In einem hellen Loft stehen große Schneide- und Arbeitstische. Die Wände zieren feine italienische und japanische Papiere, aus denen in Handarbeit individuelle Schmuckverpackungen, kleine und große Schachteln, Fotoalben und Ordnungssysteme entstehen – Maßanfertigungen, die europaweit in der SchachtelMacherei nachgefragt werden.
Herr Kadir lässt sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Er arbeitet seit 13 Jahren in den Werkstätten, war zwischenzeitlich im Café tätig und ist wieder in die Schachtelproduktion zurückgekehrt, weil ihm die Arbeit dort besonders gefällt. Etwa 20 Papierspezialisten setzen hier nach entsprechender Anleitung die Produktion um.
Besonderes Geschick, Konzentration und viel Geduld erfordert die Arbeit in der FlechtManufaktur. „Die Flechterei ist das älteste Gewerbe an diesem Standort. Es dauert einige Zeit, bis die Mitarbeitenden die unterschiedlichen Muster sicher beherrschen. Wir flechten und restaurieren hier vor Ort.“
An Aufträgen mangelt es nicht: In den Regalen warten in die Jahre gekommene Rattan- und Rohrmöbel, Liegen sowie Gründerzeitstühle auf ein neues Geflecht. „Wir haben auch eine kleine Tischlerei, die die Möbel aufarbeitet – die Sitzflächen werden hier erneuert.“