Die Nicaraguanische Opposition im Exil: Chancen, Risiken und Perspektiven

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Das Bezirksamt lädt zur öffentlichen Diskussionsveranstaltung “Die Nicaraguanische Opposition im Exil: Chancen, Risiken und Perspektiven“ ein.

Wann und wo?
Im Aquarium, Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin
Am 7. Oktober 2026, Einlass um 19 Uhr; Beginn: 19:30 Uhr, Ende ca. 22 Uhr

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet auf Spanisch mit Simultanverdolmetschung ins Deutsche statt.

Proteste mit Baum

Wir diskutieren mit Prof. Dr. Ernesto Medina und mit Doria Maria Tellez über die aktuelle politische Lage in Nicaragua und nehmen dabei folgende Fragen in den Fokus:

• Welche Möglichkeiten für politische Opposition gibt es innerhalb Nicaraguas aktuell noch? Welche Formen der Oppositionsarbeit gibt es im Exil und wie ist diese organisiert?

• Wie ist die Situation in der Partnergemeinde San Rafael del Sur?

• Welche Rolle spielen regionale und internationale Akteure, z.B. die UN oder andere Regierungen?

• Was können wir in Deutschland/Europa und insbesondere im Kontext der bezirklichen Partnerschaft tun, um eine friedliche Transition zu unterstützen?

Proteste in Managua

Hintergrund der Gäste:

Prof. Dr. Ernesto Medina: Der ehemalige Rektor der Universidad Americana in Nicaragua und Träger des Bundesverdienstkreuzes unterstützte im Jahr 2018 insbesondere die Studierendenbewegung gegen die Regierung unter Daniel Ortega. Aufgrund der starken Repressionen ging er bis 2023 nach Berlin ins Exil. Aufgrund seines politischen Engagements wurde ihm die nicaraguanische Staatsbürgerschaft entzogen.

Dora Maria Tellez: Die ehemalige nicaraguanischen Guerillakommandantin Dora María Tellez war während der Revolutionsregierung (1979-1990) Vizepräsidentin des Staatsrats, Gesundheitsministerin und Abgeordnete in der Nationalversammlung. Bereits im Jahr 1995 verließ sie die Sandinistische Nationale Befreiungsfront (FSLN) und wurde Mitbegründerin der Sandinistischen Erneuerungsbewegung (MRS). Für ihre offene Opposition gegen die Regierung Ortega-Murillo wurde sie im Jahr 2021 verhaftet. Nach über anderthalb Jahren in Isolationshaft wurde sie mit über 220 anderen politischen Gefangenen außer Landes gebracht, ausgebürgert und enteignet.

Koordination Kommunale Entwicklungspolitik

Helena Jansen