Berlins Soziale Unternehmen 2026 stehen fest

Berlins Soziale Unternehmen 2026

Am 19. Mai 2026 zeichnete die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWiEnBe) zum dritten Mal neun Soziale Unternehmen aus. Diese Unternehmen verfolgen mit ihren Geschäftsmodelle gemeinwohlorientierte Zwecke und sind wichtige Treiber der sozialen und ökologischen Transformation der Wirtschaft in und um Berlin. Die Preisträger:innen wurden in den Kategorien Mensch, Planet und Transformation von einer Jury aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählt und bei der Preisverleihung auf der re:publica vor einem großen Publikum ausgezeichnet.

Staatssekretär Michael Biel eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort. Er betonte die Relevanz Sozialer Unternehmen für Berlin und verwies auf die im März veröffentlichte Studie zu Sozialen Unternehmen in Berlin. Diese zeigte: Es gibt ca. 3000 idealtypische Soziale Unternehmen in Berlin, die in 2024 insgesamt ca. 5 – 6 Mrd. € erwirtschafteten.

„Berlin ist Hotspot für Soziales Unternehmer:innentum in Deutschland! Der diesjährige Wettbewerb zeigt wieder eindrucksvoll, wie wirtschaftsstark, wirkungsvoll und vielfältig der Sektor in der Hauptstadt ist. Hier werden die sozialen Innovationen erdacht, die wir für eine zukunftsfähige Wirtschaft und Gesellschaft brauchen. Mein Appell an alle Sozialen Unternehmer:innen ist, Bleibt mutig! Tut Gutes und vor allem: sprecht darüber.“ – Michael Biel, Staatssekretär für Wirtschaft

In ihrer Keynote schlug Ela Kagel, Digitalstrategien sowie Mitgründerin & Vorstand von Platform Coops eG, die Brücke zwischen Sozialem Unternehmertum und aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die digitale Gesellschaft.

Bei der Preisverleihung wurde den Erstplatzierten jeder Preiskategorie ein mit je 5.000 Euro dotierter Award überreicht, die Zweitplatzierten erhielten je 3.000 Euro und die Drittplatzierten je 2.000 Euro Preisgeld.

Die Gewinner:innen des Wettbewerbs Berlins Soziale Unternehmen 2026

Kategorie Planet

1. Platz: Haferkater

Haferkater zeigt, wie nachhaltige Ernährung im Alltag funktionieren kann: Das Berliner Unternehmen verkauft Fastfood mit Fokus auf gesunde, pflanzenbasierte Ernährung und ressourcenschonende Zutaten. Mit Standorten an hochfrequentierten Orten wie Bahnhöfen skaliert das Unternehmen ihre Wirkung. Um ihre soziale Mission zu sichern, sind sie ein Unternehmen in Verantwortungseigentum.

Haferkater zeigt, wie nachhaltige Ernährung im Alltag funktionieren kann: Das Berliner Unternehmen verkauft Fastfood mit Fokus auf gesunde, pflanzenbasierte Ernährung und ressourcenschonende Zutaten. Mit Standorten an hochfrequentierten Orten wie Bahnhöfen skaliert das Unternehmen ihre Wirkung. Um ihre soziale Mission zu sichern sind sie ein Unternehmen in Verantwortungseigentum.

Formate: video/youtube

2. Platz: Kreisler

Kreisler setzt sich für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in Berlin ein. Mit ihrem Reparatur- und Leihladen von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft entwickelt Kreisler Projekte rund um Wiederverwendung, Reparatur und Ressourcenschonung. Ihr Ziel: Mehr Kreislauf-Läden als McDonald’s-Filialen!

Kreisler setzt sich für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in Berlin ein. Mit ihrem Reparatur- und Leihladen von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft entwickelt Kreisler Projekte rund um Wiederverwendung, Reparatur und Ressourcenschonung. Ihr Ziel: Mehr Kreislauf-Läden als McDonald’s-Filialen!

Formate: video/youtube

3. Platz: STRAYZ

STRAYZ ist das erste soziale Tierfutterunternehmen: Das Berliner Unternehmen verkauft hochwertiges Bio-Tierfutter und unterstützt mit jedem verkauften Produkt Straßenhunde und -katzen weltweit. Dank ihres sozialen Geschäftsmodells konnten bereits über 1 Mio. € gespendet werden!

STRAYZ ist das erste soziale Tierfutterunternehmen: Das Berliner Unternehmen verkauft hochwertiges Bio-Tierfutter und unterstützt mit jedem verkauften Produkt Straßenhunde und -katzen weltweit. Dank ihres sozialen Geschäftsmodells konnten bereits über 1 Mio. € gespendet werden

Formate: video/youtube

Kategorie Mensch

1. Platz: Kopfsachen

Kopfsachen stärkt die mentale Gesundheitskompetenz sowie die emotionale und soziale Kompetenz von Jugendlichen. Sie bieten diverse Workshopformate an – mit Wirkung: Studien zeigen, dass bei 72,5 % der Teilnehmenden sich die emotionale Selbstwirksamkeit signifikant verbesserte und zusätzlich signifikante Verbesserungen in der Emotionsregulation sowie eine gestiegene Bereitschaft, professionelle Hilfe zu suchen, erzielt werden.

Kopfsachen stärkt die mentale Gesundheitskompetenz sowie die emotionale und soziale Kompetenz von Jugendlichen. Sie bieten diverse Workshopformate an – mit Wirkung: Studien zeigen, dass bei 72,5 % der Teilnehmenden sich die emotionale Selbstwirksamkeit signifikant verbesserte und zusätzlich signifikante Verbesserungen in der Emotionsregulation sowie eine gestiegene Bereitschaft, professionelle Hilfe zu suchen, erzielt werden.

Formate: video/youtube

2. Platz: LeistungsLotse

LeistungsLotse unterstützt Menschen dabei, passende soziale Leistungen einfacher zu finden und in Anspruch zu nehmen. Sie reduzieren Barrieren in der Inanspruchnahme durch eine vereinfachte digitale Antragstellung und schaffen gleichzeitig Mehrwert für die Verwaltung. Das Unternehmen trägt so dazu bei, soziale Teilhabe und Chancengerechtigkeit zu verbessern.

LeistungsLotse unterstützt Menschen dabei, passende soziale Leistungen einfacher zu finden und in Anspruch zu nehmen. Sie reduzieren Barrieren in der Inanspruchnahme durch eine vereinfachte digitale Antragstellung und schaffen gleichzeitig Mehrwert für die Verwaltung. Das Unternehmen trägt so dazu bei, soziale Teilhabe und Chancengerechtigkeit zu verbessern.

Formate: video/youtube

3. Platz: Service Inklusiv

Service Inklusiv schafft Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Ihr Ansatz: Sie transformieren die klassische Inklusionsfirma zum systemrelevanten Full-Service-Partner innerhalb des Unionhilfswerks. Die Qualifizierung inklusiver Teams für die Prüfung technischer Geräte bricht das Stigma der “einfachen Arbeit” auf und schafft technologisch anspruchsvolle Arbeitsplätze.

Service Inklusiv schafft Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Ihr Ansatz: Sie transformieren die klassische Inklusionsfirma zum systemrelevanten Full-Service-Partner innerhalb des Unionhilfswerks. Die Qualifizierung inklusiver Teams für die Prüfung technischer Geräte bricht das Stigma der "einfachen Arbeit" auf und schafft technologisch anspruchsvolle Arbeitsplätze.

Formate: video/youtube

Kategorie Transformation

1. Platz: bcause

bcause hat eine Plattform geschaffen, die Spenden, Stiften und Impact Investing so einfach macht wie Online-Banking – mit dem Ziel, private Mittel dort zu mobilisieren, wo sie gebraucht werden. Sie modernisieren die Kultur des Gebens und tragen so dazu bei, dass deutlich mehr Kapital mobilisiert wird, Transaktionskosten reduziert werden und Mittel insbesondere bei kleineren Organisationen besser ankommen.

bcause hat eine Plattform geschaffen, die Spenden, Stiften und Impact Investing so einfach macht wie Online-Banking – mit dem Ziel, private Mittel dort zu mobilisieren, wo sie gebraucht werden. Sie modernisieren die Kultur des Gebens und tragen so dazu bei, dass deutlich mehr Kapital mobilisiert wird, Transaktionskosten reduziert werden und Mittel insbesondere bei kleineren Organisationen besser ankommen.

Formate: video/youtube

2. Platz: Coffee Circle

Coffee Circle macht das Lieblingsgetränk der Deutschen zum Hebel für eine gerechtere Weltwirtschaft. Das Berliner Fair-Trade-Unternehmen setzt auf extrem nachhaltige Lieferketten. Es bezahlt die Kaffeebauer:innen über dem Marktdurschnitt und investiert in langfristige Partnerschaften. Zusätzlich werden 1 € pro verkauftem Kilo Kaffee an gemeinwohlorientierte Projekte in den Anbauregionen gespendet.

Coffee Circle macht das Lieblingsgetränk der Deutschen zum Hebel für eine gerechtere Weltwirtschaft. Das Berliner Fair-Trade-Unternehmen setzt auf extrem nachhaltige Lieferketten. Es bezahlt die Kaffeebauer:innen über dem Marktdurschnitt und investiert in langfristige Partnerschaften. Zusätzlich werden 1 € pro verkauftem Kilo Kaffee an gemeinwohlorientierte Projekte in den Anbauregionen gespendet.

Formate: video/youtube

3. Platz: Cradle to Cradle NGO

Die Cradle to Cradle NGO unterstützt Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen dabei, Produkte, Prozesse und Systeme neu zu denken: sie müssen von Anfang an so gestaltet werden, dass sie einen positiven Beitrag leisten und Materialien in sicheren Kreisläufen geführt werden. Mit innovativen Veranstaltungen, Netzwerken, politischen Impulsen und praktischer Anwendung wie im C2C LAB treibt die Organisation die zirkuläre Transformation voran.

Die Cradle to Cradle NGO unterstützt Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen dabei, Produkte, Prozesse und Systeme neu zu denken: sie müssen von Anfang an so gestaltet werden, dass sie einen positiven Beitrag leisten und Materialien in sicheren Kreisläufen geführt werden. Mit innovativen Veranstaltungen, Netzwerken, politischen Impulsen und praktischer Anwendung wie im C2C LAB treibt die Organisation die zirkuläre Transformation voran.

Formate: video/youtube

Die Auswahl traf unsere neunköpfige Jury:

Kategorie Planet

Jonas Nipkow – Projektleiter „Social Economy Berlin”, SEND e.V.
Deniz Ficicioglu – CEO & Founder wunderfish GmbH
Daniel Büchle – CEO afb social & green IT

Kategorie Mensch

Ela Kagel – Mitgründerin & Vorstand Platform Coops eG
Jan-Philipp Heinisch – Startup-Wirtschaft und Existenzgründungen, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Anne Jeglinski – stellv. Geschäftsführerin und Leiterin der Geschäftsstelle Bezirke des Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V.

Kategorie Transformation

Antje Meyer – CoFounder & CoCEO nextblooming GmbH
Lukas Marzi – Gründer Marziplan Gülcan Nitsch – Founder & CEO Yeşil Çember – ökologisch. interkulturell. gGmbh

Berlins Soziale Unternehmen 2026