Sehenswertes - Geschichte, Kultur und Museen

Anna-Seghers-Gedenkstätte

Die Anna-Seghers-Gedenkstätte befindet sich im langjährigen Wohnhaus und Arbeitsort der bekannten Schriftstellerin in Adlershof in der nach ihr benannten Straße.

Heute ist ihre Wohnung eine museale Gedenkstätte und ein Dokumentationszentrum, getragen von der Archivstiftung der Akademie der Künste und der Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz.

  • Anschrift:
    Anna-Seghers-Straße 81
    12489 Berlin
Archenhold Sternwarte

Archenhold Sternwarte

Anlässlich der Berliner Gewerbeausstellung von 1896 im Treptower Park wurde zunächst ein provisorischer Holzbau errichtet. Nach einem Brand des Holzgebäudes erfolgte am 17. Mai 1908 die Grundsteinlegung für einen Neubau, der bereits am 4. April 1909 fertiggestellt war. Weit über die Grenzen des Bezirkes hinaus ist die Sternwarte vor allem bekannt durch das längste Linsenfernrohr der Welt mit 21 Metern. Für ihren wissenschaftlichen Ruf spricht die Tatsache, dass Albert Einstein hier im Jahr 1915 einen öffentlichen Vortrag über die Relativitätstheorie hielt.

Die Nationalsozialisten entrechten und verfolgen die Familie des bekannten Wissenschaftlers und Begründers der Sternwarte Friedrich Simon Archenhold. Seine Frau und eine Tochter sterben im KZ Theresienstadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Sternwarte den Namen ihres Gründers.

  • Anschrift:
    Alt Treptow 1
    12435 Berlin
Schloss Köpenick

Schloss Köpenick

Das Schloss Köpenick wurde 1677 – 1685 nach Plänen des niederländischen Architekten Rutger van Langevelt in den Formen des holländischen Barock errichtet und gehört heute zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Staatliche Museen zu Berlin.

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde hier im Mai 2004 die sehenswerte Ausstellung “RaumKunst aus Renaissance, Barock und Rokoko” eröffnet, die sich seitdem als Publikumsmagnet erweist. Besonders sehenswert sind die Stuckarbeiten im Wappensaal des Schlosses, in dem am 28. Oktober 1730 das Königliche Kriegsgericht zusammentrat, um Kronprinz Friedrich und Leutnant Hans Herrmann von Katte wegen ihrer geplanten Flucht nach England zu verurteilen.

Die von Johann Arnold Nering 1682–1685 erbaute Schlosskapelle gilt als erster protestantisch reformierter Sakralbau der Mark Brandenburg. Die gärtnerische Gestaltung und die zahlreichen Plastiken der Schlossinsel laden den Besucher zu einem Spaziergang ein.

  • Anschrift:
    Schloßinsel
    12555 Berlin

Bruno-Taut-Siedlung

Die Bruno-Taut-Siedlung in Altglienicke ist eine von zahlreichen Gartenstadtsiedlungen in Berlin. Im Volksmund hieß sie „Tuschkastensiedlung“, weil die Fassaden der Häuser einen Anstrich in kräftigsten Farben, wie z. B. schwarz, blau, dunkelrot und ocker erhielten. Auf einem 75 ha großen Gelände waren von Bruno Taut 1.500 Häuser für 7.000 Bewohner geplant. Allerdings konnten 1913/ 14 davon nur 80 Reihenhäuser und 10 Mehrfamilienhäuser errichtet werden.

Die auffälligen, bunten Häuser ernteten zunächst viel Kritik, wurden später aber beliebte Pilgerorte. Heute stehen sie unter Denkmalschutz und sind gar nicht mehr weg zu denken.

  • Anschrift:
    Gartenstadtweg, Am Falkenberg, Akazienhof
    12524 Berlin
Denkmal für die Maueropfer

Denkmal für die Maueropfer im Bezirk Treptow

Auf Initiative der Bezirksverordnetenversammlung entstand in der Kiefholzstraße, Nähe der Kreuzung Dammweg im Jahr 1999 ein Denkmal mit der folgenden Inschrift: In Treptow starben fünfzehn Menschen an der Berliner Mauer, unter den Opfern waren zwei Kinder Jörg Hartmann, 10 Jahre alt und Lothar Schleusener, 13 Jahre alt, erschossen am 14. März 1966.

