Veranstaltungsreihe "Von der Geschichte zur Gegenwart - Orte der historischen und politischen Bildungsarbeit in Treptow-Köpenick"

Antifeminismus in der Sozialen Arbeit – Input und Austausch für Fachkräfte

  • 11.03.2025, 18:00 Uhr
  • Zentrum für Demokratie, Michael-Brückner-Straße 1/ Spreestraße, 12439 Berlin
  • Anmeldung: aras@offensiv91.de

Antifeministische Einstellungen und Mobilisierungen nehmen in der gesamten Gesellschaft zu. Dabei lassen sich diese Phänomene nicht ausschließlich in der (extremen) Rechten verorten, sondern sind in breiten Teilen der Gesellschaft zu finden. Dies hat auch Einfluss auf Soziale Arbeit und Pädagogik. So wirken sich antifeministische Diskurse und Akteur*innen auf verschiedene Handlungsfelder unserer Arbeit aus. Aber auch in der Profession werden ebenfalls antidemokratische und menschenfeindliche Positionen und Prozesse sichtbar.
Wir wollen anhand von Praxisbeispielen zeigen, welche konkreten Konfrontationen, Herausforderungen und Bedrohungslagen in den verschiedenen Handlungsfeldern vorliegen und diese gemeinsam diskutieren. Wir werden auch der Frage, was ist Antifeminismus nachgehen, sodass keine Vorkenntnisse nötig sind. Zudem wollen wir den Raum für eigene Erfahrungen öffnen und freuen uns auf gemeinsame Analysen, Austausch und eine erkenntnisreiche Veranstaltung.

Online-Workshop: „Der Feminismus schafft die Familie ab?!“ – Ein Argumentations- und Handlungstraining gegen Antifeminismus

  • 20.03.2025, 16:00 – 18:00 Uhr
  • Anmeldung und Link für Workshop: aras@offensiv91.de. Sie erhalten dann den Link für die Veranstaltung.

Antifeministische Einstellungen und Mobilisierungen nehmen in der gesamten Gesellschaft zu. Dabei lässt sich dieses Phänomen nicht ausschließlich in der (extremen) Rechten verorten, sondern ist in breiten Teilen der Gesellschaft zu finden.
Im Workshop möchten wir, Fachkräfte und Interessierte mit Argumentationsstrategien gegen antifeministische Äußerungen ausstatten und gemeinsam Handlungssoptionen entwickeln. Der Workshop ist für alle Interessierte offen und es sind keine Vorkenntnisse nötig.
Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch!

Auf den Spuren einer sog. „Bordellbaracke“. Walk mit der Künstlerin Dr. Birgit Szepanski zur Königsheide.

Im Waldstück Königsheide im Berliner Bezirk Treptow errichtete die Deutsche Arbeitsfront (DAF) 1943 eine sogenannte „Bordellbaracke“. Ausländische Frauen wurden hier zur Prostitution gezwungen. Damit wollten die Nationalsozialisten sexuelle Kontakte zwischen ausländischen Zwangsarbeitern bzw. Kriegsgefangenen und deutschen Frauen vermeiden.

Die Künstlerin Birgit Szepanski setzt sich in ihrer Installation mit einer Leerstelle in der Erinnerungskultur auseinander. Die Frauen, die zwangsweise Sexarbeit leisten mussten, schwiegen nach dem Krieg über ihre Erlebnisse. Wenn andere Zeitzeug:innen über die „B-Baracke“ sprachen, unterstellten sie den Frauen oft, freiwillig im Bordell gearbeitet zu haben. In der Erinnerung an NS-Zwangsarbeit fehlt das Thema nahezu und auch in der Königsheide finden sich keine Spuren.

#ViralHate. Was tun gegen Online-Radikalisierung?

  • 15.05.2025, 14:00 Uhr
  • Zentrum für Demokratie, Michael-Brückner-Straße 1/ Spreestraße, 12439 Berlin
  • Anmeldung: aras@offensiv91.de

In der Fortbildung wird zunächst grundlegendes Wissen zum Themenkomplex (Online)-Radikalisierung vermittelt. Dabei wird darauf eingegangen, wie sich Desinformation und Hate Speech verbreiten, welche Akteur:innen der extremen Rechten, aus dem verschwörungsideologischen und islamistischen Milieu aktiv sind, welche Plattformen relevant sind und wie junge Menschen gezielt dort angesprochen werden. Es wird ein besonderer Fokus auf die Online-Lebenswelten junger Menschen gelegt, um den Teilnehmenden einen Einblick in verschiedene SocialMedia-Sphären zu geben. Abschließend werden pädagogische Handlungsmöglichkeiten diskutiert und Methoden zur präventiven Arbeit vorgestellt.

Erinnern, Verändern, Verbinden. Zeitzeug*innen im Gespräch über 100 Jahre aus Berlins Bi+ Geschichte.

  • 20.05.2025, 19:00 Uhr
  • Galerie KungerKiez, Karl-Kunger-Straße 15, 12435 Berlin

2022 erforschte BiBerlin e.V. erstmals die neuere Bi+Geschichte in Berlin. Von der Erwähnung der ersten Forschungsergebnisse zu Bi+Sexualität von Johanne Elberskirchen und Magnus Hirschfeld in den 1920er Jahren über die Gründung des Gesprächskreis im Sonntagsclub in 1988 bis zur Fachstelle Bi+ in 2024 stellt BiBerlin e.V. im Gespräch mit Zeitzeug:innen die Zusammenhänge und wichtigsten Ereignisse der letzten 100 Jahre vor. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Magnus-Hirschfeld-Tags statt.

Die Rolle der Frauen in der Köpenicker Blutwoche. Eine Spurensuche im Elsengrund.

  • 22.06.2025, 15:00 Uhr
  • Treffpunkt: S Köpenick, Ausgang Stellingdamm
  • mit der Historikerin Trille Schünke-Bettinger, Netzwerk Frauentouren

Einen Höhepunkt des frühen NS-Terrors in Berlin stellte die „Köpenicker Blutwoche“ Ende Juni 1933 dar. SA-Männer verschleppten hunderte Menschen in die Sturmlokale und ins ehemalige Amtsgerichtsgefängnis, wo sie schwer misshandelt wurden. Mindestens 23 Menschen starben. Die Gewalt fand nicht anonym im geschlossenen Raum statt, sondern unter den Augen der Öffentlichkeit. 91 Jahre nach den Ereignissen erzählt der Rundgang die Geschichte(n) der Opfer und ihrer Familien.