Informationen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine und Helfende: vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf | vom Land Berlin
Українська - Ukrainian Важлива інформація для біженців війни з України | русский - Russian Важная информация для военных беженцев из Украины

Informationen zum Coronavirus COVID-19: vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf | vom Land Berlin

Gemeinsam durch die Energiekrise: Maßnahmen, Tipps & Hilfen berlin.de/energie

Aktuelles aus dem Sozialamt Steglitz-Zehlendorf

Porträt des Hans-Söhnker-Haus - Mitten im Leben: Bühne frei im Hans-Söhnker-Haus

Zivilcourage ist Alltagsmut, der sich vor allem dann bewährt, wenn der Einsatz für den Mitmenschen mit Risiken verbunden ist. Hans Söhnker war jemand, der diese Art von Zivilcourage gelebt hat. Mehr noch, in seiner 1974 erschienenen Autobiographie schreibt er, dass „sogenannte gute Werke (…) eigentlich nichts Anderes als selbstverständliche Menschenpflicht sind“. Manchmal verbirgt sich hinter einfachen Worten tiefe Weisheit und Menschlichkeit.

Das ganze Porträt

ARGENTINIEN – Von Asado bis Tango: Argentinien-Jahr am Ostpreußendamm

Argentinien / April bis November 2022
Zwar hat das Kommunikationszentrum am Ostpreußendamm keinen Einfluss auf den Titelgewinn der argentinischen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2022 genommen, dennoch krönt der Finalsieg ein turbulentes und ereignisreiches Jahr, in dem das südamerikanische Land im Mittelpunkt stand. Im Rahmen des Jahresmottos „Vielfalt leben“ war die República Argentina offizielles Partnerland der Lichterfelder Freizeitstätte. An insgesamt fünf Terminen wurde den Gästen Argentinien mit seinem ganzen Facettenreichtum an Kunst, Kultur und Kulinarik präsentiert.

Der ganze Artikel

Hinweise zum Berechtigungsnachweis Berlin-Ticket S (BN BTS)

Anspruchsberechtigte Personen

Folgende Leistungsberechtigte haben einen Anspruch aus den BN BTS:

  • Beziehende von Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII)
  • Beziehende von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII
  • Beziehende von Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII
  • Beziehende von Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten nach dem SGB XII
  • Beziehende von Hilfen in anderen Lebenslagen nach dem SGB XII, ausgenommen sind Beziehende von Bestattungskosten
  • Beziehende von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), ausgenommen sind Beziehende von ausschließlich Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt

Sowohl für das SGB XII wie auch das AsylbLG gilt: Kinder und Jugendliche mit einem bestehenden BuT-Lernförderungs-Anspruch haben zwar grundsätzlich ebenfalls einen Anspruch auf den BN BTS. Da diese jedoch bereits den berlinpass-BuT erhalten, ist eine Berücksichtigung dieser Personen auf dem BN BTS entbehrlich.

Geltungsdauer
Die Geltungsdauer wird durch die ausstellende Behörde auf dem BN BTS vermerkt und richtet sich in der Regel nach der Dauer der Leistungsbewilligung.

Zugang des BN BTS bei der anspruchsberechtigen Person
  • Erstmalige Ausstellung des BN BTS
    Anfang 2023 werden zentral für alle Ämter für Soziales Listen und Druckvorlagen bereitgestellt, die dann einen Druck der BN BTS ermöglichen. Diese Berechtigungsnachweise werden mit Codeklebchen versehen und dann an die Leistungsberechtigen verschickt. Aufgrund der Vielzahl von Leistungsfällen kann sich der Versand bis Mitte-Ende Januar erstrecken.
  • Start des laufenden Verfahrens
    Ab dem 03./04.01.2023 erhalten Sie mit den Bewilligungsbescheiden automatisch den BN BTS. Damit wird ab 03./04.01.2023 bei jeder Neu- bzw. Weiterbewilligung von berechtigenden Leistungen der BN BTS von Amts wegen ausgestellt.
  • Übergangszeitraum ab dem 01.01.2023
    Solange die berechtigte Person keinen BN BTS hat, kann diese mit einem gültigen berlinpass das Berlin-Ticket S erwerben oder die Vergünstigungen im Bereich Sport, Bildung, Kultur und Freizeit nutzen. Wenn der berlinpass ab dem 01.01.2023 nicht mehr gültig ist, kann die berechtigte Person auch mit ihrem aktuellen Leistungsbescheid das Berlin-Ticket S kaufen und auch die Vergünstigungen im Bereich Sport, Bildung, Kultur und Freizeit nutzen. Zur Nutzung des Berlin-Ticket S ist darauf die berlinpass-Nummer oder das Aktenzeichen des Leistungsbescheides einzutragen.
    Diese Regelung ist mit den Berliner Verkehrsbetrieben abgestimmt und gilt bis mindestens 31.03.2023.