An diesem Tage wollten der zehnjährige Jörg Hartmann und der dreizehnjährige Lothar Schleusener die Berliner Mauer überwinden, um in den Westteil der Stadt zu gelangen. DDR-Grenzsoldaten eröffneten daraufhin das Feuer und töteten die Flüchtenden.

Das Denkmal ist von Rüdiger Roehl und Jan Skuin entworfen und ausgeführt worden.

  • Anschrift:
    Kiefholzstraße/ Nähe Dammweg
    12437 Berlin
Dorfkirche in Bohnsdorf

Dorfkirche in Bohnsdorf

Am südlichen Ende vom Ortsteil Bohnsdorf steht auf dem Dorfanger die Dorfkirche, deren Vorläufer sich dort schon zwischen 1375 und 1449 befand. 1755 wurde ein Neubau errichtet, mehrmals erfolgten Umbauten an Kirche und Turm, der von Unwettern und Bränden beschädigt worden war, so in Jahren 1803, 1857 und 1937/ 38.

Vom Kunstschmied Fritz Kühn erhielt die barocke Hallenkirche ein neues kupfernes Taufbecken, nach dem es im Krieg durch Luftangriffe beschädigt wurde. Heute steht das älteste Gebäude im Ort unter Denkmalschutz.

  • Anschrift:
    Dorfplatz 1
    12526 Berlin
Ehemaliger Flugplatz Johannisthal

Ehemaliger Flugplatz Johannisthal

Der ehemalige Flugplatz Johannisthal öffnete im September 1909. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg stand der Flugplatz jeweils unter militärischer Verwaltung und beherbergte wissenschaftliche Forschungseinrichtungen wie ab 1912 die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL). Wissenschaftliche Höchstleistungen und militärische Ambitionen gingen eine unheilige Allianz ein. Aus den 30iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind der große Windkanal, der Trudelwindkanal, der Motorenprüfstand und zwei Hangare erhalten, sie stehen unter Denkmalschutz.

Der erste reguläre deutsche Motorflugplatz hatte seine Hochzeit in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg als der friedliche Wettstreit um Flugleistungen Piloten aus aller Welt hier zusammenführte – einige Straßen in Adlershof und Johannisthal erinnern daran.

Heute ist das Gelände einer völlig neuen Nutzung zugeführt worden. Das Gelände wurde nach der Schließung 1995 zu einem Landschaftspark, einem Forschungs- und Wissenschaftsstandort sowie zu Wohn- und Gewerbegebieten umgestaltet.

  • Anschrift:
    Rudower Straße
    12489 Berlin

Fischerkietz

Der Kietz wurde erstmals im Jahre 1375 erwähnt und gehörte als Dienstsiedlung zur Köpenicker Burg. Er bestand aus 31 zinspflichtigen Häusern, deren Eigentümer vom jeweiligen Landesherren das Fischereirecht zuerkannt bekamen.

Die erst im Jahre 1898 nach Köpenick eingemeindete Siedlung mit ihren inzwischen restaurierten Fischerhäusern hat bis heute ihren ursprünglichen Charakter nicht verloren.

  • Anschrift:
    Kietz 21
    12557 Berlin

Frauentog

Die Bezeichnung Frauentog geht auf die frühdeutsche Bezeichnung für Frauenzug zurück und erinnert an einen sagenumwobenen Fischzug der Kietzer Fischerfrauen.

Am Ufer des Frauentogs befindet sich auch ein Denkmal für Henriette Lustig, die als Begründerin des Köpenicker Wäschereigewerbes bekannt wurde und den Ruf Köpenicks als „Waschküche Berlins“ begründete.

