- Grafikdesignerin
Seit mittlerweile fünf Jahren unterrichten Sie Kalligrafie bei uns in verschiedenen Kursen. Wie sind Sie selbst zu dieser Kunstform gekommen und was motiviert Sie?
Eigentlich ist die Kalligrafie zu mir gekommen. Während meines Grafikdesign-Studiums an der damaligen FH Hildesheim hatte ich das Glück, mit Gottfried Pott einen Meister der Kalligrafie kennenzulernen. Sein motivierender Unterricht prägt mich bis heute. Aber natürlich habe ich auch andere Impulse aufgenommen und mehr und mehr meinen eigenen Stil gefunden.
Manchmal inspirieren mich Texte, die danach rufen, kalligrafisch umgesetzt zu werden. Gute schriftkünstlerische Arbeiten wecken Neugier durch ihre bildhafte Wirkung und müssen nicht sofort lesbar sein. Buchstaben sind grafische Formen, mit denen ich spielen kann – sie können fragmentiert, verschlungen, hingehaucht oder hingekrakelt sein. Für mich geht es darum, meine innere Gefühlswelt auszudrücken, nicht nur um den schön geschriebenen Text. Natürlich muss mir der Inhalt des Textes dann auch etwas bedeuten. Wozu sonst die ganze Mühe?