Wasserspartipps zum Weltwassertag

Katja Frenz

Am 22. März wird international der Weltwassertag gefeiert. Aus diesem Anlass gibt unsere Kollegin Katja Frenz, die im Amt für Umwelt und Naturschutz für die Umweltbildung zuständig ist, Tipps zum Wassersparen im Alltag:

Wassersparen beginnt im Kopf: Ein bewussterer Umgang unserer wertvollen Ressource schützt am meisten vor unnötigem Verbrauch.

Dusche

1. Duschen statt Vollbad

Eine herkömmliche Badewanne fasst 150 bis 200 Liter. Beim Duschen verbrauchen wir im Schnitt 70 Liter.

2. Wasser sparen beim Duschen

Der Wechsel auf einen Sparduschkopf führt bei jeder Dusche zu einer Senkung auf sechs bis sieben Liter pro Minute statt zwölf bis 15 Liter. Wichtig ist dabei auch die Wassertemperatur.
Je kälter das Wasser, desto größer die Ersparnis im Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen. Entscheidend ist vor allem die Duschdauer und Häufigkeit!

3. Wasser sparen am Wasserhahn

Das gelingt einerseits durch den einfachen Einbau von sogenannten Perlstrahlern und Wassermengenreglern, die direkt an den Hahn geschraubt werden und dem durchlaufenden Wasser Luft zuführen. Die Durchlaufmenge reduziert sich dadurch von fünf bis sieben Litern pro Minute auf zwei bis fünf Liter.
Vor allem sollten wir mehr kaltes statt warmes Wasser benutzen und dies so oft wie möglich abdrehen oder das Gemüse in einer Schüssel mit Wasser waschen.

Blumen gießen

4. Wäsche effizient reinigen

Das Wäschewaschen verbraucht durchschnittlich etwa zwölf Prozent des Wassers im Haushalt. Entscheidend für Kosten und CO2 ist vor allem der Energieverbrauch, um das Wasser zu erhitzen. Dank moderner Kaltwaschmittel genügen meist niedrigere Temperaturen, die Ökoprogramme haben einen geringeren Wasser- und Energieverbrauch. Auch auf die Vorwäsche zu verzichten, ist oft kein Komfortverlust, spart aber viel Wasser, Energie und schont die Kleidung. Ist die Wäsche stark verschmutzt, sollte besser länger statt heißer gewaschen werden. Gegen hartnäckigen Schmutz und Bakterien hilft eine einzelne heiße Wäsche nach einigen normalen Waschgängen. Ein Großteil der Wäsche kann auch mit Gallseife vorbehandelt werden.

5. Geschirr möglichst in einer vollen Spülmaschine reinigen

Zwölf Gedecke verbrauchen beim Abwasch per Hand rund 50 Liter, eine neue Spülmaschine nur 19 Liter Wasser.

6. Gießen von Pflanzen möglichst mit Regenwasser

Nähmaschine

Virtuelles Wasser sparen

Gemeint ist das Wasser, das bei der Produktion von Waren verbraucht oder verschmutzt wird. Solange wir konsumieren, können wir die Wassermenge (4.000 Liter pro Tag/Person!) nicht vermeiden – wohl aber reduzieren.

Und so geht es:

  • flicken statt wegwerfen/ gebraucht statt neu kaufen. Denn um ein einziges Baumwoll-T-Shirt herzustellen, braucht es schätzungsweise 2.700 Liter Süßwasser, was der Menge entspricht, die eine Person in 2,5 Jahren trinkt. Eine Jeans verbraucht in der Herstellung sogar 8.000 Liter!
  • Produkte lange benutzen
  • Lebensmittel saisonal und regional einkaufen. Der Wasserverbrauch von einem Kilo Avocado aus Südamerika liegt bei rund 1000 Litern, der eines in Deutschland geernteten Kilos Kartoffeln bei „nur“ 300 Litern.
  • weniger Fleisch konsumieren
  • Recyclingpapier verwenden
  • Leitungswasser trinken