  • Anschrift:
    Müggelheimer Straße
    12555 Berlin
Friedhof Altglienicke Gedenkstätte für die KZ-Opfer im Urnensammelgrab

Friedhof Altglienicke

Der Friedhof Altglienicke wurde 1910 von der Gemeinde Niederschöneweide angelegt, weil dort durch die Industrialisierung kaum noch Platz für Bestattungen blieb. 1920 wurde er auch für Altglienicker geöffnet und erhielt seinen heutigen Namen.

Der Friedhof Altglienicke ist heute vor allem ein Ort des stillen Gedenkens, an dem das Urnensammelgrab für die hier beigesetzten KZ‑Opfer eine besondere Bedeutung hat. Es befindet sich gut sichtbar am linken Eingangsbereich und erinnert an Menschen, deren Leben durch das NS‑Regime gewaltsam beendet wurde. Die Anlage ist schlicht gehalten, gerade dadurch aber eindrucksvoll: Sie schafft einen würdevollen Raum, der Besucherinnen und Besucher zum Innehalten einlädt. Eingebettet in den als Gartendenkmal geschützten Friedhof mit seiner historischen Feierhalle und der ungewöhnlichen Sarghebeanlage bildet das Sammelgrab einen zentralen Erinnerungsort, der die Geschichte des Geländes mit der Verantwortung der Gegenwart verbindet.

  • Anschrift:
    Schönefelder Chaussee 100
    12524 Berlin
Urnenhain auf dem Friedhof Baumschulenweg

Friedhof Baumschulenweg

Der Friedhof Baumschulenweg ist der größte Berlins. Dort befinden sich auch die Grabstätten bekannter Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Das 1913 eingeweihte und wegen baulicher Mängel 1994 stillgelegte Krematorium wurde 1999 durch das heute modernste Krematorium Europas ersetzt. Entworfen wurde es von den Architekten des Bundeskanzleramtes Axel Schultes und Charlotte Frank.

Ein Besuch des Friedhofes lohnt sich in jedem Fall.

  • Anschrift:
    Kiefholzstraße 221–222
    12437 Berlin
Der Vorplatz der Gaststätte Zenner im Jahr 1955

Gasthaus Zenner

Das Gebäude wurde 1821/ 22 vom Schinkel-Schüler Carl Ferdinand Langhans (der Jüngere) als „Gasthaus an der Spree“ errichtet. Seit 1889 wurde das Gasthaus unter der Leitung des Pächters namens Zenner stehend zum Synonym für gute Küche, Unterhaltung und Erholung.

Von den Gebäuden die durch die Kriegseinwirkungen 1945 zerstört worden waren, wurde nur das Gasthaus Zenner wieder aufgebaut (nicht die Lokale Paradiesgarten, Sonnenwende und Spreegarten).

Das Gasthaus Zenner im Treptower Park ist heute ein großer Berliner Kultur‑ und Gastronomieort mit Biergarten, Weingarten, Club, Eventräumen und eigener Eisdiele. Es wurde in den letzten Jahren umfassend renoviert und versteht sich nun als moderne, kuratierte Kulturinstitution

  • Anschrift:
    Alt Treptow 14–17
    12435 Berlin
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide

In Schöneweide ist das letzte in Berlin noch weitgehend erhaltene NS-Zwangsarbeiterlager zu besichtigen, eines von ehemals mehr als 3 000 im Stadtgebiet. Auf dem historischen Gelände, das 1943 bis 1945 für über 2.000 Menschen bebaut wurde, waren während des Zweiten Weltkrieges italienische Militärinternierte, Zivilarbeiter und Zivilarbeiterinnen aus ganz Europa sowie weibliche KZ-Häftlinge untergebracht.

Es ist heute ein umfassend ausgebauter Erinnerungs‑, Lern‑ und Forschungsort und eine eigenständige Abteilung der Stiftung Topographie des Terrors.

In mehreren erhaltenen Steinbaracken des Lagers befinden sich eine Dauerausstellung zur Geschichte der NS‑Zwangsarbeit, die Ausstellung „Baracke 13“ zum Alltag der Zwangsarbeit sowie weitere Räume für Sonderausstellungen, Bildungsarbeit und Forschung. Das Zentrum präsentiert kontinuierlich wechselnde nationale und internationale Sonderausstellungen, ergänzt durch ein breites Programm aus Führungen, Workshops und Veranstaltungen.

