„Wir bringen bei unseren Hausbesuchen viel Zeit mit und hören genau zu, was unseren Gesprächspartnern fehlt, und was sie sich wünschen.“ Die einzelnen unterschiedlichsten Bedarfe werden so an die Lots*innen herangetragen.
„Manche ältere Paare machen sich Sorgen, was denn wäre, wenn der Partner eines Tages nicht mehr da sei. Andere leben allein und möchten mehr Sport machen oder einfach wieder andere Menschen treffen. Wieder andere interessieren sich zum Beispiel für die Erstellung einer Vorsorgevollmacht.“ In allen Fragen informieren die Lots*innen über Institutionen und helfen mit den richtigen Kontaktadressen weiter, maßgeschneidert.
Annette Jooss: „Bei unseren Besuchen zeigen wir den Menschen Möglichkeiten und Perspektiven, damit sie so lange wie möglich gesund bleiben, und so lange wie möglich eigenständig leben können.“
Das Angebot der „Berliner Hausbesuche“ ist kostenlos. Aus Datenschutzgründen dürfen die Lots*innen erst Kontakt aufnehmen, wenn die betroffenen Personen dies ausdrücklich wünschen. „Damit die Menschen in den Bezirken erfahren, dass es uns gibt, und was wir kostenfrei für sie tun können, wird zuvor das Bezirksamt aktiv.“
Ab dem 70. Geburtstag verschickt das Bezirksamt im Fünf-Jahres-Rhythmus persönliche Briefe an die Jubilar*innen. „Mit diesem Brief bekommen die Menschen unsere Kontaktdaten und eine Erklärung, was wir für sie tun können. Und wie sie uns erreichen können. Dann können sie uns anrufen.“ Aber auch alle Menschen, die über 70 Jahre alt sind und noch keinen Brief vom Bezirksamt erhalten haben, können einen Hausbesuch bekommen. „Bei Interesse kann man sich einfach bei uns melden.“
Täglich zwischen 9 Uhr und 16 Uhr ist das Team – Lots*innen arbeiten immer im Tandem – telefonisch erreichbar.
„Bei uns geht tatsächlich ein Mensch ans Telefon, das ist uns sehr wichtig! Schon beim Erstgespräch hören wir genau zu und unterhalten uns darüber, was genau wir für unsere Gesprächspartner tun können“. Wenn alles telefonisch besprochen ist, stellen die Lots*innen ein entsprechendes Informationspaket zusammen und besuchen die Person zu Hause. „Oder wir treffen uns in einem Café. Wir finden in jedem Fall einen Ort, der für ein Treffen passt. Da sind wir flexibel und respektieren den Wunsch unserer Gesprächspartner. “Immer wieder wählen auch die erwachsenen Kinder älteren Menschen die Nummer der „Berliner Hausbesuche“: „Sie melden sich bei uns, um zu fragen, welche Möglichkeiten sich für die Eltern im Bezirk ergeben. Wenn gewünscht, vereinbaren wir dann einen Hausbesuch mit der betroffenen Person, bei dem natürlich die Kinder oder andere interessierte Personen gern dabei sein können.“