Seit 2007 bin ich als Türkischdozent an der Volkshochschule Pankow tätig und biete Kurse online und in Präsenz an, die sich an unterschiedliche Niveaustufen von A1 (Anfänger:innen) bis B2 (Fortgeschrittene) richten. Ich gebe auch Intensivkurse für einen schnellen Einstieg in die türkische Sprache sowie spezielle Einführungskurse, die die Struktur und Besonderheiten der türkischen Sprache und Kultur vermitteln.
Neben meiner Lehrtätigkeit widme ich mich in meiner Freizeit der Erstellung einer Enzyklopädie zur Stadtgeschichte Bagdads von 1780 bis 1918 und der Erforschung des türkischen Kinos.
Was ist das Besondere an der türkischen Sprache?
Die türkische Sprache ist klar und logisch aufgebaut. Die Satzstellung ist anders als im Deutschen – das Verb steht meist am Ende. Aussagen und Informationen werden über aneinandergereihte Endungen vermittelt, sodass sogar ein kompletter Satz aus einem einzigen Wort bestehen kann.
Ein Beispiel:
Uyuyamadım. = Ich konnte nicht einschlafen.
Außerdem gibt es keine Artikel und keine Geschlechter, was das Lernen erleichtert! Und dank der Vokalharmonie, die gewissen Gesetzmäßigkeiten folgt, klingen Wörter zudem besonders melodisch. Die Vokalharmonie ist auch der Grund, warum oft der Eindruck entsteht, es würde im Türkischen besonders viele „Ü“s geben.
Hier ein Beispiel mit dem Vokal „Ü“ und dem Verb „gülmek“ = „lachen“:
Seni güldürdüm. = Ich habe dich zum Lachen gebracht.
Meinen kleinen Beitrag möchte ich mit einem türkischen Sprichwort, das den persönlichen Gewinn durch das Erlernen einer Sprache hervorhebt, schließen:
Bir dil, bir insan
Iki dil, iki insan
Eine Sprache, ein Mensch.
Zwei Sprachen, zwei Menschen.