Olaf Schenckenberg ist der Geschäftsführer der Vuesch gGmbH, die Träger beider Zirkusangebote ist. Er wollte eigentlich Lehrer für Biologie und Geschichte werden. Am Ende wurde er Zirkuspädagoge und Veranstaltungskaufmann. Er hat immer geturnt und wurde in seiner Heimatstadt angesprochen, als er im Handstand durch die Innenstadt lief. So kam er in den 1980er Jahren zur Akrobatik. Bevor er mit dem Zirkus Zack in Friedrichshain startete, war er einige Jahre beim Circus Fantasia in Rostock beschäftigt.
Seit 1999 ist der Vuesch e.V. auf dem RAW-Gelände beheimatet. Begonnen wurde als Plattform für Artistik mit Angeboten für erwachsene Laien und Profis. Auf dem ehemaligen Gelände der Reichsbahn begann es für das Team Ende der Neunzigerjahre noch ohne Wasser und Strom. Olaf Schenckenberg erinnert sich an die Anfänge: „Irgendwann habe ich einen Klowagen gekauft, der vorher im Backstagebereich des Tempodrom stand. Da waren schon vorher viele Superstars auf Toilette gegangen.“
Seit 2001 gibt es dort unter dem aktuellen Namen Angebote für Kinder. „Dann waren wir plötzlich nicht mehr nur ein paar verstreute Künstler, sondern für ganz viele Familien aus dem Kiez Teil des Alltags“, beschreibt der Geschäftsführer. 2002 fand dann die erste große Vorstellung mit Kindern und Jugendlichen statt. „Das war unglaublich gutes Timing“, erinnert sich Olaf Schenckenberg. Damals lief der Zwischennutzungsvertrag für das Gebäude aus. „Nach der tollen Show bekamen wir dann einen Zehn-Jahresvertrag.“ Viele Friedrichshainer Familien seien inzwischen mit dem Zirkus verbunden.