Schulzeitung der Kreuzberger Refik-Veseli-Schule gewinnt Sonderpreis

Die Pädagogin Anna Gomer und das Team der „Hallo Refik!“-Readaktion

Die Pädagogin Anna Gomer und das Team der „Hallo Refik!“-Readaktion

Der Berliner Schülerzeitungswettbewerb ehrt jährlich die besten Schülerzeitungen aller Schulformen in der Stadt. Drei Schülerzeitungen aus Friedrichshain-Kreuzberg gehören in diesem Jahr zum Kreis der Besten! Eine Gewinner-Redaktion davon ist die Schulzeitung „Hallo Refik!“ der Kreuzberger Refik-Veseli-Schule, die für ihre herausragende Online-Präsenz mit einem Sonderpreis vom Jugendnetz Berlin in Höhe von 200 Euro ausgezeichnet wurde.

Die Refik-Veseli-Schule, mitten im Wrangelkiez in der Skalitzer Straße, ist als integrierte Sekundarstufe mit gymnasialer Oberstufe eine Schule für alle, die etwas lernen wollen und bis zum Abitur dabei bleiben. Das Schulmotto lautet: Sei mutig, schau hin, misch dich ein, sei solidarisch und handle! Du hast immer eine Wahl.

Den Schulalltag bunter und informativer gestalten

Die Kreuzberger Abiturientinnen Ayat und Janina sind zwei der Macher*innen der „Hallo Refik!“, die noch relativ neu auf dem Schulzeitungsmarkt ist. Getreu dem Motto ihrer Schule haben sie im Jahr 2023 laut darüber nachgedacht, wie sie den Schulalltag noch etwas bunter und informativer gestalten könnten. „Wir hatten schon länger überlegt, dass wir eine Schulzeitung brauchen. Es gibt so vieles zu berichten, was für viele hier an der Schule interessant sein kann. Dafür wollten wir uns einsetzen.“

Kaum verkündet, schon haben die beiden Schülerinnen Verbündete für die Umsetzung ihrer Idee gefunden: Die* Pädagogin Anna Gomer* und der Schulleiter Simon Groscurth unterstützten das Vorhaben sofort – mit Zeit, Geld und Ideen. Eine Online-Plattform wurde geschaffen und damit hatte die „Hallo Refik!“ ein virtuelles Zuhause gefunden.

Anna Gomer, die pädagogische und organisatorische Begleitung der Redaktion: „Zusätzlich zu unserer Online-Ausgabe geben wir zwei Mal im Jahr eine gedruckte Ausgabe heraus, die von Schülern und Eltern erworben werden kann.“ Aber bis eine Ausgabe in Druck gehen kann, muss die Redaktion der Schulzeitung hart arbeiten, Themen recherchieren, schreiben und sich regelmäßig absprechen.

Janina, die nach dem Abitur im Bereich Journalismus weitermachen möchte, erklärt die Arbeit im Team: „Im Moment sind wir etwa zehn feste Redakteurinnen und Redakteure. Das wird sich natürlich ändern, wenn Ayat und ich mit unserem Abitur die Schule zum Sommer verlassen werden.“ Bis dahin geben beide ihr Wissen an die jüngeren Redaktions-Kolleg*innen weiter.

Alles, was Frauen stark macht!

Auch Unterhaltungs-Redakteur Karol ist von Anfang an dabei: „Ich schreibe über die neuesten Online-Spiele und die dazugehörige Technik.“ Doch auch alltägliche Themen finden ihren Weg in die Schulzeitung.

Biologie-Fan Ayat, die nach dem Abitur gern wissenschaftlich arbeiten möchte, berichtet: „Wir sprechen und berichten über Feminismus, veröffentlichen Themen, die gerade junge Frauen sehr interessieren, oder beim Heranwachsen behilflich sein können. Alles, was uns Frauen stark macht!“ So gebe es in der kommenden Sommerausgabe einen Beitrag zum Thema Bodyshaming. „Wir glauben, dass sich viele Mädchen und auch Jungen von falschen Schönheitsidealen unter Druck gesetzt fühlen. Deshalb gehen wir darauf ein.“

Sercem geht zeitlich weiter zurück mit einer Geschichte über seine Großeltern, die bereits in den 1960er Jahren mit den ersten türkischen Gastarbeiter*innen nach Deutschland kamen. So bietet die „Hallo Refik!“ neben Spielen, Rätseln und Spaß ebenso anspruchsvolle Schullektüre für alle Leser*innen.

Über den Wettbewerbserfolg freuen sich alle Beteiligten riesig. Den Gewinn wollen sie dem Förderverein der Schule zur Verfügung stellen. Janina: „Unser Einsatz, besonders der von Frau Gomer hat sich gelohnt! Der Förderverein ist immer für uns da, wenn wir ihn brauchen, da geben wir gern etwas zurück.“