Eine Bibliothek, ein Archiv sowie umfangreiche Recherche‑ und Bildungsangebote stehen Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung und werden fortlaufend erweitert. Öffentliche Führungen finden regelmäßig an Wochenenden statt; der Eintritt ist frei.

  • Anschrift:
    Britzer Straße 5
    12439 Berlin
Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche

Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche

Die Gedenkstätte „Köpenicker Blutwoche Juni 1933“ hat eine überregionale Bedeutung, da die Ereignisse in Köpenick als beispielhaft für den Beginn des Nazi-Terrors gelten. Die Köpenicker SA hatte schon 1932 ihr Stabsquartier im Amtsgerichtsgefängnis eingerichtet und unter Führung des Standartenführers Herbert Gehrke wurde das Amtsgerichtsgefängnis ab dem Frühjahr 1933 zu einer der berüchtigsten Folter- und Mordstätten Berlins.

Führungen durch die Gedenkstätte außerhalb der Öffnungszeiten können telefonisch vereinbart werden.

  • Anschrift:
    Puchanstraße 12
    12555 Berlin
Grenzwachturm der Berliner Mauer

Grenzwachturm der Berliner Mauer

Der einzige original erhaltene Wachturm entlang der ehemaligen Berliner Mauer befindet sich in der Parkanlage „Schlesischer Busch“ am Landwehrkanal. Er steht unter Denkmalschutz und legt Zeugnis ab für die 28 Jahre geteilte Stadt und ein diktatorisches Grenzregime seitens der DDR.

Von diesem 12 Meter hohen Turm aus konnten die Grenzsoldaten der DDR 18 weitere Wachtürme leiten und die elektronischen Grenzsicherungsanlagen beaufsichtigen.

Heutiger Nutzer ist die Kunstfabrik am Flutgraben.

  • Anschrift:
    Schlesischer Busch/ Puschkinallee
    12435 Berlin
Hauptmann von Köpenick

Hauptmann von Köpenick

Die Figur

Durch einen Streich des Schusters Wilhelm Voigt als “Hauptmann von Köpenick” im am 16. Oktober 1906 wurde die damalige Stadt Cöpenick international bekannt. Im Verlauf dieser Aktion ließ der arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt in einer beim Trödler erworbenen Hauptmannuniform das Rathaus besetzen, den Bürgermeister verhaften und die Stadtkasse beschlagnahmen.

Im Jahr 2006 wurde die “Köpenickiade”, das 100. Jubiläum des Streiches, feierlich begangen. Seine Geschichte war die Grundlage für Carl Zuckmayers berühmtes Theaterstück und mehrere Filme.

Heute ist der Hauptmann von Köpenick ein gern gesehener Gast nicht nur auf Köpenicker Stadtfesten und Veranstaltungen, sondern auch bei Hochzeiten im Historischen Rathaus und bei Stadtführungen.

Eine Dauerausstellung des Heimatmuseums Köpenick im ehemaligen Kassenraum des Rathauses informiert über die Köpenickiade, den Schuster und den Film.

Die Statue

Die Statue “Hauptmann von Köpenick” des armenischen Bildhauers Spartak Babajan wurde am 16. Oktober 1996, dem 90. Jahrestag der “Köpenickiade” enthüllt und kann am Rathauseingang persönlich in Augenschein genommen werden.

Viele Brautpaare, Touristen und Besucherinnen und Besucher nutzen die Statue und das historische Rathaus im Hintergrund als Kulisse für ihre Fotos.

