Swantje Glock

Swantje Glock mit Unterlagen umringt von einer Gruppe Menschen

“Mit ein bisschen Fantasie kann man in Berlin noch heute in jedes Jahrhundert eintauchen: in das Leben in der preußischen Zeit, der Weimarer Republik, der geteilten Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg, … “

Swantje Glock

Der Weg zur Stadtführerin

Begonnen hat das Interesse an Architektur und Stadtgestaltung schon in ihrer Kindheit. Swantje Glock, in den 70er Jahren im noch eigenständigen Stadtbezirk Prenzlauer Berg aufgewachsen, konnte sich dem Eindruck der alten Hausfassaden aus der Gründer- und Jahrhundertwendezeit kaum entziehen. So viele verwitterte, hübsche und verschlungene Ornamente und Figuren waren da zu entdecken, Schilder und Aufschriften, die auf weit zurückliegende Zeiten wiesen, mit Kriegsspuren überzogen. Was später gern als „morbider Charme“ der alten Häuser bezeichnet wurde, war für Swantje Glock eher ein rätselhaftes Bild, welches es zu entschlüsseln galt.

Das Interesse für die Stadtgeschichte, bedeutende Kunstschätze, Museen und herausragende Architektur wurde durch die Eltern geweckt. Deren Faszination für die Berliner Kunst- und Kulturgeschichte haben sie als Stadtführer ihrer Tochter vorgelebt. Und so hat Swantje Glock zwischen Abitur und Studienbeginn im Sommer 1990 den Ausbildungskurs zur Stadtbilderklärerin absolviert. Dieser sollte der allerletzte überhaupt sein, der vom Magistrat der Stadt Berlin (Ost) durchgeführt wurde, denn kurz darauf war die DDR selbst Geschichte.

Mit nur 19 Jahren begann Swantje Glock Einheimischen und Gästen die Stadt zu zeigen. Zunächst touristisch per Bus, später auf Kiezspaziergängen und thematischen Rundgängen. Das Studium an der Humboldt-Universität und der Universidad de Complutense in Madrid wurde später durch die Fächer Politik und Soziologie ergänzt, letzteres mit dem Schwerpunkt Stadtsoziologie.

Der Blick auf die Stadt, als sich wandelnder Stadtorganismus, ist für Swantje Glock die Sicht auf einen Lebensraum, den es immer wieder neu zu verstehen gilt. „Bei genauerem Hinsehen spiegeln Mikrobereiche, wie die Wohnstadt Carl Legien, die letzten Jahrhunderte wider und geben uns über früheres Leben Auskunft. Mit ein bisschen Fantasie kann man in Berlin noch heute in jedes Jahrhundert eintauchen: in das Leben in der preußischen Zeit, der Weimarer Republik, der geteilten Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg, und man versteht die tiefgreifenden Veränderungen seit der Wiedervereinigung.“ erklärt sie begeistert.

So wird die Kulturbrauerei vor und nach dem Mauerfall betrachtet oder Willy Brandts Wirken in und für Berlin erkundet. Besonders inspirierend findet Swantje Glock die bereichernden Erfahrungen der Teilnehmer:innen – sei es der frische Blick oder die verständlichen Fragen der Zugezogenen oder das Erlebte der Alteingesessenen. Die verschiedenen Sichten auf das Stadtleben ist für die leidenschaftliche Stadtsoziologin das Schönste, was sie gerne teilt.

Die Stadtsoziologie

… bietet eine umfassende Analyse der Stadtentwicklung, Mobilität und urbanen Gesellschaften, um ein besseres Verständnis des städtischen Lebens zu entwickeln. Sie liefert Erkenntnisse, die für Politiken und Programme zur Verbesserung des städtischen Lebens von entscheidender Bedeutung sind. Ein interessantes Beispiel für die Anwendung der Stadtsoziologie ist die Untersuchung von Gentrifizierung, die verdeutlicht, wie wirtschaftliche Veränderungen in Stadtteilen sowohl positive als auch negative soziale Auswirkungen haben können.

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