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Afrikanische Schweinepest

Wildschweine Bache und Frischlinge
Bild: falke100 - Fotolia.com

Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die seit 2007 ausgehend vom afrikanischen Raum über den Balkan nach Osteuropa gelangt ist.

Die für Haus- und Wildschweine in kürzester Zeit tödliche Infektion ist nicht auf den Menschen übertragbar. Dennoch ist der Mensch einer der Hauptvektoren bei der Verbreitung der Tierseuche, da in Fleischerzeugnissen das Virus lange Zeit überleben kann. Untersuchungen haben darauf hingewiesen, dass sich die ASP nicht ausschließlich von Tier zu Tier verbreitet, sondern durch menschliches Zutun in weit entferntere Gebiete eingeschleppt wird.

Um gegen die Afrikanische Schweinepest vorzubeugen, sollten einige Grundregeln beachtet werden. Aus den Erfahrungen in Osteuropa weiß man, dass nicht durchgegarte Fleischerzeugnisse, wie zum Beispiel Rohschinken oder Salami, eine der Hauptinfektionsquellen darstellen. Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass Schweine keinen Zugang zu menschlichen Abfällen und Lebensmittelresten haben und auch nicht damit gefüttert werden.

Derzeit werden regelmäßig Proben von tot aufgefundenen Wildschweinen entnommen und auf das Virus untersucht. Falls Sie ein totes Wildschwein auffinden, informieren Sie bitte das zuständige Forstamt oder das Veterinäramt des Bezirks.

Aktuelle Zahlen zur ASP finden Sie auf der Internetseite des Friedrich-Loeffler-Instituts

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Nach einer Infektion entwickeln die Tiere sehr schwere, aber unspezifische Allgemeinsymptome, die oftmals zum Tode führen.

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Nein. Die ASP ist für den Menschen ungefährlich.

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In Mitteleuropa erfolgt eine Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Sekrete, Blut, Sperma), die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen bzw. -zubereitungen sowie andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschl. Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung). Der Kontakt mit Blut ist der effizienteste Übertragungsweg. In den afrikanischen Ursprungsländern übertragen Lederzecken das Virus der ASP. Dieser Übertragungsweg spielt in unserer Region aber keine Rolle.

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Seit Ihrer Einschleppung in die Kaukasusregion 2007 hat sich die ASP vor allem bei Wildschweinen in Ungarn, Polen, Baltikum, Moldawien, Rumänien, und Bulgarien, Weißrussland, Russische Föderation, Ukraine, Georgien, Armenien und Aserbaidschan und auch in Belgien verbreitet. Der erste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest beim Schwarzwild in Deutschland ist in Brandenburg amtlich vom Landkreis Spree-Neiße am 10. September 2020 festgestellt worden. Seit dem hat es in Brandenburg weitere Fälle der ASP gegeben.
Aktuelle Zahlen finden sich auf der Website des Friedrich-Loeffler-Instituts

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Die ASP wird von dem African Swine Fever Virus (ASFV) verursacht.

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Der Fundort toter Wildschweine sollte grundsätzlich weiträumig nicht betreten und Hunde ferngehalten werden. In den Berliner Forsten aufgefundene Tierkörper sollten dem zuständigen Forstamt gemeldet werden. Außerhalb der Forstgebiete sollte das zuständige Bezirksamt verständigt werden.

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  • Bitte bringen Sie keine tierischen Erzeugnisse aus Ländern und Regionen mit, in denen die Afrikanische Schweinepest verbreitet ist (das Baltikum, Belgien, Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Polen, Tschechische Republik).
  • Bitte füttern Sie keine Wildschweine.
  • Werfen Sie keine Lebensmittel an für Wildschweine zugänglichen Stellen weg, sondern entsorgen Sie Lebensmittel sicher im Abfallbehälter. Nehmen Sie Reste wieder mit und geben Sie sie zu Hause in den Hausmüll.
  • Bitte sorgen Sie als Hundebesitzer dafür, dass Wild von Ihrem Hund nicht gestört wird.
  • Bitte verhindern Sie als Schweinehalter den Kontakt zwischen Ihren Hausschweinen und Wildschweinen. Melden Sie Ihre Schweinehaltung beim zuständigen Veterinäramt an.
  • Bitte betreten Sie in den betroffenen Gebieten ausgewiesene oder umzäunte Zonen nicht, um das Virus nicht weiter zu verschleppen. Achten Sie auf Bekanntmachungen und Beschilderungen.
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Informationen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft über die Afrikanische Schweinepest in Europa

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