Moderne Arbeitswelten im Bezirksamt

Rudolf Liss

Rudolf Liss ist seit März dieses Jahres zentraler Ansprechpartner für die Einführung und Koordinierung moderner Arbeitswelten im Bezirksamt. In dieser Funktion ist er direkt beim Bezirksstadtrat für Schule, Sport und Facility Management, Andy Hehmke, angesiedelt. Ziel bei der Schaffung dieser neuen Stelle war es, das Thema innerhalb des Bezirksamtes auf der obersten Führungsebene anzubinden. Die zentrale Koordinierungsstelle mache es deutlich einfacher als eine Funktion, die in einem Fachamt angesiedelt ist.
Vorher war der Lichtenberger anderthalb Jahre lang im Facility Management des Bezirksamtes im Bereich des Flächen- und Umzugsmanagements beschäftigt. Er hat an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und der Berliner Hochschule für Technik (BHT) Facility Management studiert.

In seiner Funktion verschafft sich Rudolf Liss einen Überblick, wo es im Bezirksamt bereits Ideen und Projekte zum Thema gibt. Die Arbeitsplätze sollen verdichtet und vermehrt gemeinsam genutzt werden, also in Form von Desksharing. Auf die Verdichtung der Arbeitsplätze hatte sich das politische Bezirksamt im Vorjahr in einem Beschluss verständigt. Diese Verdichtung soll so umgesetzt werden, dass sich daraus keine Nachteile für die Belegschaft ergeben.
Rudolf Liss‘ Aufgabe ist es, das Desksharing attraktiv zu gestalten. „Die Beschäftigten sollen sich wohlfühlen.“ Viele Mitarbeiter*innen hätten Sorgen, wenn sich das Arbeitsumfeld verändere. „Wir möchten zeigen, dass das bei uns im Amt gut funktionieren kann.“

Computerzubehör

Umfassende Begleitung des Desksharings

Hintergrund der Neuorientierung sind einerseits veränderte Arbeitsformen, wie regelmäßiges Arbeiten im Homeoffice, aber auch beschränkte räumliche Kapazitäten. Im angemieteten Rathausstandort in Friedrichshain stehen dem Bezirksamt künftig weniger Büroräume zur Verfügung als noch in der Vergangenheit.

Er wird nun eine fachliche Projektgruppe gründen, in die zentrale Stellen mit entsprechender Expertise eingebunden werden sollen, um die Einführung von Desksharing umfassend zu begleiten. „Wichtig ist, dass jeder Bereich seine Expertise einbringen kann.“

Aktuell arbeitet er als Pilot mit dem Fachbereich DigiOrg des Steuerungsdienstes zusammen. Dort sind sieben Kolleg*innen beschäftigt, die sich aktuell zwei Büroarbeitsplätze teilen. Das funktioniere sehr gut, was jedoch auch daran liege, dass das Team nicht mit Akten arbeite und kein Archiv nutze. Dass die Arbeit ausschließlich digital erfolge, erleichtere die Umstellung. In Bereichen, die Papierakten führen, sei es komplizierter. „Akten und Archivflächen sind eine Herausforderung, aber auch die Bereiche mit Kundenverkehr.“

Im Fachbereich DigiOrg hat jede*r Kolleg*in ein eigenes Schließfach, in dem neben der eigenen Technik auch weitere persönliche Gegenstände verstaut werden, die im Arbeitsalltag genutzt werden.

Die technischen Voraussetzungen für ein flexibleres Arbeiten wie Dockingstationen und andere Hardware innerhalb der Büros sind bereits vorhanden.

Nach und nach wird der Koordinator alle Dienstgebäude des Bezirksamtes in Augenschein nehmen und begutachten wo und wie sich Desksharing umsetzen ließe. Derzeit konzentriert er sich auf die größten beiden Standorte in der Frankfurter Allee und in der Yorckstraße.