Cluster Gesundheitswirtschaft

Gesundheit
Bild: Berlin Partner/TPA

Die Gesundheitswirtschaft in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg ist Motor für Wachstum und Beschäftigung und der Garant für eine Gesundheitsversorgung auf höchstem Niveau. Dafür stehen mehr als 370.000 Beschäftigte der Gesundheitswirtschaft mit einem jährlichen Umsatz von etwa 23 Milliarden Euro im Jahr 2016.

Wesentliches Merkmal für den Erfolg der Gesundheitsregion ist der vorherrschende Innovationsgeist zwischen den ansässigen Forschungseinrichtungen und Unternehmen.
Er zieht Gründungswillige, Forschende und kreative Köpfe in die Metropole, die mit einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich drei bis fünf Prozent aufwarten kann. Grundlage dieser Dynamik ist eine Wissenschaftslandschaft mit renommierten Instituten der großen nationalen Forschungsorganisationen, der Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft sowie der Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft. Hinzukommt die Präsenz einer stark ausgeprägten Spitzenmedizin mit Europas größtem Universitätsklinikum, der Charité, sowie eine engen Vernetzung mit den weiteren in der Hauptstadtregion angesiedelten Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen und Pflegeheimen. In dieser Konstellation liegen die Stärke und das wirtschaftliche Potenzial der Hauptstadtregion.

Wirtschaftliche Fakten

  • 229.668 Beschäftigte in Berlin1
    (Hauptstadtregion: 373.144)
  • 13.826 Unternehmen in Berlin2
    (Hauptstadtregion: 21.771)
  • 23,1 Mrd. EUR Umsatz in Berlin3
    (Hauptstadtregion: 27,4 Mrd. EUR)

Wirtschaftliche Fakten ausgewählter Teilbranchen (Berlin-Brandenburg)4

  • ca. 30 Pharmaunternehmen mit ca. 10.000 Beschäftigten
  • über 230 Biotech-Unternehmen mit ca. 5.000 Beschäftigten
  • über 300 Medizintechnik-Unternehmen mit ca. 12.600 Beschäftigten
  • über 130 Kliniken mit mehr als 35.000 Betten
  • 70 Reha-Einrichtungen, mehr als 800 Pflegeheimen, 1.200 Pflegedienste
  • eine der größten Universitätskliniken Europas: die Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • größtes Kliniklabor Europas: Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH
  • 8 Technologieparks mit Schwerpunkt in den Lebenswissenschaften

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt diese Entwicklung intensiv und nachhaltig. Der in seiner ersten Version im Jahr 2007 verabschiedete Masterplan „Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg“ stellte deutschlandweit erstmals ein länderübergreifendes strategisches Konzept zur Weiterentwicklung der Gesundheitswirtschaft dar. Auf dem Weg zum Cluster Gesundheitswirtschaft wurde 2010 unter der Dachmarke HealthCapital ein länderübergreifendes Clustermanagement etabliert, das bei der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH in Kooperation mit der WFBB (Wirtschaftsförderung Brandenburg) (ehemals ZukunftsAgentur Brandenburg) liegt. 2012 wurde eine Bestandsaufnahme sowie eine Evaluierung des Masterplans initiiert, um für die weitere Stärkung der Gesundheitsregion die notwendigen Weichenstellungen für die Zukunft vorzunehmen zu können. Diese erfolgte mit dem 2014 verabschiedeten neuen Masterplan Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg. Er dient nun als Leitmotiv für alle bestehenden und künftigen Maßnahmen in der Gesundheitswirtschaft in den kommenden Jahren und baut auf den folgenden Handlungsfeldern auf:

Handlungsfelder

Die Schwerpunkte liegen zukünftig in den vier Handlungsfeldern:

die gleichzeitig die großen Branchensegmente repräsentieren, in denen die Stärken der Region liegen.

Weitere Informationen

Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg:

Publikationen:

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1 Quelle: Summe aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung (SvB) und ausschließlich geringfügig Beschäftigten (aGeB) am Arbeitsort (AO) in wirtschaftsfachlicher Gliederung (WZ 2008) auf Grundlage der Clusterabgrenzung, Stichtag der 30. Juni 2017; Bundesagentur für Arbeit.

2 Quelle: Zahl der Unternehmen, in wirtschaftsfachlicher Gliederung (WZ 2008) gemäß Clusterabgrenzung auf Grundlage der Unternehmensregisterstatistik für 2016; Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

3 Quelle: Steuerbarer Umsatz aus Lieferungen und Leistungen in wirtschaftsfachlicher Gliederung (WZ 2008) gemäß Clusterabgrenzung auf Grundlage der Unternehmensregisterstatistik für 2016; Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rundungen.

4 Quelle: Erhebungen der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, 2015 / 2016