Ehrenamts-& Nachhaltigkeitsfest „Fair & Engagiert“ und Freiwilligen Engagement im Nachbarschaftshaus Urbanstraße

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (li) und Marion Dörner (re) bedankten sich herzlich und ehrten Pietra Delpopolo (mi) für ihren langjährigen Einsatz im Ehrenamtlichen Dienst

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (li) und Marion Dörner (re) bedankten sich herzlich und ehrten Pietra Delpopolo (mi) für ihren langjährigen Einsatz im Ehrenamtlichen Dienst

Wie unverzichtbar das Ehrenamt und freiwilliges Engagement ist, zeigte sich während der Berliner Freiwilligentage, aber auch während zur interkulturellen Woche. Ehrenamtliches Engagement schafft Raum für Begegnungen, unterstützt Gemeinschaftsprojekte und trägt zu einem nachhaltigen Miteinander bei.

Im Rahmen der Berliner Freiwilligentage wurde dieser Einsatz am 12. September im Sommergarten des AWO-Begegnungszentrums in der Kreuzberger Adalbertstraße gefeiert. Unter dem Motto „Fair & Engagiert“ kamen zahlreiche Besucher*innen zusammen, um sich auszutauschen, mitzuwirken und das Ehrenamt sichtbar zu machen.

Eingebettet in die Berliner Freiwilligentage und die Interkulturelle Woche bot die Veranstaltung eine bunte Mischung aus Gesprächen, Mitmachaktionen und kulturellen Beiträgen rund um die Themen Engagement und nachhaltiges Leben.

Für liebevolle Kinderbetreuung war ebenfalls gesorgt

Für liebevolle Kinderbetreuung war ebenfalls gesorgt

Liebevoll eingerichtete Infostände im AWO-Sommergarten

Schon beim Betreten des Gartens war die Atmosphäre von Offenheit und Begeisterung spürbar. „Guten Morgen“, begrüßte die Leiterin der Begegnungsstätte Christiane Börühan fröhlich die Gäste – ein Gruß, der, wie sie lachend betonte, „in Kreuzberg eigentlich zu jeder Tageszeit passt.“

Zwischen den liebevoll hergerichteten Infoständen, kreativen Angeboten für große und kleine Menschen und gemütlichen Sitzgelegenheiten kamen Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen zusammen, um sich auszutauschen, neue Ideen kennenzulernen und gemeinschaftlich an diesem Tag das Ehrenamt und in erster Linie auch die engagierten Helfer*innen im Ehrenamt zu feiern und zu ehren.

Die Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann machte sich in ihrem Grußwort vor Ort stark für den Erhalt von Begegnungsräumen wie dem AWO-Haus . Auch in unsicheren Zeiten sei es wichtig, Räume zu schaffen, in dem Menschen zusammenkommen können und den Stadtteil gemeinsam zu gestalten.

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann bedankte sich herzlich für den großartigen Einsatz im Ehrenamtlichen Dienst bei Pietra Delpopolo

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann bedankte sich herzlich für den großartigen Einsatz im Ehrenamtlichen Dienst bei Pietra Delpopolo

Eine besondere Ehrung für Pietra Delpopolo für ihr ehrenamtliches Engagement

Eine besondere Ehrung wurde Pietra Delpopolo zuteil, die über viele Jahre hinweg eine der treibenden Kräfte im AWO-Begegnungszentrum war. Mit großem Engagement prägte sie die Arbeit der Handarbeitsgruppe, in der sie ihr Können und ihre Kreativität weitergab, und auch in den Kochgruppen erfreuten sich ihre selbstgemachten Marmeladen stets großer Beliebtheit. Nun zieht sich Pietra Delpopolo aus gesundheitlichen Gründen aus ihrem Ehrenamt zurück – ein Schritt, der ihr nicht leichtfalle, da sie das Haus und die Menschen dort mit viel Herz begleitet habe. In bewegenden Worten dankten die Mitarbeiter*innen des Zentrums sowie das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Pietra Delpopolo für ihren langjährigen Einsatz und ihr unermüdliches Engagement, das das Begegnungszentrum nachhaltig bereichert hat.

Pietra Delpopolo gehört zu den Menschen, die das Begegnungszentrum der AWO über viele Jahrzehnte hinweg mit tief empfundener Herzlichkeit und großem Engagement bereichert haben. Die aus Italien stammende, unermüdliche Aktivistin hat die interkulturelle Arbeit in dieser einzigartigen Berliner Einrichtung maßgeblich mitgeprägt.