Der Kälte entgegen – Die Winterhilfe des DRK Steglitz-Zehlendorf hilft Menschen in Not

Zum „Obdachbus“, der seit Mitte Oktober auf den Straßen von Steglitz-Zehlendorf unterwegs ist, hat sich der mobile Ausgabehänger „Henry“ gesellt. Die Projekte dienen Hilfebedürftigen als Anlaufstelle.

In Kooperation mit „Laib und Seele“ verteilten am 15. November Ehrenamtliche der Bereitschaft des DRK Steglitz-Zehlendorf vor der Stephanus Kirchengemeinde wärmende Suppe und lieferten Informationen zu Hilfsangeboten. Der Einsatz ist der Auftakt für vier nachfolgende Kooperationstermine mit drei Kirchengemeinden in Steglitz-Zehlendorf.

Basis für die Einsätze bildet der Ausgabehänger „Henry“, gefördert von der S-Bahn-Berlin, aus dem heraus die Speisen serviert werden. Henry verteilt kostenlos warme Mahlzeiten, gespendete Winterkleidung und Informationen zu Beratungsangeboten. Tobias Homann, Zugführer Steglitz-Zehlendorf, betont: „Henry bietet Steglitz-Zehlendorfer*innen die Gelegenheit des Beisammenseins und stärkt den zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt.“

„Henry“ wird über die Kooperationstermine mit „Laib und Seele“ hinaus mehrfach im Bezirk, auf dem Hermann-Ehlers-Platz und in der Thermometersiedlung, eingesetzt werden. Genaue Termine können der Website des DRK Steglitz-Zehlendorf entnommen werden.

Seit dem 17.10.2022 ist die DRK Berlin Südwest SABB gGmbH zur Unterstützung Obdachloser im Bezirk mit dem „Obdachbus“ im Einsatz. An vier Tagen die Woche, in einem Team aus Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen, wird eine erste Grundversorgung sichergestellt und die Fahrt in eine Notunterkunft angeboten. Die Mitarbeitenden sind mehrsprachig aufgestellt, sprechen unter anderem polnisch, englisch, italienisch und natürlich deutsch.

Das Projekt greift auf seine Erkenntnisse der Vorjahre zurück, um Bedürftige bestmöglich versorgen zu können. Der Hilfebedarf wird auch dieses Jahr verschriftlicht, um darauf aufbauend neue Angebote anzustoßen und benötigte Hilfestrukturen aufzubauen.

Holger Höringklee, Geschäftsführer der DRK Berlin Südwest SABB gGmbH äußert: „Ein Großteil der von uns befragten Obdachlosen lebt unfreiwillig auf der Straße. Die Versorgung mit dem Obdachbus stellt eine Akuthilfe dar, es gilt aber auch langfristig zu unterstützen. Wir stellen einen dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf die strukturelle Sicherung und Entwicklung von Angeboten fest.“

Der mobile Ausgabehänger und der Obdachbus freuen sich stets über Sach-/ Lebensmittel- und Geldspenden, diese ermöglichen eine umfangreichere Gestaltung des Angebotes. Nähere Informationen sind auf der Website des DRK Steglitz-Zehlendorf sowie telefonisch unter der 030 790 1130 zu erhalten.

  • Presseerklärung DRK Steglitz-Zehlendorf

    PDF-Dokument (269.2 kB)

Bürgersprechstunden des Bezirksstadtrats am 23.02.2023 und 23.03.2023

Tim Richter, Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Soziales:

23.02.2023: Rathaus Lankwitz, 2. OG, Raum 222, Hanna-Renate-Laurien-Platz 1, 12247 Berlin

23.03.2023: Rathaus Lankwitz, 2. OG, Raum 222, Hanna-Renate-Laurien-Platz 1, 12247 Berlin

Die Sprechstunde findet in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr statt.

