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Afrikanische Schweinepest (ASP)

Wildschweine Bache und Frischlinge
Wildschweine: eine Bache mit Frischlingen
Bild: falke100 - Fotolia.com

Aktuelles zur Lage

Informations-Icon
Bild: reeel / Fotolia.com

Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft am 16.07.2021 bekannt gab, sind nun auch die ersten Fälle der ASP in brandenburgischen Hausschweinbeständen nachgewiesen worden. Bei den betroffenen Beständen handelt es sich um einen Betrieb im Landkreis Spree-Neiße sowie eine Kleinsthaltung im Landkreis Märkisch-Oderland. Die Fälle liegen somit in den bereits von der ASP-betroffenen Gebieten nahe der deutsch-polnischen Grenze. Berlin ist von den eingeleiteten Maßnahmen weiterhin nicht unmittelbar betroffen. Das Ordnungsamt Treptow-Köpenick ist entsprechend vorbereitet und beobachtet die weitere Entwicklung.

Der erste Fall der ASP in Deutschland war am 10.09.2020 durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt worden. Bis zu den nun festgestellten Infektionen bei Hausschweinen waren ausschließlich Wildschweine von der Seuche betroffen gewesen.

Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick vom 04.02.2020 mit wichtigen Hinweisen zur Vorbeugung gegen die ASP.

Allgemeine Informationen zur Afrikanischen Schweinepest

Wildschwein im Schnee
Bild: budabar / Depositphotos.com

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die Haus- und Wildschweine befällt. Eine Übertragung findet meist durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Kadavern, die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen bzw. -zubereitungen statt. Auch andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschließlich Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen sowie Kleidung) spielen eine Rolle.

Nach einer Infektion entwickeln die Tiere sehr schwere, aber unspezifische Allgemeinsymptome wie
  • Fieber und Schwäche,
  • Fressunlust,
  • Bewegungsstörungen oder Desorientiertheit,
  • Atemprobleme,
  • in einigen Fällen Durchfall und Blutungsneigung,
  • sowie eine verringerte Fluchtbereitschaft.

Bei der ASP handelt es sich nicht um eine Zoonose, sie ist also nicht zwischen Mensch und Tier übertragbar und somit für den Menschen ungefährlich. Auch andere Haus- und Wildtiere sind nicht empfänglich für die Afrikanische Schweinepest.

Hinweise zur Vorbeugung

Bitte beachten Sie auch weiterhin die folgenden allgemeinen Hinweise, um einer weiteren Verbreitung der ASP entgegenzuwirken:

  • Bitte füttern Sie keine Wildschweine.
  • Entsorgen Sie Lebensmittel- und Speisereste keinesfalls an Orten, die für Wildschweine zugänglich sind, sondern benutzen Sie hierfür geschlossene Abfallbehälter.
  • Sorgen Sie als Hundebesitzer dafür, dass Ihr Hund kein Wild hetzt. Aufgeschreckte Wildschweine können den Erreger so in andere Gebiete schleppen.
  • Verhindern Sie als Schweinehalter jeglichen Kontakt zwischen Ihren Hausschweinen und Wildschweinen.

Sollten Sie ein totes Wildschwein finden:

1. Berühren Sie den Kadaver nicht!
2. Prägen Sie sich den Fundort gut ein oder halten Sie den Standort bestenfalls per GPS über Ihr Handy fest!
3. Informieren Sie bitte umgehend

oder

  • die Polizei per Notruf 110

Weiterführende Informationen

Für mehr Hintergründe, Hinweise und Orientierungshilfen rund um die Afrikanische Schweinepest finden Sie hier eine Auswahl an weiterführenden Informationen.

Friedrich-Loeffler-Institut

Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung