Der Albineaplatz in Johannisthal erinnert an die besondere Verbindung zwischen Treptow‑Köpenick und der norditalienischen Gemeinde Albinea. Diese Partnerschaft hat ihren Ursprung in einem tragischen Ereignis des Jahres 1944: Fünf deutsche Soldaten, darunter der aus Treptow stammende Hans Schmidt, wurden in Albinea von der Wehrmacht hingerichtet, weil man ihnen Kontakte zur italienischen Resistenza vorwarf. Der örtliche Pfarrer Don Ugoletti setzte sich mutig dafür ein, dass die Männer nicht anonym verscharrt wurden, sondern ihre Namen auf den Gräbern erhalten blieben – ein Akt der Menschlichkeit in einer Zeit der Gewalt.
Fünfzig Jahre später ehrte Albinea die fünf Getöteten posthum als Ehrenbürger. An der Gedenkfeier nahm auch die Tochter von Hans Schmidt teil, die dadurch die ersten persönlichen Kontakte zwischen Albinea und Treptow‑Köpenick knüpfte. Aus diesen Begegnungen entwickelte sich eine enge Beziehung, die 1997/ 1998 in ein offizielles Partnerschaftsabkommen mündete. Um diese Verbindung sichtbar im Stadtbild zu verankern, erhielt der Platz vor dem alten Rathaus Johannisthal im Jahr 2003 den Namen Albineaplatz – als Zeichen der Erinnerung, der Versöhnung und der lebendigen Freundschaft zwischen beiden Gemeinden.
Auf dem Albineaplatz befindet sich ein Denkmal für die Opfer des Faschismus und davon abgesetzt ein Gedenkstein, der eine Namenstafel einiger Johannisthaler Opfer, darunter den Namen von Hans Schmidt, trägt. Die Namenstafel wird nach Diebstahl derzeitig neu beschafft.