Nachhaltigkeit

Exterior of a green sustainable building covered with blooming vertical hanging plants in front of a blue sky

Nachhaltigkeit in der Wirtschaft

Eine starke Wirtschaft ist der Garant für den Wohlstand unserer Gesellschaft. Gleichzeitig sind ökonomische Aktivitäten ein Hauptgrund dafür, dass die ökologischen Grenzen der Erde überschritten werden – und dies gefährdet wiederum die Wirtschaft. Unter anderem deshalb ist es notwendig, Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Nachhaltiges Wirtschaften heißt, ökonomisch zu handeln und dabei ökologische und soziale Themen aktiv zu berücksichtigen. Wir brauchen eine Wirtschaft im Einklang mit den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt, um dauerhaften Wohlstand für alle zu schaffen.

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWiEnBe) fördert die nachhaltige Transformation der Wirtschaft durch diverse Maßnahmen, Projekte und Förderprogramme. Das Thema Nachhaltigkeit ist ein Querschnittsthema und spielt als solches eine Rolle in allen Abteilungen und vielen Fachstrategien der SenWiEnBe.
Beispiele hierfür sind die Gesamte Ladeinfrastruktur 2030, der Masterplan Industriestadt Berlin, die innoBB 2025, der Masterplan Solar City, der Aktionsplan Fairer Handel und das Tourismuskonzept 2018+.

Weitere Beispiele für Maßnahmen und Projekte der SenWiEnBe sind folgende:

Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK)

Die Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK) unterstützt Berliner Unternehmen seit 2021 auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz. Seit 2023 deckt die Stelle auch die Bereiche Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz ab und wird partnerschaftlich von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt geführt.
Die KEK unterstützt Berliner Unternehmen sämtlicher Größen und Branchen auf ihrem Weg der ökologischen Transformation durch kostenfreie Erstberatung, Fachvorträge, Vernetzungsveranstaltungen und Workshop Angebote. Für kleine und mittelständische Unternehmen gibt es darüber hinaus das Angebot einer praxisnahen Detailberatung vor Ort im Betrieb, sowie ein umfangreiches Workshop Portfolio. Die verschiedenen Leistungsbausteine sind auch miteinander kombinierbar.
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Berliner Agentur für Elektromobilität (eMO)

Die Berliner Agentur für Elektromobilität (eMO) ist eine Agentur des Landes Berlin, die von der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH getragen und maßgeblich von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert wird. Partner sind das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz des Landes Brandenburg sowie rund 70 Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft und Wissenschaft.
Die eMO begleitet Berliner Unternehmen beim Umstieg auf Elektromobilität, unterstützt den Ausbau der Ladeinfrastruktur auf privaten und privaten-öffentlich-zugänglichen Flächen und berät zu innovativen, umweltfreundlichen Mobilitätslösungen. Als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung bündelt die Agentur Schlüsselkompetenzen, begleitet die Umsetzung von Projekten, vernetzt zentrale Akteure und bietet Informationen zu Elektromobilität in der Hauptstadtregion.
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Projekt Zukunft

Die Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft stärkt die Innovationskraft der Digital-, Medien- und Kreativwirtschaft – für ein zukunftsorientiertes, digitales, kreatives und nachhaltiges Berlin. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Maßnahmen, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit im Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft (IMK) vorantreiben. Dazu zählt zum einen die Verbesserung der Diversität und der Gleichstellung von Frauen, insbesondere in den männerdominierten Tech- und Startup-Szenen. Zum anderen liegt der Fokus darauf, die einzelnen Teilmärkte und Handlungsfelder des Clusters IMK klimaschonender aufzustellen und Zukunftsfelder wie Sustainable Fashion, Ecodesign, Green Publishing oder Tech for Impact auszubauen. Projekt Zukunft trägt mit der Förderung der Kreislaufwirtschaft (Sharing, Reuse, Upcycling, Recycling etc.), dem Aufbau stabiler Netzwerke, aber auch mit der Förderung von Nachhaltigkeitsinnovationen und grünen Geschäftsmodellen zur Transformation des Clusters und des gesamten Wirtschaftssystems bei.
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Masterplan Solarcity Berlin

Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Ein wichtiger Baustein, um das zu erreichen, ist die umfangreiche Nutzung von Solarenergie. Die SenWiEnBe trägt durch die Umsetzung vielfältiger Maßnahmen des Masterplan Solarcity dazu bei, Voraussetzungen für den Solarausbau zu schaffen.
Erfolgreiche Projekte wie das Solarzentrum und das Förderprogramm SolarPLUS werden in der zweiten Umsetzungsphase 2025-2030 fortgeführt. Ein besonderer Fokus wird im neuen Masterplan auf große Dächer gelegt, die ein bisher weitgehend ungenutztes Solarpotenzial bieten.
Das SolarZentrum Berlin unterstützt Menschen und Institutionen durch Veranstaltungen, Informationsmaterialien und ein vielfältiges Beratungsangebot dabei, Berlin zur solaren Stadt zu entwickeln. SolarPLUS fördert die Installation von PV-Anlagen auf Dächern von Wohn- und Nichtwohngebäuden, SolarReadiness vorbereitende Maßnahmen für PV auf öffentlichen Gebäuden.
Mit dem branchenübergreifenden Partnerschaftsnetzwerk werden institutionelle und gewerbliche Akteur:innen zusammengebracht, um gemeinsam an Lösungen für die Berliner Solarwende zu arbeiten. Ein Highlight ist das jährliche Treffen der Branche auf der Solarcity-Konferenz des Fachbereichs Erneuerbare Energien.
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Förderung der Circular Economy in der industriellen Produktion

