Stromausfall

Langanhaltender Stromausfall (Blackout)

Bei einem Stromausfall handelt es sich in der Regel um eine kurzzeitige technische Störung von 10 bis 15 Minuten. Doch wenn Stromleitungen zum Beispiel bei einem Unwetter zu Schaden gekommen sind oder die Stromversorgung aus anderen Gründen länger unterbrochen ist, kann es Tage dauern, bis der Strom wieder verfügbar ist. Dann spricht man von einem Blackout.

Wie kann ich mich auf einen Blackout vorbereiten?

Ein Blackout kommt unvorhergesehen. Daher ist es wichtig, sich bestmöglich vorzubereiten und im Ernstfall richtig zu reagieren.

Im Ernstfall sollten Sie wie in jeder anderen Krisensituation erst einmal Ruhe bewahren. Der Notruf der Polizei Berlin (110) oder Berliner Feuerwehr (112) sollte nicht gewählt werden, um einen Stromausfall zu melden. Schalten Sie elektrische Geräte, die vor dem Stromausfall noch in Betrieb waren, aus. Damit wird eine Überlastung des Stromnetzes verhindert, sobald der Strom wieder da ist.

Dann ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein:

  • Ist eine Taschenlampe im Haus?
  • Sind genug Lebensmittelvorräte gelagert?
  • Sind lebensnotwendige Medikamente ausreichend vorhanden?

Der Kühlschrank und die Kühltruhe sollten möglichst geschlossen bleiben. So kann keine Kälte entweichen und die Lebensmittel bleiben länger haltbar. Im Regelfall kann von einer Nutzbarkeit der Lebensmittel im Kühlschrank von sechs Stunden und in Kühltruhen
von 48 Stunden ausgegangen werden. Um eine Verunreinigung
des Kühlgeräts zu vermeiden, sollten nach dieser Zeit verdorbene Lebensmittel entfernt werden.

Wo bekomme ich aktuelle Informationen?

So lange die Telekommunikation besteht, können Sie sich über die offiziellen Social-Media-Kanäle und Internetseiten des Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, der Polizei Berlin und der Berliner Feuerwehr sowie über die lokalen Medien informieren. Ebenso informiert Stromnetz Berlin jederzeit über aktuelle Meldungen. Zudem
erfahren Sie Aktuelles und Empfehlungen der Behörden über die Warn-Apps NINA und Katwarn. Außerdem sendet der Mobilfunkdienst Cell Broadcast Warnmeldungen direkt auf Ihr Mobiltelefon.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Bevölkerung über ein stromunabhängiges mobiles Notfallinformationsradio mit Informationen zu versorgen. Dieses können Sie beispielsweise auch ohne Strom
über ein batteriebetriebenes Radio empfangen. Im Falle eines Blackouts können im betroffenen Stadtgebiet außerdem Katastrophenschutz-Leuchttürme eingerichtet werden, die als bezirkliche Anlaufstellen zur Informationsweitergabe dienen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Vorbereitung auf einen langanhalten Stromausfall

  • Was jede*r tun kann

    Vorsorgen für den Stromausfall

    Der vorzuplanende Zeitraum sollte mindestens zwei Wochen umfassen. Auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungs­schutz und Katastrophenhilfe gibt es “einen ausführlichen Ratgeber und “Meine persönliche Checkliste(BBK Ratgeber: Vorsorgen für Krisen und Katastrophen) zum Download.

