Ein berührender Kinoabend mit „Hausnummer Null“

Helena Jansen, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Eva Hein, Bezirksamt Neukölln, Regisseurin Lilith Kugler und der Hauptdarsteller Chris im Kino Moviemento

Helena Jansen, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Eva Hein, Bezirksamt Neukölln, Regisseurin Lilith Kugler und der Hauptdarsteller Chris im Kino Moviemento

Am Dienstag, den 15. April boten die Koordinationsstellen für Kommunale Entwicklungspolitik Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln gemeinsam ein besonderes Programm im Kreuzberger Kino Moviemento: Lilith Kuglers preisgekrönter Film Hausnummer Null mit anschließendem Gespräch.

Der Film zeigt den Alltag des obdachlosen Protagonisten Chris, den die Regisseurin über zwei Jahre hinweg porträtiert hat. Intime Nahaufnahmen aus respektvoller Distanz der Kamera ermöglichten dem Publikum einen ungeschönten, aber würdevollen Einblick in sein Leben zwischen U-Bahnhöfen, Hilfsangeboten und dem Kampf gegen die Drogenabhängigkeit.

Im anschließenden Gespräch bekam das Publikum die Gelegenheit, direkt mit Chris über seine Erfahrungen auf der Straße ins Gespräch zu kommen. Hierbei wurde insbesondere die überraschend große Solidarität der Nachbarschaft thematisiert.

Große Gefahr der Vereinsamung

„Ich zog an die S-Bahn-Station Friedenau und nach einer Stunde hatte ich 20 Euro und einen Kaffee“, berichtet Chris. Er berichtet von den Herausforderungen des Lebens auf der Straße, die er täglich meistern musste. Die Gefahr der Vereinsamung sei groß. Das mache es schwieriger, dieses Leben auf der Straße aus eigener Motivation hinter sich zu lassen. Lilith Kugler ergänzte Chris‘ Erzählungen mit persönlichen Eindrücken von den Dreharbeiten.

Die Kooperation der Bezirksämter erwies sich als wichtiges Signal, gesellschaftliche Verantwortung nicht auszublenden. Der Abend endete mit dem Appell, Chris‘ Geschichte als Auftrag zu verstehen, die unsichtbaren Grenzen in unserer Stadt gemeinsam zu überwinden.

Bei Interesse an einem ehrenamtlichem Engagement wenden Sie sich gern an helena.jansen@ba-fk.berlin.de

Für all diejenigen, die es am vergangenen Dienstag nicht ins Kino geschafft haben: Der Film steht auch online (Zur ZDF-Mediathek)”:https://www.zdf.de/dokus/hausnummer-null-movie-100 zur Verfügung.