Werden Sie aktiv – für mehr temporäre Spielstraßen im Bezirk!

Pressemitteilung vom 18.07.2025

Temporäre Spielstraßen verwandeln Straßenabschnitte zeitweise in lebendige Aufenthaltsräume und tragen zur Verbesserung der Lebensqualität im Wohnumfeld bei. Sie fördern das Gemeinschaftsgefühl im Kiez und bieten besonders in dicht besiedelten Stadtteilen Kindern wertvolle Spiel- und Freiräume.
Das Prinzip ist simpel: Für einen festgelegten Zeitraum wird eine Straße für den Autoverkehr gesperrt und als Fläche für Spiel, Begegnung und nachbarschaftliches Miteinander freigegeben. In dieser Zeit können sich Anwohnende austauschen, Kinder ungestört spielen und die Nachbarschaft den öffentlichen Raum kreativ nutzen.

Bezirksstadträtin Dr. Claudia Leistner dazu:
„Um noch mehr temporäre Spielstraßen im Bezirk einzurichten, freuen wir uns über jede Initiative, die Lust hat, ihren Straßenraum für ein paar Stunden gemeinschaftlich und kreativ zu gestalten.“

Voraussetzungen – was ist zu beachten?

Damit eine Straße für eine temporäre Spielstraße geeignet ist, gelten folgende Kriterien:
  • Nebenstraße ohne ÖPNV
    • Die Straße muss eine verkehrsberuhigte Nebenstraße sein, die nicht von Bussen oder Straßenbahnen befahren wird.
  • Verkehrliche Entlastung möglich
    • Auch während der Sperrung muss der Verkehr auf umliegenden Straßen gut abgewickelt werden können. Gegebenenfalls kann ein Wendehammer eingerichtet werden.
  • Keine großen Zufahrten oder Durchfahrten
    • Straßen mit großen Tiefgaragenzufahrten, Gewerbehöfen oder stark befahrenen Parkplatzzufahrten sind ungeeignet.
  • Keine überregionale Fahrradroute
    • Die Straße darf kein Teil einer wichtigen Radverkehrsverbindung sein.
  • Geeignete Fahrbahnbeschaffenheit
    • Die Oberfläche sollte eben und möglichst glatt sein; Kopfsteinpflaster ist ungeeignet, da es das sichere Fahren mit Rollern, Laufrädern und Fahrrädern erschwert.
  • Schatten für heiße Tage
    • Eine ausreichende Beschattung, etwa durch Bäume oder Gebäude, ist besonders in den Sommermonaten wichtig.
  • Gute Übersichtlichkeit
    • Die Straße sollte so kurz sein, dass sie mit zwei Aufsichtspersonen vollständig überblickt werden kann.

Wer organisiert und betreut temporäre Spielstraßen?

Temporäre Spielstraßen werden von Nachbarschaftsinitiativen initiiert und durchgeführt. Anders als bei Straßenfesten sind Aufbauten und kommerzielle Angebote nicht erlaubt.

Warum mitmachen?

  • Mehr Bewegungsraum für Kinder direkt im Wohnumfeld
  • Förderung von Begegnung und Gemeinschaft im Kiez
  • Möglichkeit, den öffentlichen Raum aktiv und verantwortungsvoll mitzugestalten

Das Verfahren ist detailliert im Leitfaden zur Errichtung temporärer Spielstraßen in Berlin erklärt. Dieser kann hier heruntergeladen werden.

  • Leitfaden zur Einrichtung temporärer Spielstraßen in Berlin

    PDF-Dokument (7.8 MB)

Kinder mit Malerei eines Regenbogens auf der Straße liegend

Landesweite Ansprechpartnerin als erste Koordinatorin für Fragen:

Frau Cornelia Dittrich Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg