32-jähriger Kirschbaum in Altglienicke wurde fünfmal angebohrt – Bezirksamt bittet um Hinweise

Pressemitteilung vom 09.04.2025

Bei einer Kontrolle am 31. März 2025 haben Mitarbeitende des Straßen- und Grünflächenamts fünf Bohrlöcher und einen chemischen Geruch an einem 32-jährigen Kirschbaum (Prunus) mit Baumnummer 99 auf der Grünfläche am Gerosteig 36 / Pegasuseck in Altglienicke festgestellt. Die Wunden am Stamm haben einen Durchmesser von je etwa einem Zentimeter und sind bis zu neun Zentimeter tief. In die Bohrungen am Wurzelstamm wurde eine toxische Flüssigkeit eingebracht. Es wird davon ausgegangen, dass Unbekannte den 15 Meter hohen Baum so abtöten wollen.

Bohrloch in Baumstamm

Das Straßen- und Grünflächenamt beobachtet den Zustand des Baumes. Es ist nicht sicher, ob der Baum die Wunden schließen kann und überlebt.

Die Tat wurde zur Anzeige gebracht. Die Polizei hat bei der Beweissicherung Proben der Flüssigkeit entnommen. Der Gesamtschaden wurde noch nicht ermittelt, wird aber auf mehrere tausend Euro geschätzt.

Kirschbaum am Gerosteig

Das ist bereits der fünfte bekannte Fall von Baumbeschädigungen im Bezirk. Erst vor wenigen Wochen wurde eine 108-jährige Linde in der Nieberstraße 13 in Johannisthal angebohrt und in das Loch eine giftige Substanz eingebracht. Auf gleiche Weise wurde eine weitere alte Linde gegenüber der Regattastraße 158 im Juni 2024 beschädigt.
Im Jahr 2021 wurde an einer ca. 200 Jahre alten Eiche in der Parkanlage gegenüber der Regattastraße 151-158 ein Bohrloch am Stammfuß und Lösungsmittelgeruch festgestellt. Ebenfalls in der Regattastraße wurde im August 2013 eine ca. 100-jährige Linde im Wurzelstammbereich angebohrt und eine toxische Flüssigkeit eingefüllt. Die beiden Bäume wurden dadurch abgetötet und mussten gefällt werden.

Die Fälle konnten bislang nicht aufgeklärt werden.

Die Öffentlichkeit wird um Mithilfe gebeten. Falls Sie etwas Verdächtiges beobachtet haben, melden Sie sich bitte bei einer Polizeidienststelle oder beim Straßen- und Grünflächenamt.