VISION KINO stellt in Zusammenarbeit mit Filmverleihern eine große Vorauswahl an Filmen zusammen. Aus diesem Pool kuratieren die Projektteams in den jeweiligen Bundesländern ihr eigenes Programm, auch Ergänzungen sind möglich. Laura Caterina Zimmermann und Roberta Huldisch sind beide neben ihrer Arbeit bei den SchulKinoWochen als selbständige Filmvermittlerinnen tätig, sie moderieren Filmgespräche, bieten Workshops zur Filmbildung an, konzipieren Unterrichtsmaterialien und Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte und besuchen Filmfestivals. „In vielen Phasen gehört es zu unserem Arbeitsalltag, sehr viele Filme zu schauen. Außerdem stehen wir regelmäßig im Austausch mit den Projektteams in den anderen Bundesländern und weiteren Filmvermittler*innen. Unser Anspruch ist eigentlich, immer alle neuen Filme zu kennen, damit wir einschätzen können, welche sich für die SchulKinoWochen eignen.“
„Besonders wichtig ist, dass die Filme an den Alltag der Kinder und Jugendlichen anknüpfen“, erklärt Roberta Huldisch. „Sie sollen ihre eigene Lebensrealität wiedererkennen und gleichzeitig neue Perspektiven kennenlernen. Wir versuchen außerdem immer, die Filme diskriminierungssensibel auszuwählen und achten darauf, dass möglichst keine Stereotypen reproduziert werden.“ Ein großes Anliegen ist es den beiden Filmvermittlerinnen zudem, dass das Angebot vielseitig ist, sodass für alle Schulformen und Altersklassen etwas dabei ist. „Wir streben bei allem eine gute Mischung an – zwischen deutschen und internationalen Produktionen, zwischen Low-Budget-Produktionen und einigen Mainstream-Filmen, zwischen Vorführungen in deutscher Sprache und in der Originalversion,“ erläutert Laura Caterina Zimmermann. Immer wieder schwierig sei es, genug altersgerechte Filme für Grundschulkinder zu finden. „Eigentlich sind wir stets auf der Suche nach guten Filmen für die erste und zweite Klasse. Also falls jemand unter den Lesenden zufällig solche Filme produziert, wir freuen uns über Einsendungen“, ergänzt ihre Kollegin scherzhaft.
Laura Caterina Zimmermann freut sich besonders darüber, dass sie immer öfter Filme ins Programm der SchulKinoWochen aufnehmen können, bevor sie ihren offiziellen Kinostart in Deutschland haben. Dazu gehört dieses Jahr beispielsweise „Hola Frida“, ein Animationsfilm über die Kindheit der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo, der für Kinder ab der 1. Klasse empfohlen wird. Ein besonderes Highlight der diesjährigen SchulKinoWochen ist für die Filmvermittlerin auch die Preview des deutschen Coming-of-Age-Films „Nulpen“ von Sorina Gajewski, der bei der feierlichen Eröffnung am 14. November gezeigt wird. Der Berlinfilm erzählt von zwei Freundinnen nach dem Schulabschluss, von den großen und kleinen Fragen, von zwei jungen Frauen in einer politisch aufgeladenen Welt „Es ist ein bisschen wie ein Roadmovie – aber halt zu Fuß durch Berlin“ – und einige Szenen spielen sogar in Friedrichshain-Kreuzberg.