  • Anschrift
    Alt-Köpenick 21
    12555 Berlin

Ausstellung im Rathaus Köpenick

Die Ausstellung „Der Hauptmann von Köpenick – Vom Sträfling zur Legende“ zeichnet den Verlauf der „Köpenickiade“ nach und zeigt, welche Bedeutung militärische Normen und Werte im Wilhelminischen Berlin hatten. Thematisiert wird auch die sofort nach der Besetzung des Rathauses einsetzende Legendenbildung sowie die Tragikomik der Person Wilhelm Voigt. Als Hauptmann von Köpenick wurde Voigt durch geschickte Selbstvermarktung zu einem regelrechten „Medienstar“ seiner Zeit, starb aber nach seinem bewegten Leben verarmt in Luxemburg.
Bist heute sind Wilhelm Voigt und sein folgenreicher Streich untrennbar mit Köpenick verbunden.

  • Öffnungszeiten im Rathaus Köpenick: täglich von 9:00 – 20:00 Uhr
Karpfenjule

Karpfenjule

Was für die Köpenicker ihr Hauptmann – ist für die Treptower ihre Karpfenjule. Sie ist eine Symbolfigur, die im Gegensatz zum Hauptmann keiner wahren Geschichte entstammt. Sie steht für Treptows lange Fischereitradition, wo es seit Generationen üblich war, dass sich die ganze Familie durch Fischfang und Fischhandel ernährte.

Aus diesem Grund wurde die Kunstfigur Karpfenjule als typische Vertreterin der Treptower Fischverkäuferinnen geschaffen, die für ihre Kraft, ihren Witz und ihre Lebensfreude bekannt waren.

  • Anschrift:
    Neue Krugallee 4
    12435 Berlin
Arena Berlin in Alt-Treptow

Konzert - und Kulturhalle Arena

Das Gebäude wurde 1927 von Franz Ahrens als Omnibushauptwerkstatt Berlins erbaut. Hier wurden während des zweiten Weltkrieges Panzerbau und –wartungen für die Wehrmacht betrieben.

Nach dem Krieg diente es als Flüchtlingslager. Heute bietet die Arena Platz für 7.500 Gäste bei Konzerten, Theateraufführungen, Modemessen, Produktionspräsentationen, Partys, Ausstellungen und andere Veranstaltungen. Sehr beliebt sind außerdem auch die Kleinbühne „Glashaus“ und das Clubschiff „Hoppetosse“, das vor Anker liegt.

  • Anschrift:
    Eichenstraße 4
    12435 Berlin
Peter-Behrens-Bau

Peter-Behrens-Bau

Der Peter-Behrens-Bau in Oberschöneweide ist eines der markantesten Industriebauten Berlins und gilt als wichtiges Zeugnis der modernen Industriearchitektur des frühen 20. Jahrhunderts. Er wurde 1916–1917 im Auftrag der AEG-Tochter NAG als hochmoderne Autofabrik errichtet und prägte mit seinem Turm und der repräsentativen Pfeilerfassade das Industrieensemble am Spreeufer nachhaltig.

Heute steht der Bau unter Denkmalschutz und wird als Ikone der Berliner Industriekultur verstanden, die die Verbindung von technischer Innovation und fortschrittlicher Architektur beispielhaft zeigt. Im Rahmen der Entwicklung des Behrens-Ufers wird der Gebäudekomplex behutsam revitalisiert und soll künftig erneut für Produktion, Gewerbe und wissensbasierte Nutzungen eine zentrale Rolle im Quartier spielen.

Rathaus Köpenick Innenhof

Rathaus Köpenick

Das Rathaus wurde 1901–1905 nach Entwürfen von Hugo Kinzer und Hans Schütte im Stil märkischer Backsteingotik erbaut. Am 16. Oktober 1906 war das Gebäude Schauplatz der so genannten Köpenickiade. Im Verlauf dieser Aktion ließ der arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt in einer beim Trödler erworbenen Hauptmannuniform das Rathaus besetzen, den Bürgermeister verhaften und die Stadtkasse beschlagnahmen.

Eine Dauerausstellung des Heimatmuseums Köpenick im ehemaligen Kassenraum des Rathauses informiert darüber. Der “Hauptmann” selbst ist am Rathauseingang persönlich in Augenschein zu nehmen. Die Statue des armenischen Bildhauers Spartak Babajan wurde am 16. Oktober 1996, dem 90. Jahrestag der “Köpenickiade” enthüllt.

  • Anschrift:
    Alt-Köpenick 21
    12555 Berlin
Alter Markt

Museum Köpenick

Das im Jahre 1665 für den Landjäger Peter Bock errichtete Fachwerkhaus wurde von 1991–1995 aufwändig restauriert und wird seitdem vom Köpenicker Museum genutzt.

Neben der Dauerausstellung „Köpenick von den Anfängen bis zur Gegenwart“ beherbergt das Museum umfangreiche Archive und Sammlungen zur Geschichte Köpenicks, die der Öffentlichkeit für eigene Forschungen zur Verfügung stehen.

Das Archiv des Museums Treptow-Köpenick befindet sich ebenfalls am Standort.

  • Anschrift:
    Alter Markt 1
    12555 Berlin
Rathaus Johannisthal

Museum Treptow

Seit 1990 befindet sich das Museum Treptow mit dem dazugehörigen stadtgeschichtlichen Archiv im 1906 erbauten historischen Rathaus Johannisthal.

Das Museum Treptow verfügt über bedeutende Sammlungen zur Geschichte des ehemaligen Bezirks Treptow. Zu den zentralen Sammlungsschwerpunkten gehören die Industriegeschichte, die Berliner Gewerbeausstellung von 1896, die Geschichte des Flugplatzes Johannisthal sowie die Entwicklung des Teltowkanals.

  • Anschrift:
    Sterndamm 102
    12487 Berlin
Museum im Wasserwerk - Außenansicht

Museum im Alten Wasserwerk Friedrichshagen

Das Museum im Alten Wasserwerk Friedrichshagen sammelt, bewahrt und erschließt Zeugnisse zur Geschichte der Berliner Wasserversorgung und Stadtentwässerung. Seit 1987 werden diese Bestände öffentlich präsentiert. Die ständige Ausstellung „Wasser für Berlin“ zeigt die Entwicklung der Wasserver- und -entsorgung vom 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts und wird durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzt.

Das Museum befindet sich im historischen Wasserwerk Friedrichshagen von 1893, direkt am Müggelsee. Auf rund 7.000 m² umfasst das Gelände mehrere ehemalige Maschinenhäuser und ein Brunnenhaus. Herzstück ist die im Originalzustand erhaltene Maschinenhalle mit drei stehenden Verbunddampfmaschinen von 1893, von denen eine im Rahmen von Führungen vorgeführt wird.

Zur Sammlung und dem angeschlossenen historischen Archiv gehören Maschinen, Geräte, Werkzeuge, Labor- und Messtechnik, zahlreiche technische Exponate sowie umfangreiche Foto‑ und Plansammlungen und Dokumente der Berliner Wasser- und Entwässerungswerke. Seit 2019 wird das Museum wieder von den Berliner Wasserbetrieben betrieben; Besichtigungen sind nur im Rahmen angemeldeter Führungen möglich.

  • Anschrift:
    Müggelseedamm 307
    12587 Berlin
Regattastrecke Grünau

Regattastrecke in Grünau

Die Geschichte der Regattastrecke Grünau lässt sich bis in das Jahr 1880 zurückverfolgen. Sie ist damit die älteste Sportstätte Berlins, die noch immer genutzt wird.

Hier fanden Deutsche und auch Internationale Meisterschaften statt. Über 50 Olympiamedaillengewinner, unzählige Welt- und Europameister trainierten hier. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich die Regatta-Strecke zu einem Trainings- und Leistungszentrum des DDR-Rudersports.

Im Motorbootsport, im Kanupolo und Kanusport und dem neu entstehenden Drachenbootsport ist Grünau auch heute noch ein wichtiges Ereignis.

Sowjetisches Ehrenmal

Sowjetisches Ehrenmal

Drei große sowjetische Ehrenmale und Friedhöfe erinnern an die im Kampf um Berlin gefallenen sowjetischen Soldaten. Das Sowjetische Ehrenmal in Treptow ist das größte von ihnen und gleichzeitig Friedhof für 5.000 Soldaten.

