Geschichte der Partnerschaft im Überblick
Seit 1962 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Steglitz-Zehlendorf und Bonn-Bad Godesberg. Die Partnerschaft der beiden Bezirke schafft eine dauerhafte Verbindung zwischen der früheren Bundeshauptstadt Bonn und der heutigen Bundeshauptstadt Berlin. Die heutige „Bundesstadt“ Bonn besteht aus den vier Stadtbezirken Bonn, Beuel, Hardtberg und Bad Godesberg. 1969 kam Bad Godesberg im Rahmen einer kommunalen Neuordnung zu Bonn.
Die Partnerschaft geht zurück auf die Initiative des damaligen Bundestagsabgeordneten Dr. Göke Frerichs (1923-2014), der im November 1961 im Godesberger Stadtrat einen Antrag auf Abschluss eines Freundschaftsabkommens stellte. Zu diesem Zeitpunkt stand die Solidarität und Verbundenheit mit den Menschen im geteilten Berlin im Vordergrund: „Die Bedrohung West-Berlins durch die Maßnahmen des 13. August 1961 erfüllt uns mit tiefer Sorge. Neben unserer Arbeit im politischen Raum für die Freiheit Berlins soll unsere Hilfe besonders den Menschen dieser bedrängten Stadt gelten“, lautete die Begründung der Initiative.
Vom 8. bis 16. Juni 1962 reiste eine Delegation aus Bad Godesberg im Rahmen der Feierlichkeiten zur Steglitzer Woche nach Berlin, wo die Städtefreundschaft offiziell an den Start ging. Damals amtierte Dr. Peter Bloch (Amtszeit 1959-1965) als Bezirksbürgermeister von Steglitz.
Im Mai 2012 wurde das 50-jährige Partnerschaftsjubiläum feierlich auf der Steglitzer Woche begangen, am gleichen Standort auch der 60ste Jahrestag im Jahre 2022. Steglitz-Zehlendorfs Bezirksbürgermeister a.D. Norbert Kopp (Amtszeit 2006-2016) und seine Bad Godesberger Amtskollegin, Bezirksbürgermeisterin a.D. Annette Schwolen-Flümann (Amtszeit 2002-2014), unterzeichneten am 25. Mai 2012 ein Dokument, das die seit 1962 bestehende Freundschaft beurkundete. Tenor: “Die Kommunen verpflichten sich, die Beziehungen auf kulturellem, wirtschaftlichem und touristischem Gebiet auf allen Ebenen so intensiv wie möglich zu gestalten und vor allem den Begegnungen junger Menschen aus beiden Regionen besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung zuteil werden zu lassen”.