– Von Mechthild Flemming
Der Arbeitsalltag von Grafikdesigner:innen findet zumeist in Programmen der Adobe Creative Cloud statt. Dabei gibt es bereits viele Apps, Programme mit ähnlichen Arbeitsbereichen, zum Beispiel Canva. Eine wirkliche Alternative für Photoshop, Illustrator und InDesign ist bisher die Affinity Suite, da nur diese annähernd über die Werkzeuge für Layout, Typografie, Bildretusche und Vektorzeichnung verfügt wie Adobe.
Einzigartig bei Adobe ist der Einzug der Künstlichen Intelligenz (KI) in die Arbeitsoberfläche. Diese macht unter anderem das Bearbeiten von Fotos nun viel leichter. Dabei geht es nicht nur darum, KI-Bildinhalte zu generieren, was die meisten Online-Tools anbieten, vielmehr hilft hier die KI bei der Bildretusche, Formatänderung und Farbanpassung.
Für die Entscheidung, sich mit diesen umfangreichen Programmen zu beschäftigen, steht im Vordergrund, in welchem Format etwas entsteht und mit wem zusammengearbeitet wird. Wenn eine Broschüre, ein Flyer oder eine professionelle Briefvorlage das Ziel ist, kommt man in Word oder Canva nicht weit.
Unabhängig von aller Software gibt es gestalterische Grundregeln, die für die Lesbarkeit eines Textes, die Strukturierung eines Formates und einer eindeutigen Bildsprache wichtig sind. Diese Regeln sind Teil unserer Kultur, oft über Jahrhunderte geprägt, und beeinflussen unsere Seh- und Lesegewohnheiten bis heute. Da hilft uns die KI wenig. Aber sie kann ein gutes Werkzeug sein, um unserer Kreativität noch mehr Freiheiten zu schenken.