Eine Terminreservierung unter der Telefonnummer 90299-5300, unter der Sie auch weitere Sprechstunden erfragen können, ist unbedingt erforderlich.

Steglitz-Zehlendorf: Sozialamt am Limit – Bezirksstadtrat Richter: „Lage spitzt sich weiter zu“

Das Sozialamt in Steglitz-Zehlendorf muss weiter die Sprechzeiten einschränken, um eine komplette Schließung des Sozialamts zu vermeiden.

Der zuständige Bezirksstadtrat Tim Richter sagt: „Die Lage spitzt sich immer mehr zu und das dringend benötige Personal kann weiter nicht eingestellt werden.“ Es könne nicht sein, so Richter, dass immer mehr Aufgaben auf die Sozialämter zukommen, aber gleichzeitig notwendige Ressourcen seitens des Landes nicht bedarfsorientiert zur Verfügung gestellt werden.

„Das zweitkleinste Sozialamt in Berlin bewerkstelligte in den letzten neun Monaten einen Aufwuchs der Bedarfsgemeinschaften von fast 1000 Prozent und brachte mindestens die viertgrößte Menge an aus der Ukraine geflüchteten Familien unter. Ich bin den Mitarbeitern des Amts für Soziales für den nahezu übermenschlichen Einsatz in diesen Monaten sehr dankbar!“, sagt Richter.

Die Berliner Leistungsbehörden arbeiten schon seit längerer Zeit im Krisenmodus, um die vielfältigen Herausforderungen zu bewältigen. Waren zunächst die Versorgung syrischer Kriegsflüchtlinge und die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu meistern, fordert die Versorgung der ukrainischen Kriegsflüchtlinge aktuell den vollen Einsatz auch der Ämter für Soziales in unserer Stadt. Auch weiterhin werden täglich neue Anträge auf Leistungen nach dem Asylbewerberleitungsgesetz bearbeitet, um den Neuankommenden in unserer Stadt das Überleben zu sichern. Leistungen der Grundsicherung im Alter, der Hilfe zu Pflege und der Teilhabe sind für diesen Personenkreis zu prüfen und zu bewilligen.

Doch leider werden dringend benötigte Stellen durch das Land nicht zur Verfügung gestellt. Somit sind auch keine Einstellungen von weiteren Mitarbeitern möglich.

„Die Arbeitsbelastung ist immens. Wenn das so weitergeht und die Sozialämter in Berlin nicht endlich mit den notwendigen Personalstellen ausgestattet werden, müsste von einem Steuerungsversagen des Senats gesprochen werden“, bewertet Tim Richter die Situation.

Er und die anderen Sozialstadträte haben eine Bedarfsplanung aufgrund der gesetzlichen Aufgaben vorgelegt.

Um ein Mindestmaß an Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter bieten zu können, werden die Sprechzeiten weiter ausgedünnt. „Wir müssen hier im Sinne unserer Beschäftigten handeln“, so Richter. Es helfe nichts, wenn der Krankenstand weiter steige. Natürlich werde jeder Notfall und jede Dringlichkeit durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgfältig bearbeitet. „Aber, wenn heute schon ein Mitarbeiter für drei arbeite, dann geht das nicht lange gut“, zeigt Tim Richter auf. „Wir bräuchten zwei Dutzend Stellen mehr, um den gesetzlichen Aufgaben nachkommen und endlich mehr Personal einstellen zu können.“

Reguläre Sprechzeiten für den Publikumsverkehr sind:
  • dienstags, 09:00 – 13:00 Uhr
  • donnerstag, 09:00 – 13:00 Uhr

Es werden Wartemarken vergeben, um den Besucherstrom zu organisieren.

