Besondere Chancen bietet die Circular Economy, in der die Elektroindustrie durch Materialrückgewinnung, die Nutzung von Sekundärrohstoffen und zirkuläre Geschäftsmodelle einen großen Beitrag leisten kann. Laut derPotenzialstudie zur Circular Economy im industriellen Sektor Berlins, die im Rahmen des Masterplans Industriestadt Berlin 2022-2026 erarbeitet wurde, liegt für die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie besonders großes wirtschaftliches Potenzial in dem steigenden Angebot an zirkulären Geschäftsmodellen für elektrotechnische und Elektronikgeräte: „Sowohl Hersteller von Elektrotechnik und Elektronikgeräten als auch Drittanbieter offerieren Verbraucherinnen und Verbrauchern verstärkt Sharing-, Leasing- und Reparaturangebote“, heißt es in der Studie. Allein in Berlin gibt es bereits über 1.700 zirkuläre
Initiativen und Geschäftsmodelle. Weitere Chancen für die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie liegen laut den Autorinnen und Autoren in der Umwelt- und Energietechnologie sowie der Elektromobilität: „Die interviewten Expertinnen und Experten sehen Berlin durch Unternehmen, die Stromrichter und elektronische Ausrüstungen für Windkraftanlagen, Solarkraftwerke und Industrieanwendungen herstellen, als zukunftsträchtigen Standort mit großem wirtschaftlichem Potenzial im Bereich der Umwelt- und Energietechnologien.“ Der digitale Produktpass ist ein Datensatz, der transparent macht, aus welchen Komponenten, Materialien und chemischen Substanzen etwas besteht und Informationen zu Reparierbarkeit, Ersatzteilen oder fachgerechter Entsorgung enthalten kann – und das über alle Phasen des Produktlebenszyklus hinweg. Für die Elektroindustrie ist das ein besonders wertvolles Tool, da dort Metalle, kritische Rohstoffe und Seltene Erden eingesetzt werden und die Verwendung regionaler
Sekundärrohstoffe einen Vorteil bedeuten kann.
Förderung durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt die Branche unter anderem, indem sie Wirtschaftswachstum vorantreibt und damit bestehende Unternehmen stärkt sowie neue Ansiedlungen unterstützt.
Das passiert zum Beispiel über:
- Das Resilienzprogramm ist eine Weiterentwicklung von „Neustart Berlin“, das Unternehmen nach der Corona-Pandemie unterstützen sollte.
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SolarPLUS und „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ (WELMO), treiben den Ausbau erneuerbarer Energien und der Elektromobilität voran. In ganz Berlin sollen bis 2035 mindestens 25 Prozent des in der Stadt erzeugten Stroms aus Solarenergie gewonnen werden. Auf den Dächern der Messe Berlin entsteht beispielsweise Deutschlands drittgrößte Solardachanlage. Auf 50.000 Quadratmetern werden rund 15.000 Photovoltaik-Module installiert. Sie sollen eine Gesamtleistung von bis zu 6 Megawattpeak erzielen und pro Jahr fünf Gigawattstunden Strom erzeugen – das entspricht dem Verbrauch von 2.500 Zweipersonen-Haushalten. Die Anlage wird rund 1.900 Tonnen Kohlenstoffdioxid einsparen.
Weitere Förderthemen für die Industrie auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene sind im Fördertableau zusammengetragen.