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Mädchenpreis Treptow-Köpenick 2008

Am 30.09.2008 wurde der Mädchenpreis Treptow-Köpenick 2008 vergeben.

Zur Jury für den Mädchenpreis gehörten Silvia Walzel aus der Villa Vif, Heike Liebrenz aus dem Kiez-Klub-Köpenick, Prof. Dr. Herta Kuhrig und die Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler als Vorsitzende. Die Jury kam zu folgenden Ergebnissen:

Mit dem 3. Platz beim Mädchenpreis wurde die B-Mädchenmannschaft des 1. FC Union Berlin ausgezeichnet.

Die Mädchen sind zwischen 14 und 16 Jahre und trainieren drei Mal in der Woche und haben oft am Wochenende ein Turnier. Sie kämpfen für einen guten Platz und vertreten somit auch den Bezirk Treptow-Köpenick. Oft verzichten die Mädchen auf Aktionen mit anderen Jugendlichen, um sich in einem „Männersport“ zu behaupten. Simone Stollberg, die Leiterin der JFE Villa Vif hat die B-Mädchenmannschaft des 1. FC Union vorgeschlagen. Die Jury hat gefunden, dass dieses Engagement eine Anerkennung verdient.

Der 2. Platz des Mädchenpreises Treptow-Köpenick 2008 ging an Madeline Benicke

Die Jury erkannte damit Madeline Benickes uneigennütziges freiwilliges Engagement im Kietz-Klub-Köpenick an, das weit über die Ostausstellung hinausreicht. Auch Madelines Vertrauenswürdigkeit an der Kasse und mit Abrechnungen wird von Heike Liebrenz aus dem Kietz-Klub sehr gelobt. Der 2. Platz ist mit 200 Euro dotiert.

Der 1. Platz geht an Sarah Kutscher.

Die 19jährige Sarah besucht die 13. Klasse der AvH in Köpenick.
Seit 2006 ist Sarah Besucherin des Café im HdJK Köpenick.

Sarah ist eine engagierte Mitstreiterin im Rahmen der Veranstaltungen des Jugendbündnisses „Bunt statt Braun“.
Ob zu Veranstaltungen wie der Schools – Out – Party zum Schuljahresende 2007, ob in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Jugendaustausches mit einer Jugendgruppe aus Polen im Sommer 2007, oder in Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 2007, bis hin zur Organisation, Vorbereitung und Durchführung der Anti – Nazi – Demonstration im Dezember 2007 engagiert sich Sarah sehr stark im Bereich der außerschulischen politischen Bildung.
Auf Anfrage, ob Sarah an einer Veranstaltung zum 8. März 2008, welche im Rahmen einer Lese- und Diskussionsrunde zwischen Frauen der verschiedenen Generationen aktiv mitwirken möchte, erklärte sie sich auch hier uneingeschränkt bereit. Sie brachte sich auch hierbei aktiv in der Vorbereitung ein, bewarb selbst in der Schule ihre Lehrerin für diese Veranstaltung und las den Teilnehmerinnen in dieser Runde Zeitzeugenberichte von Frauen aus der Zeit des Faschismus vor.
Derzeit wirkt Sarah sehr engagiert bei der Einrichtung der Fach – Bibliothek im Café des HdJK mit und steckt mit Ideen und Vorschlägen in der Vorbereitung einer Aktion zum 75. Jahrestages der Köpenicker Blutwoche.

Sarah zeigt sich politisch sehr interessiert, sie engagiert sich weit über ihren schulischen Rahmen hinaus und begeistert weitere Jugendliche zum Engagement im Bereich der außerschulischen politischen Bildung. Dafür bringt sie sehr viel ihrer Freizeit ein und „opfert“ auch schon mal Sonntage zur Gestaltung von Transparenten und ähnlichem.

Es ist leider noch nicht selbstverständlich, sich uneigennützig in seiner Freizeit mit politischen Themen auseinander zu setzen und sich so vielseitig in diesem Bereich zu engagieren. Die Jury ist deshalb dem Vorschlag von Karin Kant, Leiterin der Jobwerkstatt für Mädchen, gefolgt und vergab den mit 300 Euro dotierten 1. Platz an Sarah Kutscher.

Die Preisverleihung, an der rund 100 Besucherinnen und Besucher teilnahmen, war Bestandteil der Ausstellungseröffnung „Von Still bis Schrill – 15 Jahre Mädchenarbeitskreis Treptow-Köpenick“. Die Ausstellung kann bis zum 21.11.2008 in der Freiheit 15 im 1. Stock besucht werden.

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