    Mögliche Checkliste zur Vorbereitung

    • Kerzen und Streichhölzer oder Feuerzeuge (Feuerlöscher!)
    • Taschenlampe: batteriebe­trieben (mit Ersatzbatterien), solarbetrieben, Kurbeltaschen­lampe oder LED-Leuchte
    • Camping oder Outdoor-Lampen
    • alternative Wärmequellen bereithalten
    • wichtige Telefon­nummern notieren
    • warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke
    • Campingkocher samt Zubehör
    • Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird (falls Garten oder Balkon vorhanden sind)
    • Trinkwasser (zwei Liter pro Person/Tag) und haltbare Lebensmittel für 10 Tage, die kalt verzehrt werden können
    • Solarbetriebene Batterielade­geräte oder Powerbanks
    • Bargeldreserve
    • Batteriebe­triebenes Solar- oder Kurbelradio
  • Ohne Strom kochen

    Bei einem Stromausfall funktioniert Ihr Elektroherd nicht mehr. Haben Sie einen Gasherd, können Sie diesen oft weiterhin nutzen. Es gibt auch noch weitere Alternativen:

    Damit können Sie in Räumen kochen:

    • Ein Stövchen mit Teelicht kann Essen aufwärmen (zum Beispiel Fertigsuppe).
    • Ein Fondue-Set mit Brennpaste kann Essen in kleinen Mengen zum Kochen bringen.
    • Ein Gaskocher kann zum Kochen genutzt werden, wenn er für die Nutzung in Innenräumen zugelassen ist.

    Damit sollten Sie nur im Freien kochen:

    • Camping-Kocher mit Gaskartusche
    • Gas- oder Holzkohle-Grill

    Wichtig
    Gefahren beim Kochen und Heizen ohne Strom

    Nutzen Sie innen nur Geräte, die für Innenräume zugelassen sind! Sie sind mit speziellen Sicherungsmechanismen versehen. Achtung auch bei offenem Feuer in Innenräumen! Wenn zu wenig Sauerstoff in der Atemluft ist, kann bei der Verbrennung Kohlenmonoxid entstehen. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist lebensgefährlich. Installieren Sie am besten geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Melder. Diese lösen bei einer kritischen Konzentration Alarm aus.

  • Wenn die Heizung ausfällt

    Ohne Strom funktioniert vielleicht auch Ihre Heizung nicht. Wenn im Winter die Heizung ausfällt, können Räume schnell auskühlen. Für den Innenraum zugelassene Gasheizer, Ethanolkamine oder Petroleumöfen funktionieren ohne Strom und können in Innenräumen sicher genutzt werden.

    Das können Sie tun:

    • Mit warmer Kleidung, Decken und Schlafsäcken können Sie den Ausfall
      eine Zeit lang überbrücken.
    • Fenster und Türen geschlossen halten, um Auskühlen zu vermeiden, aber: Regelmäßiges Stoßlüften! Fenster für wenige Minuten ganz weit öffnen, um die Luftqualität zu verbessern.

    Wichtig
    Gefahren beim Kochen und Heizen ohne Strom

    Nutzen Sie innen nur Geräte, die für Innenräume zugelassen sind! Sie sind mit speziellen Sicherungsmechanismen versehen. Achtung auch bei offenem Feuer in Innenräumen! Wenn zu wenig Sauerstoff in der Atemluft ist, kann bei der Verbrennung Kohlenmonoxid entstehen. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist lebensgefährlich. Installieren Sie am besten geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Melder. Diese lösen bei einer kritischen Konzentration Alarm aus.

  • Was das Bezirksamt unternimmt

    Bei einem langanhaltenden Stromausfall ist es wichtig, dass die allgemeine Daseinsfürsorge gewährleistet ist und die Regierungs- und Verwaltungsaufgaben des Bezirksamtes sichergestellt wird. Darauf bereitet sich das Bezirksamt vor.

    Außerdem wurden im gesamten Bezirk 7 Standorte identifiziert, die während eines Blackouts als sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme (Kat-L) genutzt werden. Die zum Betrieb der Standorte nötige Ausstattung wurde angeschafft. Die Kat-L sollen im Ernstfall dem Austausch von Informationen und der Aufnahme von Notfallmeldungen dienen. Sie sind in einem Radius von rund drei Kilometern erreichbar.

Bevölkerungsschutz Treptow-Köpenick

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PF: 91 02 40
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