Berliner Senat kürzt die Kulturfonds um 25 Prozent

Pressemitteilung Nr. 287 vom 12.09.2025

Nach dem Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2026 und 2027, der vom Berliner Senat verabschiedet wurde und aktuell dem Abgeordnetenhaus zur Beratung vorliegt, werden die Mittel die der Senat für die bezirkliche Kultur zur Verfügung stellt um insgesamt rund 25 Prozent gekürzt.

Im Einzelnen betrifft dies zum überwiegenden Teil den Fonds für Ausstellungsvergütungen in den Kommunalen Galerien und den Fonds für Bezirkliche Projekte im Stadtraum, die ganz abgeschafft werden, sowie Kürzungen und Umschichtungen beim Fonds für Jugendkunstschulen und die Zuschüsse an Kinder-, Jugend- und Puppentheater!

Die Erhöhungen des Bezirkskulturfonds und des Fonds für Kommunale Galerien können diese Kürzungen nicht kompensieren. Diese drastischen Kürzungen werden vor Ort zu harten Einschnitten führen: weniger Ausstellungen, weniger ausgestellte Künstler*innen, weniger Veranstaltungen, weniger Vermittlungsangebote, weniger geförderte Projekte.

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann: „In der Fläche droht also ein Qualitäts- und Quantitätseinbruch in der bezirklichen Kultur! Mit diesen drastischen Kürzungen sendet der Senat ein fatales Signal an die freie Szene und an die kulturelle Bildung in den Bezirken. Wenn Fördermittel um ein Viertel reduziert und zentrale Fonds ganz gestrichen werden, bedeutet das unweigerlich: weniger Kunst, weniger Teilhabe, weniger Chancen – besonders für junge Künstler*innen und ein junges Publikum. Entgegen der Versprechungen verschärft der schwarz-rote Senat die massive Kürzungen in der Berliner Kultur auf Kosten der Bezirkskultur, der freien Szene und der Kulturangebote für Kinder und Jugendliche. Mit großem Hin- und Herschieben der Gelder innerhalb des Haushalts scheint der Senat zu versuchen, dies verschleiern zu wollen.“

Hier die Einsparungen aus dem Landeshaushalt für alle Bezirke im Detail:

  • Einsparungen aus dem Landeshaushalt für die bezirkliche Kultur

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