Hauptausschuss gibt Mittel des Sondervermögens für Projekte in Friedrichshain-Kreuzberg frei
Pressemitteilung Nr. 280 vom 04.09.2026
Der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat in seiner Sitzung am Mittwoch rund 15,9 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastrukturinvestitionen in Friedrichshain-Kreuzberg freigegeben.
Rund fünf Millionen Euro fließen in die energetische Sanierung und Erneuerung der Wärmeversorgung im Gebäudekomplex Bethanien in Kreuzberg. Der Weiterbetrieb des Kunstquartiers Bethanien als Zentrum für Kunst, Kultur und Soziokultur kann so bewahrt und für die Zukunft gesichert werden und dabei eine CO2-Reduktion herbeigeführt werden. Auch die Heizkosten können so gesenkt werden.
Mit 3,31 Millionen Euro ist die Umgestaltung des Fraenkelufers und der Regina-Jonas-Straße geplant. Im Zusammenhang mit dem künftigen Jüdischen Zentrum Fraenkelufer sollen notwendige Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt und der öffentliche Raum zugleich entsiegelt, begrünt, barriereärmer und für Fuß- und Radverkehr verbessert werden. Auch der Verlust öffentlicher Grünflächen durch den Neubau des Zentrums soll kompensiert werden.
Weitere Schwerpunkte sind die Asbestsanierung der Bergmannkiez-Gesamtschule (600.000 Euro) sowie die Sanierung ihrer Ausgabeküche (350.000 Euro). Für das Heinrich-Hertz-Gymnasium sind 1,8 Millionen Euro für die Erstausstattung des Neubaus am Ostbahnhof vorgesehen.
Am Gebäude Adalbertstraße 23b, indem verschiedene Einrichtungen des Jugendamtes und freier Träger untergebracht sind, sollen für etwa zwei Millionen Euro rund 340 marode Fenster saniert bzw. erneuert werden.
Darüber hinaus sind 500.000 Euro für eine stationäre Notstromversorgung des Gesundheitsamtes in der Urbanstraße und 230.000 Euro für eine moderne, sichere Infrastruktur zur Verschlüsselung und digitalen Signatur von E-Mails und Dokumenten vorgesehen.
Mit weiteren 2,086 Millionen Euro soll das bezirkliche Gebäude in der Glogauer Straße 13 in Kreuzberg insbesondere brandschutztechnisch saniert werden.
Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann: „Mit den Mitteln des Bundes können wir dringend notwendige Investitionen in unsere Schulen, öffentlichen Gebäude und die Infrastruktur unseres Bezirks voranbringen. Wir investieren hier einerseits in die Gebäudeinfrastruktur und betreiben andererseits aktiven Klimaschutz, indem wir die Liegenschaften energieeffizient modernisieren.“