CHARKIW – Gemeinsam für Demokratie! – Ukrainische Frauen zu Besuch in Zehlendorf

Bezirksstadtrat Tim Richter war zu Gast bei der Veranstaltung „Gemeinsam für Demokratie! Stand for Ukrainian Women“ am 02.11.2022 im Rathaus Zehlendorf und hat über das Ukraine-Leistungszentrum berichtet.

zum Artikel

Mit Volldampf voraus: Bahnhof Lichterfelde-West feiert Geburtstag Von 1872 bis 1922: Ein Bahnhof wird 150

Die Dampflok hört auf den Namen „Else“. Als sie sich am 9. Oktober 2022 gleich zweimal – morgens und nachmittags – auf große Fahrt begab, machte sie einmal mehr ordentlich Dampf. Viel Dampf um nichts, könnte man vermuten. Mitnichten. Der historische Sonderzug, der sich am Bahnhof Lichterfelde-West auf der Trasse der traditionsreichen Wannseebahn in Bewegung setzte, hatte dazu einen guten Grund: Es galt schließlich den 150. Geburtstag des Traditionsbahnhofs nach allen Regeln der Kunst zu feiern. Wie die Annalen berichten, wurde die einstige Haltestelle „Lichterfelde“ am 15. Dezember 1872 aus der Taufe gehoben. Damals verkehrten pro Tag bescheidene sieben bis acht Personenzüge, ergänzt um einen Güterzug in jeder Richtung. An der Schwelle zur Jahrhundertwende, am 1. Januar 1899, erhielt der Bahnhof den Namen, den er auch heute noch trägt: „(Groß-)Lichterfelde-West“. Das Attribut „groß“ entfiel im März 1925.

Ein seltener Anblick bot sich den zahlreichen Schaulustigen, die das Dampfross auf seinem Rundkurs durch Stadt und Umland vorbeirollen sahen. Zugegeben: Das ganze Spektakel schien ein bisschen wie aus der Zeit gefallen, war aber gerade deshalb für alle, die es miterleben durften, umso beeindruckender. Das lag vor allem an den reizvollen Aussichten beim Blick aus dem Fenster: An den Wassern des Wannsees vorbei führte die Fahrtstrecke durch herbstliche Wälder. In westlicher Richtung ging es nach Potsdam und von dort weiter hinaus in die brandenburgische Havelland-Provinz. Bei der Rückkehr nach Berlin gab es fast keinen Bezirk, der nicht zumindest einmal kurz touchiert worden wäre: ein buntes und abwechslungsreiches Panorama-Kaleidoskop der an optischen Reizen so reichen Stadt.

Förderverein chartert Nostalgie-Sonderzug

Aber alles der Reihe nach: Der Förderverein des Bürgertreffpunkts Bahnhof Lichterfelde West e.V. (https://www.lichterfelde-west.net/) hatte die Idee, aus Anlass des Bahnhofsgeburtstags einen Nostalgie-Sonderzug zu chartern. Da solche Nostalgiefahrten ein klein bisschen anders ablaufen als es moderne Alltags-Bahnfahrer gewöhnt sind, durften auch Livemusik und leiblich-kulinarische Bord-Beköstigung nicht fehlen. Praktisch, dass die Organisatoren auf die „hauseigene“ Dixieland-Band zurückgreifen konnten, die ihre Proben regelmäßig in den Räumlichkeiten der Freizeitstätte abhält. Kein Wunder, dass bei schmissigen Rhythmen im Speise- und Abteilwagen auch das eine oder andere Tanzbein geschwungen wurde. Gesichtet wurden mehrere Damen und Herren, die ihre Garderobe ganz auf den eleganten Modestil des Dampfross-Zeitalters abgestimmt hatten. Digital war an diesem denkwürdigen Sonntag nichts. Nicht einmal das Arbeitsmaterial des Schaffners, der das schicke Ticket-Lesegerät moderner Zugbegleiter durch eine herrlich altmodische Kontrollzange ersetzte: eine Zange, mit der er zur Entwertung ein Loch in ebenso herrlich analoge Fahrkarten aus Karton stanzte.

Jubiläumsausstellung zu 150 Jahren Bahnhofgeschichte

Rund drei Stunden waren die Fahrgäste der beiden Nostalgie-Zugfahrten unterwegs. Flankiert wurden die Fahrten durch eine kleine, aber feine Jubiläumsausstellung in den Räumen des Bürgertreffpunkts, gestaltet mit viel Liebe zum Detail. Gäste der Freizeitstätte hatten Exponate aus ihrem Privatbesitz zur Verfügung gestellt und damit die Vitrinen und Ausstellungswände mit wahren Schätzen bereichert: Die an die Wand drapierte Spielzeugeisenbahn aus nachhaltigem Holz ist darunter, der bemützte Berliner Schaffner als Plüsch-Bärenfigur, das Notenblatt der „lieben kleinen Schaffnerin“, ein ganz im Eisenbahn-Spiel versunkener Peter Alexander, Vinyl-Single-Schallplatten von Udo Jürgens oder Howard Carpendale („Nimm den nächsten Zug“), auf denen das Thema Eisenbahn besungen wird. An anderer Stelle findet sich ein Hauch Kursbuch-Lyrik, gipfelnd im Dichterwort von Kurt Tucholsky (1890-1935): „Das deutsche Schicksal: vor einem Schalter zu stehen. Das deutsche Ideal: hinter einem Schalter zu sitzen“.

Ergänzt wurde die Ausstellung durch eine Reihe von großformatigen Hinweistafeln, die im Außenbereich des Bahnhofs aufgestellt wurden. Wie schon vor zehn Jahren, bei der Feier des 140. Bahnhofsgeburtstags, informierten sie über die wichtigsten Eckdaten der Bahnhofshistorie: über den langen Weg vom Dampfantrieb zur Elektrifizierung, über die Einbettung des Bahnhofs in die Geschichte der Lichterfelder Villenkolonie aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, über die Ära der Ost-West-Konfrontation mit dem berühmten „Amibahnhof“, der während der Jahrzehnte amerikanischer Truppenpräsenz eine große Rolle spielte. Nicht fehlen durfte eine historische Einordnung des Bahnhofsbrandes vom Juli 1965.

Noch bis zum 18. November ist die Jubiläumsausstellung in den Räumen des Bürgertreffpunkts zu bewundern. Am bequemsten und umweltfreundlichsten zu erreichen ist sie natürlich mit der S-Bahn. Die Linie 1 (Richtung Wannsee) hält direkt am Bahnhof Lichterfelde-West. Im Alltagsbetrieb darf es dann auch gerne mal ein elektrifizierter S-Bahn-Zug sein. Zwar hat „Bahnhofsvorsteher“ Andreas Ohrt, der Leiter der Freizeitstätte, seine Dienstwohnung wie etliche seiner Vorgänger nicht mehr im Bahnhof, steht aber zu den Öffnungszeiten des Bürgertreffpunkts den Gästen der Ausstellung und allen Besucherinnen und Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Dabei wird er von seinem freundlichen Team aus Ehrenamtlichen unterstützt.

Ein gutes Team: Förderverein und Ehrenamtliche

Neben dem geglückten Bahnhofsjubiläum gibt es einen weiteren Grund zur Freude: Erst vor wenigen Wochen wurde der Weiterbetrieb des Bürgertreffpunkts im Bahnhof Lichterfelde-West als Freizeitstätte der „Generation 55 plus“ gesichert. In diesem Zusammenhang stehen demnächst umfassende Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss der Freizeitstätte an. Das erste Obergeschoss, in dem sich einst die Dienstwohnung des Bahnhofsvorstehers befand, steht Gruppen und Besuchern künftig nicht mehr zur Verfügung. Andreas Ohrt sieht es gelassen und nimmt die Dinge, wie sie kommen. Gemeinsam mit Harald Hensel, dem Vorsitzenden des Fördervereins, laufen schon die Planungen für die nächsten 150 Jahre des Bürgerbahnhofs in Lichterfelde.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag des Bahnhofs konnte der Bürgertreffpunkt viele neue Gäste begrüßen. Sie gilt es nun dauerhaft zu gewinnen. Die Freizeitstätte steht nämlich auch im Alltag für generationsübergreifende Gastfreundschaft. In diesem gemeinsamen Ziel ist und bleibt der Förderverein ein unverzichtbarer Partner, auf dem man sich stets hundertprozentig verlassen kann. Hinzu kommt das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, das im Gesamtgefüge des Freizeitstätten-Betriebs nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Maskenpflicht an allen Standorten Amt für Soziales

Da wir an den Sprechtagen ein sehr hohes Publikumsaufkommen zu verzeichnen haben, die Wartezonen aber nicht über ausreichend Lüftungsmöglichkeiten verfügen sowie die Mindestabstände und maximale m²-Zahlen nicht eingehalten werden können, wird für das Rathaus und den Leistungsbereich Ukraine ab sofort wieder Maskenpflicht für das Publikum, zunächst bis zum 31.08.2022 angeordnet. Die Maßnahme ist mit dem Stadtrat Richter abgesprochen.

Nach Punkt 8 der der COVID-19-spezifischen Regelungen für das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Stand 25. Juli 2022, gilt somit für alle Kunden, Besucher und externen Dienstleister zunächst befristet bis 31. August 2022 die Verpflichtung, FFP2-Masken oder Masken vergleichbaren Typs (z.B. KN95) ohne Ausatemventil zu tragen. Die notwendigen Mindestabstände können regelmäßig nicht eingehalten werden und die Lüftungsmöglichkeiten sind nicht ausreichend, um im Sinne des Arbeitsschutzes für die Mitarbeiter im Amt für Soziales die pandemiebedingten Gefährdungen so weit wie möglich zu reduzieren.

Allen Beschäftigten des Amtes für Soziales wird ebenso dringend empfohlen, während der Sprechtage und bei Publikumsverkehr auch mindestens eine medizinische Maske, eine FFP2-Maske oder eine Maske vergleichbaren Typs zu tragen.

Änderung im Bereich der Anmeldung der allgemeinen materiellen Hilfen

Das Amt für Soziales möchte Sie darüber informieren, dass sich für die offene Sprechstunde im Bereich der Anmeldung der allgemeinen materiellen Hilfen (Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Hilfe zum Lebensunterhalt, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz) ab dem 01.08.2022 an den Sprechtagen (dienstags und donnerstags 9:00 – 13:00 Uhr) eine Änderung ergibt.

Die Zahl der Wartemarken wird ab sofort auf 50 begrenzt. Wir empfehlen Ihnen daher, gerade bei dringenden Anliegen rechtzeitig im Amt vorzusprechen, damit eine taggleiche Klärung Ihres Anliegens möglich ist. Anliegen von Vorsprechenden nach Verteilung des festen Nummernkontingents werden in der Regel an diesem Tag nicht mehr bearbeitet.

Personen, die einen Termin bei Ihrem Sachbearbeitenden haben, sind von diesem Verfahren nicht betroffen.

Bitte nutzen Sie für die Abgabe von Unterlagen unseren Hausbriefkasten am Haupteingang des Rathauses bzw. für schwerbehinderte Menschen den barrierefreien Briefkasten am Seiteneingang.

Ehrenamt macht glücklich - Machen Sie mit!

Tim Richter, Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Soziales, lädt alle Interessierten zur Mitarbeit ein:

“Wenn Sie Freude und Interesse am Umgang mit Menschen haben, eine gute Portion Einfühlungsvermögen mitbringen, ein offenes Ohr für unsere älteren Bürger*innen haben und Sie sich in einem Team mit Ihren Kenntnissen und Erfahrungen einbringen möchten, dann sind Sie bei uns goldrichtig.”

Wir freuen uns über Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich in folgenden Bereichen engagieren wollen:

Im Gratulationsdienst des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf

Sie gratulieren unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern und kommen mit ihnen ins Gespräch. Zu den Tätigkeiten gehören:

  • persönliche Gratulationen anlässlich hoher Geburtstage und Ehejubiläen
  • Einkauf von Blumen oder Präsenten und Übergabe im Namen des Bezirksamtes
  • Weitergabe von Bedürfnissen und Wünschen der Seniorinnen und Senioren an die Bezirksverwaltung
  • Informieren über die sozialen Angebote des Bezirksamtes

In den kommunalen Freizeitstätten

Zahlreiche ältere Bürger*innen besuchen unsere sieben Seniorenfreizeitstätten und nehmen an den verschiedensten Freizeitgruppen oder Veranstaltungen teil. Damit sich die Besucher*innen der Freizeitstätten wohlfühlen, benötigen wir die Unterstützung durch Ehrenamtliche bei organisatorischen Aufgaben sowie im hauswirtschaftlichen Bereich. Helfende Hände für Haus und Garten sind sehr willkommen. Zu den ehrenamtlichen Tätigkeiten gehören:

  • Gästeservice (Gespräche mit Gästen führen, bewirten, kassieren)
  • Veranstaltungen vor- und nachbereiten
  • Küchentätigkeiten und leichte Servicehilfen
  • Übernahme von Sonderaufgaben (Gartenpflege, Dekorationsarbeiten)
  • Leitung von Freizeitgruppen

Am Seniorentelefon

Senior*innen können sich mit allen Fragen, die mit dem Älterwerden einhergehen, an das Seniorentelefon wenden. Als Ehrenamtliche/r beraten Sie telefonisch rund um das Thema „Gut älter werden in Steglitz-Zehlendorf“. Sie hören den Senior*innen zu und nehmen sich Zeit, damit diese ihr Anliegen ausführlich schildern können oder sie mit Ihnen einfach eine/n gute/n Gesprächspartner/in haben. Wo es möglich ist, unterstützen Sie und knüpfen Kontakte zu anderen Einrichtungen des Bezirksamtes.

Wir bieten Ihnen:

  • eine intensive Einarbeitung
  • Aufwandsentschädigung
  • Unfall- und Haftpflichtversicherung
  • Fortbildungen
  • jährliche Dankesveranstaltung
  • das gute Gefühl, andere glücklich zu machen

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Sie!
Kontakt

Interessenten am Ehrenamt können sich gerne an Frau Weidner vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf wenden und einen Termin vereinbaren. Sie steht telefonisch und per E-Mail für Fragen, aber auch Anregungen und Wünsche, gerne zur Verfügung:
Telefon: 030/90299-2843
E-Mail: soz.ehrenamt@ba-sz.berlin.de (soz.ehrenamt@ba-sz.berlin.de)

Trödelmarkt am Bahnhof: Willkommen in Lichterfelde-West

Der sprichwörtliche Bummelzug, der „an jeder Milchkanne“ hält: das fällt einem an manchen Bahnhöfen spontan ein, wenn es ums Trödeln geht. Am S-Bahnhof Lichterfelde-West wird auf eine ganz andere Weise „getrödelt“: Immer wieder dienstags zwischen 11:30 Uhr und 16:00 Uhr versammelt sich eine verkaufstalentierte Damenriege auf der Sonnenterrasse des Bürgertreffpunkts Bahnhof Lichterfelde-West und bietet ihre Schätze aus dem privaten Inventar feil: antike und mit goldenen Lettern beschriftete Porzellanbehältnisse für Linsen, Nudeln und Gries, silberne Sahnekännchen, in der Sonne schimmernde Perlenketten, Kaffee- und Teekannen von anno dazumal, und sogar eine adrett gekleidete Porzellanpuppe mit akkurat geflochtenen Zöpfen … all dies und noch viel mehr gibt es auf den Verkaufstischen des sogenannten „Hausfrauentrödels“ zu entdecken.
„Hausfrauentrödel heute im Gartencafé neben dem S-Bahn-Fahrstuhl“ weist ein Plakat auf dem Bahnhofgelände den Weg.

Die Deutsche Bahn AG hat dem Bürgertreffpunkt die Freifläche offiziell zur Nutzung überlassen. Bei schönem Wetter gibt es tatsächlich keinen geeigneteren Platz für den Markt als auf der Terrasse, in Sicht- und Hörweite der ein- und abfahrenden S-Bahn-Züge. Seit März 2022 findet der „Hausfrauentrödel“ nach langer pandemiebedingter Pause wieder regelmäßig statt. Gut einkaufen macht Appetit. Deshalb öffnet die Freizeitstätte ab 14:15 Uhr ihren Saal und bietet zum Versüßen des Nachmittags allen Gästen Kaffee und Kuchen an. Bei schlechtem Wetter kann der Verkauf derzeit nicht stattfinden.

Auf ein Vierteljahrhundert kann das traditionsreiche Angebot bereits zurückblicken. Freizeitstättenleiter Andreas Ohrt nennt es zu Recht „eine Institution“. Im Jahr 2022 wird das historische Bahnhofsgebäude von Lichterfelde-West 150 Jahre alt. Verglichen damit ist die Trödel-Institution noch ausgesprochen jugendlich.