Der Kammerchor ist ein lokaler Chor aus der Samariterkirche. Er ist im Jahr 2019 aus der Kirchengemeinde heraus entstanden und gibt in der Regel zwei Konzerte im Jahr. Außerdem singt er in Gottesdiensten und bei Trostkonzerten auf dem Friedhof der Kirchengemeinde. Die Chorleitung hat Martina Kürschner inne, die als Organistin und Kantorin vor allem durch ihr langjähriges Wirken an der historischen St. Marienkirche in Berlin-Mitte bekannt geworden ist. Sie leitet den Chor seit 2023. Der Kammerchor ein gemischter Chor mit aktuell zwölf Sänger*innen. Er singt vierstimmig und hat ein schnelles Lerntempo. „Wir singen anspruchsvolle Musik und freuen uns über neue Mitglieder, insbesondere Tenöre“. Geprobt wird in der Regel mittwochs um 19.30 Uhr. Für neue Sänger*innen ist ein Vorsingen erforderlich, um festzustellen, ob das Niveau zum Chor passt. „Bei uns gibt es eine sehr hohe Verbindlichkeit, an den Proben teilzunehmen. Viele der Mitglieder üben auch alleine zu Hause mit Noten.“ Das Repertoire des Kammerchores ist sehr vielfältig und reicht vom Barock über die Romantik bis hin zu zeitgenössischer Chormusik.
Mit Musik ein Zeichen für Menschlichkeit setzen
Anne Macauley organisiert das Benefiz-Konzert des Kammerchors.
Bild: Sara Lühmann
Was können wir tun, um die Seenotrettung im Mittelmeer zu unterstützen? Das fragten sich engagierte Chormusiker*innen aus Friedrichshain und stellten kurzerhand ein Programm für ein Benefizkonzert am 11. Juli in der Samariterkirche auf die Beine. Mit ihrer Musik sammeln sie für das Bündnis United4Rescue. Der Verein unterstützt die zivile Seenotrettung im Mittelmeer und setzt sich dafür ein, dass Menschen auf der Flucht nicht ertrinken. Mit Spenden fördert der Verein unter anderem Rettungsschiffe, ein Aufklärungsflugzeug und Einsätze von Seenotrettungsorganisationen, um Menschenleben zu retten. Darüber hinaus setzt sich das Bündnis politisch für eine verlässliche staatliche Seenotrettung, sichere Fluchtwege und faire Asylverfahren ein.
Eine der Organisator*innen des Benefizkonzerts ist die Friedrichshainerin Anne Macauley. Sie singt schon seit Schulzeiten im Chor. Im Auslandsjahr in England trat sie dem Guildford Philharmonic Choir bei, der gerade das Brahms-Requiem probte. So übernahm sie dort gleich auch die Rolle der Ausspracheexpertin. Während des Studiums und lange Zeit nach ihrem Abschluss war sie in Humboldts Philharmonischen Chor aktiv. Nach der Geburt ihrer Tochter war sie auf der Suche nach einem neuen familienfreundlichen Chor und fand ihn 2021 wohnortnah in der Samariterkirche. Wie die meisten Chormitglieder wohnt Anne selbst in Samariterviertel. „Wir sind alle hier in der Nachbarschaft sehr verwurzelt.“