07/2024 – Spiegelwand antisemitisch beschmiert

Provisorisch verdeckte Schmiererei an der Spiegelwand auf dem Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz

Provisorisch verdeckte Schmiererei an der Spiegelwand auf dem Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz

Juli 2024

Unbekannte haben die Spiegelwand auf dem Hermann-Ehlers-Platz beschädigt. Einsatzkräfte der Polizei hatten die antisemitischen Farbschmierereien festgestellt. Der politische Hintergrund der Tat ist unzweifelhaft.

„Die Spiegelfassade des Denkmals wurde mit einem Schriftzug mit politischem Inhalt beschädigt. Der Schriftzug wurde unkenntlich gemacht“, teilte die Polizei mit. Inzwischen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. „Aufmerksame Zeugen“ hätten den Schriftzug bemerkt und die Polizei alarmiert, schreibt das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf in einer Pressemitteilung vom 8. Juli 2024. Die Polizei habe die antisemitischen Aussagen „provisorisch unkenntlich“ gemacht, teilt das Bezirksamt weiter mit. Deren Entfernung wurde umgehend in Auftrag gegeben.

Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski verurteilte „diese verachtenswerte Straftat auf das Schärfste“ und gab bekannt, dass das Bezirksamt Anzeige erstattet habe. „Wir werden nicht zulassen, dass Antisemiten jüdisches Leben bedrohen oder Angsträume schaffen“, fügte sie hinzu.

Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski vor der gehissten Mayors for Peace-Flagge am Rathaus Zehlendorf

Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski vor der gehissten Mayors for Peace-Flagge am Rathaus Zehlendorf

Klares Bekenntnis zu Israel am „Mayors for Peace Day“

Sicher war es nur Zufall, dass dieser Zwischenfall ausgerechnet auf den Tag fiel, an dem die grün-weiße Fahne des internationalen Netzwerks „Mayors for Peace“ („Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden“) vor dem Rathaus Zehlendorf gehisst wurde. Sie weht am 8. Juli 2024, dem „Mayors for Peace Day“ (Flaggentag), einträchtig neben den beiden Flaggen des Staates Israel und der Ukraine. Dem Hass einiger weniger wird die Hoffnung auf Frieden und Solidarität entgegengesetzt.

„In Zeiten globaler Unsicherheiten ist es wichtiger denn je, dass wir als Gemeinschaft zusammenstehen und ein starkes Zeichen für Solidarität, Frieden und gegen jegliche Form von Antisemitismus setzen“, betont Cerstin Richter-Kotowski, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf.

Die gesamte Pressemitteilung des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf vom 8. Juli 2024 finden Sie hier.

Antisemitismusprävention

Beauftragter gegen Antisemitismus

Christian Urlaub