Gebaut wurde es in den Jahren 1947 bis 1949. Der Entwurf der Gesamtanlage stammt von dem Architekten Belopolski. Der Bildhauer Wutschetitsch schuf die zentrale Figur der Anlage, den Sowjetsoldaten, eine 13 Meter große Figur mit einem Kind auf dem Arm, zu seinen Füßen liegt das zerschlagene Hakenkreuz. Granit und Marmor kamen aus Fürstenwalde, wo sie für Bauten der Nationalsozialisten gelagert waren, die aus Kriegsgründen nicht zur Ausführung kamen.

  • Anschrift:
    Puschkinallee
    12435 Berlin
Winterbild Rathaus Treptow

Rathaus Treptow

Das Rathaus Treptow entstand 1909/ 1910 mit einer Grundfläche von 1761 m² für die schnell wachsende Landgemeinde. Das Rathaus wurde nach Entwürfen der Architekten Süßenguth und Reinhardt am Rande des Treptower Parkes errichtet.

Weiterhin ist das Rathaus Treptow der Sitz der Bezirksverordnetenversammlung des Bezirkes Treptow-Köpenick. Das Rathaus ist Sitz und Tagungsort der Bezirksverordnetenversammlung des Bezirkes Treptow-Köpenick, bietet Platz für Teile der Bezirksverwaltung und eine Galerie

Die Westseite ziert seit 1925 einen Brunnen mit der Figur „Stralauer Fischer“ (Entwurf von Prof. Felderhof).

  • Anschrift
    Neue Krugalle 4
    12435 Berlin

Wasserturm Altglienicke

Der Wasserturm ist das Wahrzeichen Altglienickes. 1905/ 1906 wurde die im Volksmund genannte „Rittersburg“ von Heinrich Scheven im neogotischen Stil auf dem Falkenberg mit einer Höhe von insgesamt 46 m erbaut.

Sein Kessel hat ein Fassungsvermögen von 600 m³. Bis 1956 diente er als Wasserspender, danach wurde er still gelegt und steht nun unter Denkmalschutz.

  • Anschrift
    Schirnerstraße 17–19
    12524 Berlin
Museum im Wasserwerk

Wasserwerk Friedrichshagen

Das Wasserwerk, nach dem Entwurf von Henry Gill, befindet sich am Nordufer des Müggelsees zwischen Friedrichshagen und Rahnsdorf. Es wurde im Stil der märkischen Backsteingotik von 1889 bis 1893 gebaut und war damals das größte und modernste Werk seiner Art in Europa. Erweiterungsbauten folgten 1894.

Mit der zunehmenden Industrialisierung Berlins im 19. Jahrhundert mussten auch die Probleme der Wasserversorgung für die Stadt in Angriff genommen werden. Das 55 ha große Gelände besteht aus 6 Maschinenhäusern, 34 Langsamsandfiltern, 4 Rieselern, zahlreichen Nebengebäuden und 4 Wohnhäusern.

Interessant ist das seit 1987 in einem der alten Schöpfmaschinenhäusern eingerichtete Museum, das die historische Entwicklung der Berliner Wasserwirtschaft zeigt.

  • Anschrift
    Müggelseedamm 307
    12587 Berlin
Luftaufnahme der Köpenicker Altstadt

Die sieben Weltwunder des alten Cöpenick

  1. In der Rudower Straße stand ein Krankenhaus neben dem Friedhof.
  2. Der dort praktizierende Stadtarzt hieß Dr. Todt.
  3. In der Straße namens Freiheit stand Cöpenicks Gefängnis.
  4. Ein Bürgermeister, der es verstand, die Stadtkasse wohl zu füllen, hieß ausgerechnet Borgmann.
  5. Der ursprüngliche Ratskeller lag im ersten Stock einer Restauration am Schloßplatz.
  6. Ein als rührig und fähig bekannter Lehrer hieß Dummer.
  7. Die Gründerin des Jungmännervereins war ein Fräulein namens Adelheid von Flemmig, allerdings schon jenseits des “besten Alters”.

Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin

Postanschrift
PF: 91 02 40
12414 Berlin