgezogen. Seit 2000 steigt die Zahl der Kinder in Lebensgemeinschaften kontinuierlich an. Die Zahl der Alleinerziehenden pendelte um 150.000 Personen – die meisten von ihnen sind alleinerziehende Mütter.

Bei beiden Geschlechtern leben in der Altersgruppe von 25 und 34 Jahren die meisten Menschen allein (Männer etwa 124.000, Frauen etwa 99.000). Bis zu einem Alter von 54 Jahren leben jeweils mehr Männer allein.
Die mit Abstand größte Anzahl an Single-Haushalten führen Frauen, die älter als 65 Jahre sind: Mit fast 210.000 sind es mehr als doppelt so viele Frauen, die in dieser Altersgruppe allein leben (Männer: 99.400).

Im Jahr 2021 gab es bei den Familien mit Kindern etwa 270.000 Ehepaare, 143.000 Alleinerziehende (davon über 118.000 alleinerziehende Mütter und etwa 24.500 alleinerziehende Väter) und knapp 72.000 Lebensgemeinschaften.

Über alle Jahre hinweg sind Ehepaare der häufigste Familientyp mit Kindern, gefolgt von alleinerziehenden Müttern. Erst dann folgen die Lebensgemeinschaften.
Die Zahl der Ehepaare mit Kindern war im Jahr 2000 mit gut 282.000 am höchsten, nahm bis 2011 auf etwa 213.000 ab und ist seitdem wieder kontinuierlich gestiegen. Andersherum bei den Alleinerziehenden: Ihre Zahl war im Jahr 2000 mit knapp 132.000 am niedrigsten, stieg bis 2015 auf gut 158.000 an. Bis 2018 sanken die Zahlen wieder leicht, stiegen aber in den Jahren 2019 und 2020 jeweils wieder an.
Die Zahl der Lebensgemeinschaften mit Kindern ist von etwa 40.000 im Jahr 2000 bis ins Jahr 2018 mit etwa 78.000 stetig gestiegen. Seit 2019 sank die Zahl auf 71.600 im Jahr 2021.

Im Jahr 2021 gab es in Berlin über eine Million Einpersonenhaushalte, etwa 552.000 Haushalte mit zwei Personen, 202.000 mit drei und fast 199.000 mit vier und mehr Personen. Es sind eher Frauen als Männer, die in Singlehaushalten leben.

Die Gesamtzahl aller Haushalte ist von 2000 bis 2021 gestiegen. Am stärksten bei den Einpersonenhaushalten (2000 ca. 866.000, 2020 über 1 Million).

Open Data Portal des Landes Berlin

Weiterführende Daten finden sich im Open Data Portal des Landes Berlins

Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung

Abteilung Frauen und Gleichstellung

Ansprechpartnerin:

Dr. Josephine Lichteblau