Ludwig Schindler

Ludwig Schindler beim Pilze sammeln

„Ich mache seit 2015 Pilzführungen, Pilzseminare für Einsteiger und kostenlose Pilzberatungen und bin Mitglied der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg (PABB e.V.).
Pilze sind wunderschöne Schöpfungen der Natur, deren Formenvielfalt und Lebensweise mich immer wieder aufs Neue faszinieren. Sie werden oft reduziert auf die zwei bis drei allseits bekannten Speisepilze. Aber ohne Pilze gäbe es zum Beispiel kein Bier, keinen Wein, keinen Sauerteig, keinen Kefir, keinen Käse und kein Penicillin.“

Pilze im Grünen

Die Welt der Pilze

Mit dem Pilzsachverständigen und Feldmykologen Ludwig Schindler unterwegs

Ludwig Schindler kommt ursprünglich aus dem Chiemgau (Oberbayern) und hat Forstwissenschaft und Umweltschutztechnik studiert. Bis zum Eintritt in den Ruhestand widmete er sein Berufsleben dem internationalen Wald- und Naturschutz. Er hat viele Jahre in Entwicklungs- und Schwellenländern gelebt und gearbeitet und von Deutschland aus Projekte der Entwicklungszusammenarbeit geplant und betreut. Jetzt widmet er sich leidenschaftlich dem Universum der Pilze. „Das Pilz-Gen habe ich von meinem Opa, der mich oft zum Pilzesammeln mitgenommen hat“, sagt er stolz.

Die Prüfung zum Pilzsachverständigen (PSV) der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) hat er 2015 nach vielen Seminaren abgelegt. 2022 kam die erfolgreiche Prüfung in der Feldmykologie (Stufe 2) hinzu. Die Hauptaufgabe der PSV ist die ehrenamtliche Pilzberatung („Körbchenberatung“) für Sammler:innen, die sich bei ihrem Pilzfund unsicher sind, sowie die Weitergabe des Wissens in Seminaren und durch Führungen. Bei der Ausbildung in Feldmykologie (FM) stehen die Artenkenntnis und Ökologie der Pilze im Mittelpunkt. Für die Stufe 2 wird die Kenntnis von ca. 500 Pilzarten und einschlägiges ökologisches Wissen verlangt. Feldmykologen sind für Feldstudien, Lehrveranstaltungen, Datenerhebung zu wissenschaftlichen oder naturschutzfachlichen Zwecken und Pilzkartierungen qualifiziert.

„Ich mache seit 2015 Pilzführungen, Pilzseminare für Einsteiger und kostenlose Pilzberatungen und bin Mitglied der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Berlin Brandenburg (PABB e.V.). Pilze sind wunderschöne Schöpfungen der Natur, deren Formenvielfalt und Lebensweise mich immer wieder aufs Neue faszinieren. Sie werden oft reduziert auf die zwei bis drei allseits bekannten Speisepilze. Aber ohne Pilze gäbe es zum Beispiel kein Bier, keinen Wein, keinen Sauerteig, keinen Kefir, keinen Käse und kein Penicillin.“

Pilze niemals auf Verdacht essen
„Es gibt viele schmackhafte Speisepilze“, betont er, „anderen werden Heilwirkungen zugeschrieben oder sie haben halluzinogene Wirkungen.“ Die meisten Pilze sind aber ungenießbar oder gar giftig. Es gibt kein allgemeines Merkmal, anhand dessen man Speisepilze von Giftpilzen unterscheiden kann. Man muss die Arten sicher erkennen können und darf niemals Pilze auf Verdacht essen, ist der dringende Rat von Ludwig Schindler. „Es gibt mindestens acht häufige Pilzarten in unseren Breiten, deren Gift tödlich ist. Ein mittelgroßer grüner Knollenblätterpilz reicht für die Reise ins Jenseits. Im Mittelalter gab es Epidemien mit Tausenden, qualvoll gestorbenen Vergiftungsopfern aufgrund eines heute weitgehend unbekannten Getreidepilzes.“

Ganzjährige Pilzsaison
Das Reich der Großpilze ist mit mehr als 15.000 Arten allein in Deutschland so formen- und artenreich, dass ein Menschenleben nicht ausreicht, um alle zu entdecken, schreibt die DGfM. Pilze wachsen das ganze Jahr über. Auch im Winter gibt es Hunderte von Pilzarten, auch einige essbare, die die Waldspaziergänger:innen meist gar nicht als solche erkennen. Das Frühjahr ist die Zeit der begehrten Speise- und Spitzmorcheln, des Mairitterlings und bald sprießen auch der Schusterpilz, der Sommersteinpilz und die ersten Pfifferlinge aus dem Waldboden.

Kontakt zur VHS Pankow

Servicetelefon: (030) 90295-1700

Fax allgemein: (030) 90295-1704
Fax Deutschbereich: (030) 90295-3939

Haus der Volkshochschule in Pankow

Persönliche Anmeldung: Donnerstag
10.00 – 12.00, 15.00 – 18.00 Uhr
Bezahlung: Kreditkarte / Girocard / SEPA-Lastschrift
(leider nicht rollstuhlgerecht, kein Fahrstuhl)

Volkshochschule Pankow im Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner

Persönliche Anmeldung: Mittwoch,
10.00 – 12.00, 14.00 – 17.00 Uhr
Bezahlung: Kreditkarte / Girocard / SEPA-Lastschrift
(Haupthaus mit Fahrstuhl, Vorderhaus/ServicePoint ohne Fahrstuhl)

Volkshochschule Pankow im Bildungszentrum am Antonplatz

Persönliche Anmeldung:
Dienstag, 12.30 – 16.00 Uhr
Bezahlung: Kreditkarte / Girocard / SEPA-Lastschrift
(Fahrstuhl vorhanden)

Anmeldung

Anmeldeformular siehe Download.
Tipp: Schneller geht es per Onlineanmeldung.
Informationen zur Anmeldung und zur Beratung finden Sie hier.