Die Region Nord- und Ostsyrien steht weiterhin vor großen Herausforderungen. Laut dem aktuellen Bericht des UN-Nothilfebüros OCHA (1. Quartal 2025) sind rund 16,5 Millionen Menschen in ganz Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen – etwa 69 % der Gesamtbevölkerung. In den von der Selbstverwaltung (AANES) kontrollierten Gebieten benötigen rund 2,9 Millionen Menschen Unterstützung – doch nur etwa ein Drittel konnte bislang erreicht werden.
Die Folgen wiederholter völkerrechtswidriger Luftangriffe der Türkei in den Jahren 2022 bis 2025 sind bis heute spürbar. Die gezielte Zerstörung ziviler Infrastruktur, etwa des Gaskraftwerks Siwêdiye bei Qamislo, hat die Strom- und Wasserversorgung stark beeinträchtigt. Viele Haushalte sind auf Dieselgeneratoren angewiesen – mit gravierenden gesundheitlichen Folgen. Die Wasserversorgung ist vielerorts instabil, was Hygiene, medizinische Versorgung und Zugang zu Trinkwasser massiv erschwert.
Gerade in dieser Situation zeigt sich, wie praktische Hilfe wirken kann. Die Delegation brachte konkrete Hilfe: der Verband Kurdischer Ärzt*innen in Deutschland e.V. übergab 72.000 € für dringend benötigte Dialysegeräte im Krankenhaus Dêrik, der Städtepartnerschaftsverein überbrachte den Ko-Bürgermeister*innen von Dêrik 27.400 € des Kinderhilfswerks GLOBAL CARE zur Sanierung einer vom Erdbeben beschädigten Schule. Die Sanierung zwei weiterer Schulen folgt.