Gemeinsam für die Artenvielfalt: Bezirksamt und Wildbienen-Grundschule bauen ein Wildbienenhabitat auf dem Waldfriedhof Oberschöneweide auf

Pressemitteilung vom 26.10.2026

Wo es möglich ist, pflegt das Straßen- und Grünflächenamt das Stadtgrün naturnah und fördert mit verschiedenen Maßnahmen die biologische Vielfalt im Bezirk Treptow-Köpenick. Ein Tier steht dabei immer besonders im Mittelpunkt: die Wildbiene. Im Sommer 2026 haben sich nun Bienen-Fans für ein Projekt zusammengetan: Die Garten-AG der Wildbienen-Grundschule entwickelt auf dem Waldfriedhof Oberschöneweide gemeinsam mit der Friedhofsleiterin und ihrem Grünpflegeteam ein Wildbienenhabitat weiter. Dabei übernehmen bis zu 15 Kinder gemeinsam mit ihren Erziehern einmal in der Woche kleinere Aufgaben wie Wildwuchs zupfen, Sand und Lehm aufschütten oder dem Friedhofs-Team beim Aufbau von Gabionen helfen. Inzwischen wurden auch noch Stauden gepflanzt und eine Blühwiese angelegt.

Anfang Oktober 2026 haben sich Bezirksstadträtin Dr. Claudia Leistner, Leiter des Straßen- und Grünflächenamts Hr. Glüsenkamp und Leiterin der Wildbienen-Grundschule Fr. Kühn mit den Kindern der Garten-AG und Erzieher Hr. Kroonen sowie den Friedhofsmitarbeitenden am Wildbienenhabitat getroffen und sich ein Bild von der Anlage gemacht. Die Kinder erklärten der Stadträtin aufgeregt, was sie alles schon für die Wildbiene gemacht haben, und erhielten von ihr noch ein kleines Dankeschön.

Dazu Dr. Claudia Leistner, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt: „Wenn die Kinder selber aktiv werden können, macht das nicht nur den Naturschutz erlebbar, sondern ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie gemeinsames Engagement die biologische Vielfalt vor Ort stärken kann. Ich freue mich, dass das Straßen- und Grünflächenamt gemeinsam mit der Grundschule neue Lebensräume für die Wildbiene schafft.

Das engagierte Friedhofsteam hat auf dem Waldfriedhof Oberschöneweide zuletzt auch ein Habitat für Blindschleichen angelegt. Friedhöfe eignen sich besonders gut als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Das Straßen- und Grünflächenamt entwickelt dort bestimmte, stillgelegte Friedhofsflächen zu Hotspots biologischer Vielfalt weiter. Dazu gehört beispielsweise, dass Wiesen zeitversetzt (oder auch mit Schafen) gemäht werden oder Totholz als Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere erhalten wird.

Das Bezirksamt entwickelt sein Stadtgrün bereits seit Jahren besonders naturnah und ökologisch wertvoll und wurde dafür zuletzt mit dem Label „StadtGrün naturnah“ in Gold des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt e. V.“ (Kommbio) ausgezeichnet.