Sehenswertes - Technik und Wissenschaft

Schloss Köpenick
Archenhold Sternwarte

Archenhold Sternwarte

Anlässlich der Berliner Gewerbeausstellung von 1896 im Treptower Park wurde zunächst ein provisorischer Holzbau errichtet. Nach einem Brand des Holzgebäudes erfolgte am 17. Mai 1908 die Grundsteinlegung für einen Neubau, der bereits am 4. April 1909 fertiggestellt war. Weit über die Grenzen des Bezirkes hinaus ist die Sternwarte vor allem bekannt durch das längste Linsenfernrohr der Welt mit 21 Metern. Für ihren wissenschaftlichen Ruf spricht die Tatsache, dass Albert Einstein hier im Jahr 1915 einen öffentlichen Vortrag über die Relativitätstheorie hielt.

Die Nationalsozialisten entrechten und verfolgen die Familie des bekannten Wissenschaftlers und Begründers der Sternwarte Friedrich Simon Archenhold. Seine Frau und eine Tochter sterben im KZ Theresienstadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Sternwarte den Namen ihres Gründers.

Anschrift:
Alt Treptow 1
12435 Berlin

Ehemaliger Flugplatz Johannisthal

Ehemaliger Flugplatz Johannisthal

Der ehemalige Flugplatz Johannisthal öffnete im September 1909. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg stand der Flugplatz jeweils unter militärischer Verwaltung und beherbergte wissenschaftliche Forschungseinrichtungen wie ab 1912 die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL). Wissenschaftliche Höchstleistungen und militärische Ambitionen gingen eine unheilige Allianz ein. Aus den 30iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind der große Windkanal, der Trudelwindkanal, der Motorenprüfstand und zwei Hangare erhalten, sie stehen unter Denkmalschutz.

Der erste reguläre deutsche Motorflugplatz hatte seine Hochzeit in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg als der friedliche Wettstreit um Flugleistungen Piloten aus aller Welt hier zusammenführte – einige Straßen in Adlershof und Johannisthal erinnern daran.

Heute ist das Gelände einer völlig neuen Nutzung zugeführt worden. Das Gelände wurde nach der Schließung 1995 zu einem Landschaftspark, einem Forschungs- und Wissenschaftsstandort sowie zu Wohn- und Gewerbegebieten umgestaltet.

Anschrift: Rudower Straße 12489 Berlin-Adlershof
WISTA - Zentrum für Photonik und Optische Technologien - hitech-wissenschaft-forschung-firmen-berlin-adlershof

Stadt für Wissenschaft und Wirtschaft (WISTA)

Seit 1992 ist auf einer rund 420 Hektar großen Fläche des Ortsteils Adlershof im Berliner Bezirk Treptow‑Köpenick eine moderne Wissenschaftsstadt entstanden. Als eigenständiges Projekt der Expo 2000 wurde sie unter der Projektbezeichnung „Berlin Adlershof – Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien“ weitgehend fertiggestellt.

Aus dem ehemaligen Gelände des DDR‑Fernsehens, der Akademie der Wissenschaften der DDR und des Wachregiments „Feliks Dzierzynski“ der Staatssicherheit entwickelte sich mit Hilfe umfangreicher öffentlicher Fördermittel ein leistungsfähiger Wissenschafts‑ und Technologiepark sowie der Medienstandort „Medienstadt Adlershof“.

Heute befindet sich die WISTA in einem der größten und erfolgreichsten Technologieparks Europas. Mittlerweile arbeiten in Adlershof rund 1.350 Unternehmen und 18 wissenschaftliche Einrichtungen. Insgesamt sind dort über 29.000 Beschäftigte sowie mehr als 6.000 Studierende der Humboldt‑Universität tätig. Forschung, Lehre und Wirtschaft sind eng miteinander vernetzt und machen Adlershof zu einem der dynamischsten Innovationsstandorte Deutschlands.

Anschrift: Rudower Chaussee 17 12489 Berlin

Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin

Postanschrift
PF: 91 02 40
12414 Berlin