Am 11. März 2026 wurde im Impact Hub Berlin die von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe beauftragte Studie „Soziale Unternehmen in Berlin – Bestandserhebung sowie Bedarfs- und Potenzialanalyse“ vorgestellt.
Die Studie liefert erstmals umfassende Erkenntnisse zur Anzahl, zur Struktur sowie zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung Sozialer Unternehmen in der Hauptstadt. Ziel war es, die Wissensbasis über den Sektor zu verbessern, Herausforderungen und Bedarfe zu identifizieren und Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen.
Nach Berechnungen der Studie gibt es in Berlin rund 3.000 idealtypische Soziale Unternehmen, das entspricht etwa zwei Prozent aller Berliner Unternehmen. Sie sind in zahlreichen Branchen aktiv, besonders häufig im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel. Hochgerechnet erwirtschaften sie einen geschätzten Gesamtumsatz von 5,2 bis 6 Milliarden Euro und leisten damit auch einen relevanten wirtschaftlichen Beitrag.
Neben ihrer ökonomischen Bedeutung tragen Soziale Unternehmen in besonderem Maße zur Lösung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen bei – etwa in den Bereichen Gesundheit, Inklusion, Bildung, nachhaltiger Konsum und sozialer Zusammenhalt. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass viele dieser Unternehmen über resiliente und wirkungsorientierte Geschäftsmodelle verfügen.
Gleichzeitig benennt die Studie zentrale Herausforderungen, etwa beim Zugang zu Kapital, bei der Sichtbarkeit bestehender Förderangebote oder bei der Berücksichtigung sozialer und ökologischer Wirkungen im Wettbewerb. Daraus leitet sie Empfehlungen für eine stärkere strategische Förderung und bessere Vernetzung des Sektors in Berlin ab.
Die vollständige Studie, die Executive Summary und die Präsentation zur Vorstellung der Studie vom 11. März finden Sie hier: