Beauftragte für Partnerschaften

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin distanziert sich, nachdem sich die polnische Partnerstadt Poniatowa zur LGBT-freien Zone erklärte

Wie das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf erst vor kurzem erfahren hat, erklärte sich die Partnergemeinde Poniatowa am 30. August 2019 zu einer LGBT (Lesbian,Gay,Bisexual,Transgender)-freien Zone. Die Frage, welche Konsequenzen die Anti-LGBT-Beschlüsse polnischer Städte und Gemeinden haben sollen, wird derzeit in vielen Partnerstädten diskutiert. Steglitz-Zehlendorf steht für eine freie Bürgergesellschaft, in der Meinungsfreiheit wie auch bürgerliche Grundfreiheiten, unabhängig von der sexuellen Orientierung, für unverzichtbar gehalten werden. Gegenüber der Partnergemeinde wurde deutlich gemacht, dass Toleranz und Gleichberechtigung die wesentlichen Pfeiler einer Demokratie bedeuten und das Bezirksamt die Haltung Poniatowas zutiefst bedauert. Das Europäische Parlament verurteilt LGBT-freie Zonen in Polen und fordert die polnischen Behörden nachdrücklich auf, diese Handlungenzu verurteilen und alle Entschließungen zurückzuziehen, in denen die Rechte der LGBT angegriffen werden. Steglitz-Zehlendorf schließt sich dieser EU-Erklärung vom 18.12.2019 in allen Punkten an.

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin erklärt, dass es sich vom Beschluss des Stadtrats von Poniatowa vom 30.08.2019 in aller Klarheit distanziert, weil es ihn für nicht vereinbar mit dem verbindenden Geist unserer Städtepartnerschaft hält.

Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski sagt:

Städtepartnerschaften leben vom gemeinsamen Austausch, der Menschen über Grenzen hinweg verbindet. Ein solcher Austausch beinhaltet gesellschaftliche Vielfalt und die Inklusion aller.

Alle Bezirksamtskollegen haben ein entsprechendes Schreiben an den Bürgermeister von Poniatowa mit unterschrieben:

Anschreiben Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf an Poniatowa wegen LGBT freier Zone

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Anschreiben Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf an Neleczow wegen LGBT freier Zone

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Anschreiben Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf an Kazimierz-Dolny wegen LGBT freier Zone

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Poniatowa, the Polish twin city of the Berlin District of Steglitz-Zehlendorf, declares itself an “LGBT-free zone

The Berlin District Office of Steglitz-Zehlendorf has recently learned that the district’s twin town Poniatowa declared itself an LGBT- (lesbian-, gay-, bisexual-, transgender-) free zone on 30 August 2019. Many twin cities of Polish towns and municipalities that have declared themselves anti-LGBT are discussing the implications of these declarations. The Berlin District of Steglitz-Zehlendorf stands for a free civil society where freedom of speech and fundamental civil liberties are indispensable, regardless of sexual orientation. We have made it clear to our twin town that tolerance and equality are the main pillars of democracy and that our District Office very much deplores the stand being adopted by Poniatowa. The European Parliament condemns Poland for its LGBT-free zones and urges Polish authorities to condemn this action and withdraw all resolutions attacking LGBT rights. The Berlin District of Steglitz Zehlendorf fully endorses this declaration issued by the EU on 18 December 2019.

The Berlin District of Steglitz-Zehlendorf wishes to make it very clear that it distances itself from the decision taken by the City Council of Poniatowa on 30 August 2019 because it considers this decision to be incompatible with the joint spirit of our twinning agreement.

The Mayor of the Berlin District of Steglitz-Zehlendorf Cerstin Richter-Kotowski said:

Town twinning thrives on the lively exchange that connects people across borders. Such exchange is based on social diversity and the inclusion of everyone.

All the staff of the District Office of Steglitz-Zehlendorf has signed the letter to be sent to the Mayor of Poniatowa.

Press contact:

Berlin District Office of Steglitz-Zehlendorf
Press, public relations and digital communication
Kirchstr. 1/3, 14163 Berlin
email: presse@ba-sz.berlin.de

Anschreiben Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf an Poniatowa wegen LGBT freier Zone- Englische Version

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Polskie miasto partnerskie dzielnicy Berlina Steglitz-Zehlendorf Poniatowa miastem wolnym od LGBT

Z informacji, do ktörych dotarły ostatnio władze dzielnicy Berlina Steglitz-Zehlendorf, Rada Miejska Poniatowej oglosiła się na mocy uchwały z dnia 30 sierpnia 2019 strefą wolną od LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender). Wśród innych miast partnerskich za granicą toczą się aktualnie dyskusje na temat konsekwencji związanych z wydaniem uchwały antyLGBT.

Dzielnica Berlin Steglitz-Zehlendorf wspiera swoje społeczeństwo obywatelskie, a wolność słowa oraz podstawowe wolności społeczne traktuje jako niezbywalne prawa człowieka, niezależnie od jego orientacji seksualnej. Tolerancja i równouprawnienie to istotne podstawy każdego ustroju demokratycznego. Bardzo żałuję, Poniatowa objęła w tej kwestii inne stanowisko.

Parlament Europejski potępił strefy wolne od LGBT, a polskie urzedy państwowe wezwał do ich kategorycznego potępienia oraz cofnięcia decyzji naruszających prawa przedtawicieli LGBTI. Ponadto podkreślił, że otrzymywane przez Polskę fundusze z Uni Europejskiej nie mogą być wykorzystywane do celów dyskryminujacych innych obywateli. Dzielnica Steglitz-Zehlendorf podziela w pełni stanowisko Unii Europejskiej w tej sprawie.

Władze dzielnicy Berlin Steglitz-Zehlendorf oświadczają, że stanowczo dystansują się od uchwały Rady Miejskiej Poniatowej z dnia 30 sierpnia 2019, gdyż są przekonania, iż narusza ona ducha zawartego porozumienia między oba miastami.

Burmistrz Cerstin Richter-Kotowski oswiadcza:
bq. Miasta partnerskie żyją ideą wspólnej wymiany, która łączy ludzi ponad granicami ich państw. Istotną cechą wymian jest różnorodność społeczeństw i akceptowanie wszystkich obywateli.

Władze podpisały pismo skierowane do burmistrza Poniatowej.

Anschreiben BA wg. LGBT freier Zone Poniatowa polnische Version

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Partnerstädte

Nentershausen, Burg Tannenberg
Burg Tanneberg in Nentershausen
Bild: Gemeinde Nentershausen

Bereits seit 1962 pflegt der Bezirk partnerschaftliche Beziehungen zu anderen Städten auf der ganzen Welt mit dem Ziel des gemeinsamen kulturellen Austausches, der Völkerverständigung sowie der Realisierung gemeinsamer Projekte.

Die Partnerschaften wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Gegebenheiten gegründet und bieten je nach Region unterschiedliche Schwerpunkte. Die partnerschaftlichen Aktivitäten reichen hier von Aspekten der Völkerverständigung bis zur humanitären Unterstützung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas

Bildvergrößerung: Ronneby school Orchester 2016
Ronneby school Orchester 2016
Bild: Bezirksamt Steglitz- Zehlendorf

Im Rathaus Zehlendorf, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin, Bauteil A, 1. Etage, gibt es eine Dauerausstellung über die Partnerstädte des Bezirks, die montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist. Der Eintritt ist frei. Die Fotogalerie wurde in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Träger YOPIC e.V. erarbeitet. Durch die Unterstützung des Jobcenters Berlin Steglitz-Zehlendorf konnte das Projekt „Fotogalerie der Partnerstädte“ und „Broschüre der Städtepartnerschaften“ ermöglicht werden.

Bildvergrößerung: Tanzgruppe aus Charkow-Ordshonikidse im Bürgersaal
Kinder aus Charkow
Bild: Städtepartnerschaftsverein

Nach dem Berliner Mauerbau 1961 wurden die ersten Partnerschaften mit westdeutschen Städten geschlossen, sozusagen Brücken gebaut zur „Insel“ Berlin.

Seit über 50 Jahren bestehen die Partnerschaften mit Bonn-Bad Godesberg und Hannoversch Münden. Danach folgten Rendsburg-Eckernförde, Bremerhaven, Nentershausen und Hagen/Westfalen. Neben ersten Kontakten auf kommunalpolitischer Ebene fanden später vor allem Jugend- und Schüleraustausch sowie sportliche und kulturelle Begegnungen statt.

Bildvergrößerung: Jugendliche aus Szilvásvárad
Bezirksbürgermeisterin Frau Richter- Kotowski (4. v.r.) begrüßt Jugendliche aus Szilvásvárad
Bild: Bezirksamt Steglitz- Zehlendorf

Der ehemalige Bezirk Steglitz schloss 1966 eine Partnerschaft mit der israelischen Stadt Kiriat Bialik, der ehemalige Bezirk Zehlendorf hat seit 1975 die israelische Stadt Sderot als Partner. Aus diesem Grund gibt es seit der Bezirksfusion Steglitz-Zehlendorf zwei Partnerstädte des gleichen Landes. Eine Besonderheit war 1988 die Begründung der Partnerschaft des ehemaligen Bezirks Zehlendorf mit Königs Wusterhausen in Brandenburg, damals noch zur DDR gehörend.

Bildvergrößerung: Die Delegationen aus Steglitz-Zehlendorf und aus Seoul-Songpa
Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 16.04.2013 in Songpa
Bild: Gemeinde Songpa-Seoul

Nach dem Fall der Mauer sind die elf ausländischen Städtepartner mehr in den Vordergrund gerückt. Die letzte Partnerschaft wurde 2013 mit Songpa-Seoul/Korea geschlossen.

Kiriat Bialik
Kiriat- Bialik
Bild: Thorsten Schröder

Jede Partnerstadt bedeutet auch eine Verpflichtung, sich umeinander zu kümmern, die Partnerschaft zu pflegen. Die Beziehungen werden auf kulturellen, touristischen und kommunalpolitischen Gebieten gestaltet und den Kontakten junger Menschen besondere Aufmerksamkeiten gewidmet. Freundschaftliche Kontakte bestehen daneben zu weiteren Städten, Gemeinden und Landkreisen.

Naleczow
Kurhaus von Naleczow
Bild: Gemeinde Naleczow

Neben dem bezirklichen Büro für Städtepartnerschaften werden auch durch den Städtepartnerschaftsverein Steglitz-Zehlendorf e.V., Martin-Buber-Str. 2, 14160 Berlin (Bürozeit: montags 16-18 Uhr), Tel. (030) 67463005, E-Mail, seit 1987 die Beziehungen zu anderen Städten aktiv mitgestaltet.

Seit Oktober 1955 besteht zudem eine Patenschaft mit der Landsmannschaft der Ostpreußen und seit Mai 1997 mit der 2. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium für Verteidigung. Seit 1997 gibt es eine Patenschaft mit der Reservistenkameradschaft Berlin-Südwest.

Übersicht der Partnerstädte und befreundeten Gemeinden / Landkreise