„Piera“, wie sie von vielen liebevoll genannt wird, engagierte sich über viele Jahre als geschätztes Mitglied im ehrenamtlichen Dienst des Bezirksamtes. Mit viel Einfühlungsvermögen und Wärme kümmerte sie sich um ältere Menschen mit Migrationsgeschichte und war stets eine verständnisvolle Brückenbauerin zwischen den Kulturen. Für ihr besonderes soziales Engagement wurde sie mit der Berliner Ehrennadel ausgezeichnet – eine wohlverdiente Anerkennung ihrer unermüdlichen Arbeit und ihres großen Herzens.

Eine Schweigeminute für verstorbene Kolleg*innen

Ernst und still wurde es, als alle Besucher*innen in einer Schweigeminute der verstorbenen ehrenamtlichen Kolleg*innen gedachten. Besonders wurde dabei an Isidoro Fernandez erinnert, der erst kürzlich verstorben ist.

Isidoro Fernandez war über viele Jahre im AWO-Begegnungszentrum aktiv und prägte mit seinem Einsatz die Gemeinschaft. Insbesondere in der Kochgruppe der Markthalle Neun war er nahezu ein „Stammgast“ und bei allen Teilnehmenden für seine herzliche Art und sein Engagement geschätzt.

Im Anschluss erwartete die Gäste ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Wer Lust hatte, konnte am Farbschleuderrad von Kid Bike e.V. ein eigenes kleines Kunstwerk gestalten oder beim Quiz der „Omas for Future sein Wissen rund um Nachhaltigkeit und Umweltschutz unter Beweis stellen.

Beim gemeinsamen Essen bot sich außerdem Gelegenheit, die kreativen Funde der Tauschbörse zu bestaunen und die liebevoll gezogenen Pflanzen der Gartengruppe zu bewundern. So stand der Nachmittag ganz im Zeichen von Begegnung, Austausch und Gemeinschaft – ein lebendiger Ausdruck der Vielfalt, die das AWO-Begegnungszentrum seit jeher prägt.

Kessem hat bereits Tausende Räder aus der Nachbarschaft repariert

Kessem hat bereits Tausende Räder aus der Nachbarschaft repariert

Selbsthilfe-Fahrrad-Werkstatt im Nachbarschaftshaus in Urbanstraße

Auch das Nachbarschaftshaus in der Urbanstraße zeigte mit Projekten wie der offenen Fahrradwerkstatt „ReCycle“, wie vielfältig und wirkungsvoll freiwillige Arbeit in der Nachbarschaft sein kann.

Beide Veranstaltungen verdeutlichten, was ehrenamtliches Engagement im Kiez bewegen kann.

Ohne die Unterstützung Freiwilliger würde es auch im Nachbarschaftshaus in der Urbanstraße weitaus ruhiger zugehen. Dank zahlreicher helfender Hände können dort viele Projekte umgesetzt werden, die vielen Menschen zugutekommen.

So zum Beispiel ReCycle, eine offene Fahrradwerkstatt im Garagenbereich des Nachbarschaftshauses.

Kessem ist seit mehr als zehn Jahren dabei und hat bereits Tausende Fahrräder aus der Nachbarschaft kostenlos repariert. Die Selbsthilfe-Werkstatt ist jeden Dienstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (re) karrte gemeinsam mit Kessem und den Mitarbeitern des Nachbarschaftshauses Urbanstraße Sand auf den Spielplatz

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (re) karrte gemeinsam mit Kessem und den Mitarbeitern des Nachbarschaftshauses Urbanstraße Sand auf den Spielplatz

Frischer Sand für den Spielplatz am Nachbarschaftshaus

Auch* Krishan*, der eigentlich als Kunst-Dozent an der Kunsthochschule Weißensee arbeitet, unterstützt das Nachbarschaftshaus überall dort, wo es gerade Hilfe benötigt.

Am Berliner Freiwilligentag sind sie alle da, auch die Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann bekommt eine Schaufel in die Hand gedrückt, mit der sie frischen Sand für die Sandkiste auf dem Spielplatz in eine Karre schaufelt.

Gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Nachbarschaftshauses karrt sie den Sand anschließend über das Gelände bis zum Spielbereich des Gartens.

Im Anschluss gab es für alle Helfenden und Mitarbeiter*innen einen großen Topf Linsensuppe – hausgemacht!

Weitere Informationen rund um den Ehrenamtlichen Dienst gibt es hier:
Telefon (030) 90298-2781
E-Mail: ehrenamt@ba-fk.berlin.de