Vandalismus an der Roten Bank – Zeichen gegen Gewalt an Frauen mutwillig beschädigt

Mit großer Bestürzung verurteilen wir einen gezielten antifeministischen Angriff auf die Rote Bank im Luisenhain in Köpenick. Die Plakette mit wichtigen Hilfe -Nummern und einem QR-Code wurde mutwillig beschmiert und zerkratzt. Diese Tat ist ein Angriff auf das Engagement für den Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt und auf die Solidarität, die die Rote Bank symbolisiert.
Die Rote Bank wurde am 11. September 2024 feierlich eingeweiht und ist Teil der internationalen Initiative „Panchina Rossa“. Sie soll öffentlich auf die Probleme häuslicher Gewalt und Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen und Betroffenen Wege aus der Gewalt aufzeigen.
Im Jahr 2023 kam es im Bundesgebiet zu 256.276 Fällen von Häuslicher Gewalt. Das bedeutet einen Anstieg von 6,5% der Opfer häuslicher Gewalt im Vergleich zum Vorjahr – Tendenz steigend. Im Jahr 2024 wurden zwei Frauen in Treptow—Köpenick von ihrem Partner oder Expartner ermordet. Ein alarmierendes Zeichen für die Notwendigkeit solcher Initiativen.
„Dieser Vandalismus ist kein Zufall, sondern ein gezielter Angriff auf feministische Werte und das Engagement gegen Gewalt an Frauen“, erklärt Maria Koch Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks.
„Wir lassen uns davon nicht einschüchtern und werden weiterhin laut und sichtbar für die Rechte und den Schutz von Frauen eintreten“, so Dr. Claudia Leistner, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt.
Der Bezirk appelliert an die Bevölkerung, solche antifeministischen Taten nicht zu dulden und gemeinsam für eine gewaltfreie und respektvolle Gesellschaft einzustehen.