Nicht selten verbirgt er sich gut getarnt hinter der Maske vermeintlicher Israelkritik, verschwörungsideologischer Strömungen wie der „Querdenker“-Szene, des „Reichsbürger“-Milieus oder – noch unverfänglicher erscheinend – des „Spaziergängers“: der Antisemitismus in seinen verschiedenen Spielarten.
Antisemitismus auf seine rassistische Komponente zu beschränken, würde dem weit umfassenderen Phänomen allerdings nicht gerecht. In einem geschlossen antisemitischen Weltbild werden Jüdinnen und Juden auf der einen Seite als rückständig und minderwertig, auf der anderen Seite als übermächtig dargestellt. Antisemitische, aber auch “antizionistische” Verschwörungsmythen zeichnen ein allmächtiges Feindbild, das Jüdinnen und Juden pauschal für komplexe gesellschaftliche Entwicklungen verantwortlich macht und ihnen eine geheime Kontrolle über Politik, Finanzwesen, Wirtschaft oder Medien zuschreibt.
In Steglitz-Zehlendorf wird Antisemitismus wie jede andere gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nicht geduldet. Toleranz für Intoleranz darf es nicht geben. Zusammen mit dem Berliner Landesbeauftragten für Antisemitismusprävention, Prof. Dr. Samuel Salzborn, sind wir wachsam und achten darauf, dass Antisemitismus bei uns keine Chance hat.