Circular Economy ist ein Schwerpunktthema des Masterplans Industriestadt Berlin 2022-2026 (MPI). Der MPI ist die Industriestrategie des Landes Berlin und fokussiert auf die digitale, ökologische sowie die Transformation der industriellen Arbeitswelt.
Zur Begleitung des Transformationsprozesses hin zur Kreislaufwirtschaft wurde im Rahmen des MPI eine Anforderungs- und Potenzialanalyse Circular Economy im industriellen Sektor Berlins (2023) durchgeführt und branchenübergreifende Handlungsempfehlungen für die künftige Unterstützung der Akteure abgeleitet. Die SenWiEnBe unterstützt sowohl Forschungs- und Entwicklungsprojekte als auch Informations- und Vernetzungsangebote im Bereich der Circular Economy durch verschiedene Fördercalls.
Mehr Informationen zu MPI-Projekten und -veranstaltungen im Bereich Circular Economy finden Sie hier.

Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ)

Entwicklungspolitik zielt darauf ab, strukturelle Defizite in Zusammenarbeit mit den Ländern des Globalen Südens zu beseitigen und eine global nachhaltige und gerechte Entwicklung zu ermöglichen. Das Land Berlin fördert die Entwicklungszusammenarbeit durch die institutionelle Förderung von Berliner Einrichtungen der Entwicklungszusammenarbeit sowie durch die Förderung von Projekten der Zivilgesellschaft.
Die zentrale Koordinierung entwicklungspolitischer Maßnahmen führt die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe aus. Die Handlungsfelder sowie Themen sind in den entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes Berlin dargelegt. Themenschwerpunkte umfassen unter anderem die Bereiche Globales Lernen, faires und nachhaltiges Wirtschaften, kommunale Entwicklungszusammenarbeit, Städtepartnerschaften und internationale Kooperationen.
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Förderung von Sozialem Unternehmertum

Die Soziale Ökonomie ist ein wichtiger Faktor für eine innovative, gerechte und nachhaltige Wirtschaft. Sie verfolgt in erster Linie soziale und ökologische Ziele. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe begleitet und unterstützt diesen Wirtschaftsbereich im Rahmen von Projekten, Förderprogrammen und in der Ausgestaltung geeigneter Rahmenbedingungen für die Unternehmen der Sozialen Ökonomie.
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Fachaustausch Nachhaltige Wirtschaftsförderung

Die SenWiEnBe organisiert gemeinsam mit der SenMVKU, IHK Berlin, HWK Berlin und BPWT den Fachaustausch Nachhaltige Wirtschaftsförderung (FANWiFö). Der Austausch dient neben der Vernetzung und Vorstellung aktueller Aktivitäten und Entwicklungen in den jeweiligen Institutionen auch der Diskussion bestehender Herausforderungen. Die Veranstaltung bietet zudem Raum, um gemeinsame Themen aus verschiedenen Blickwinkeln zu erörtern und so eine fundierte Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit zu sichern. Wo möglich, wird gemeinsam an nächsten Schritten zur Weiterentwicklung der nachhaltigen Wirtschaftsförderung gearbeitet. Neben Vertreter:innen der SenMVKU, SenWiEnBe, HWK Berlin, IHK Berlin, BPWT sind auch Partner:innen aus weiteren Institutionen oder Projekten punktuell am Austausch beteiligt.

Unterstützung der Entwicklung der Berliner Nachhaltigkeitsstrategie

Im Koalitionsvertrag 2023-2026 ist die Erstellung einer Nachhaltigkeitsstrategie für Berlin vorgesehen. Die Federführung für die Entwicklung dieser Strategie liegt bei der SenMVKU. Die SenWiEnBe ist zum einen durch die Mitgliedschaft von Staatssekretär Michael Biel im Begleitgremium in den Prozess involviert. Ebenso wirkt sie auf Arbeitsebene in der senatsübergreifenden Arbeitsgruppe an der Strategieentwicklung mit.
Schließlich ist die SenWiEnBe auch Teil der Umsetzungsallianz Nachhaltiges Berlin. Diese setzt sich aus vielen weiteren Stakeholdern aus der Berliner Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um das bereits vorhandene und vielfältige Engagement im Bereich der nachhaltigen Entwicklung in Berlin sichtbarer zu machen und Synergien zu schaffen.
Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Nachhaltigkeit in Förderprogrammen

Die SenWiEnBe bietet vielfältige Förderprogramme für Unternehmen an, die u.a. die Transformationsprozesse hin zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Wirtschaft unterstützen. Im Rahmen der GRW-Förderung (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) werden beispielsweise Investitionsvorhaben im Zusammenhang mit Umweltschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen unterstützt. Für gemeinwohlorientierte bzw. soziale Unternehmen, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientieren, bietet zum Beispiel das Bürgschaftsprogramm BBBsocial einen erleichterten Zugang zu Finanzierungen.
Diese Förderprogramme sind nur ein Ausschnitt der vielfältigen Förderlandschaft im Bereich Transformation. Unternehmen können sich für eine zielgerichtete Beratung an die Investitionsbank Berlin (IBB) wenden.
Mehr Informationen zu Förderpartner finden Sie hier; und zur Investitionsförderung hier.

Messung der Nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung

Die SenWiEnBe erstellt jährlich den Wirtschafts- und Innovationsbericht des Landes Berlin. Er betrachtet auch Indikatoren im Bereich der Nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung entlang der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: ökologisch, sozial und ökonomisch.
Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Ansprechpartnerin

Gesine Wittrich